Beobachten und schützen

Insekten

Insekten sind faszinierende Tiere. Wir zeigen, wie vielfältig die Welt der Sechsbeiner ist und geben praktische Tipps zum Beobachten und Schützen.
Paarungsrad in Herzform: Zwei Libellen paaren sich
Paarungsrad der Adonislibellen© Foto: NABU/CEWE/Conny Müller

Bereits seit 400 Millionen Jahren bevölkern Insekten die Erde, damit sind sie älter als die Dinosaurier. Mit weit mehr als einer Million beschriebenen Arten sind sie die artenreichsten Tierklasse überhaupt. Allein in Deutschland geht man von über 34.000 Insektenarten aus.

Zu den häufigsten Insektenordnungen in Deutschland gehören die Hautflügler (Bienen, Wespen und Ameisen), Zweiflügler (Fliegen, Mücken), Käfer und Schmetterlinge. Auch von Libellen, Wanzen, Zikaden und Tierläusen gibt es Hunderte Arten.

So erkennt ihr Insekten

Insekten sind Gliederfüßer. Man erkennt sie an den folgenden drei Merkmalen:

  • drei Körperteile: Caput (Kopf), Thorax (Brust), Abdomen (Hinterleib)
  • sechs Beine
  • viele haben Flügel

Warum sind Insekten wichtig?

So vielfältig wie die Welt der Insekten ist, so wenig können wir auf sie verzichten. Das Funktionieren fast aller Ökosysteme hängt von ihnen ab. Damit sind sie für Mensch und Natur unersetzlich:

Als Nahrungsquelle bilden Insekten eine wichtige Grundlage für eine Vielzahl weiterer Tierklassen wie Singvögel, Amphibien, Reptilien, Kleinsäuger (wie Igel oder Fledermäuse). So füttern beispielsweise die meisten Brutvogelarten ihre Jungen mit Insekten.

Durch das Sammeln von Nektar und Pollen sorgen sie für die Bestäubung und den Fortbestand von weltweit etwa 90 Prozent aller Pflanzenarten und stellen damit einen Großteil der menschlichen und tierischen Ernährung sicher. Der monetäre Wert der Arbeit von Insekten entspricht etwa eine Milliarde Euro pro Jahr allein für die Bestäubung. Die weiteren Leistungen werden auf ein Vielfaches dessen geschätzt.

unbestimmte Hummel fliegt zwischen Lavendelblüten
Insekten

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Als Regulatoren sind sie ebenfalls unersetzlich: Insekten sind wichtige Nützlinge in der Forst- und Landwirtschaft, da durch sie die Ausbreitung schädlicher Insekten eingedämmt werden. Die Larven der Florfliegen beispielsweise können pro Entwicklungsphase bis zu 500 Blattläuse oder Milben verzehren. Grundsätzlich übernehmen Insekten die Aufgabe, Arten in Schach zu halten, die sonst überhand nehmen könnten (zum Beispiel Wespen, die viele Pflanzenfressenden Insekten fangen oder Schlupfwespen und Larven von Kamelhalsfliegen, die natürliche Feinde des Borkenkäfers sind).

Auch für die Remineralisierung organischer Stoffe wie Pflanzenreste, Tierleichen oder Kot spielen sie eine wichtige Rolle als Verwerter. So setzen sie wichtige Nährstoffe im Boden, in der Bodenstreu oder im Totholz frei. Somit sind sie unersetzbar für die Fruchtbarkeit unserer Böden. Sie sorgen auch für die Durchlockerung des Bodens durch Gänge und ihre Nester.

Insekten sind massiv gefährdet

Verschiedene Studien zeigen, wie dramatisch es um die Insektenbestände bestellt ist: Die Studie des Entomologischen Vereins Krefelds 2017 zeigte beispielsweise deutlich, dass die Zahl der Insekten zwischen 1989 und 2013 massiv abgenommen hat, um etwa 80 Prozent. 

Auch die Insektenvielfalt ist massiv gefährdet: Die Roten Listen des Bundesamtes für Naturschutz zeigen, dass etwa 30 Prozent der Insektenarten in Deutschland bedroht oder bereits ausgestorben sind. Das sind bei 33.000 Arten also knapp 10.000 Arten.

Der NABU setzt sich für den Schutz der Insekten ein – unterstütze uns gerne dabei mit einer Insektenpatenschaft!

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