Bienen (Anthophila) gehören zur Gruppe der Hautflügler und sind eng mit Wespen verwandt – sie gelten evolutionär als „vegetarische Wespen“. Sie ernähren sich überwiegend von Nektar und Pollen und sind für die Bestäubung von Wild- und Kulturpflanzen unverzichtbar.
Weltweit sind rund 20.000, in Deutschland etwa 600 Bienenarten bekannt. In Deutschland stehen 50 Prozent der Arten auf der Roten Liste.
Woran erkennt man Bienen?
Bienenkörper sind sichtbar behaart, besonders an Brust und Beinen, oft mit Sammelbürsten oder Pollenkörbchen für Pollen. Außerdem haben sie kauend-leckende Mundwerkzeuge und zwei Paar durchsichtige Flügel. Manche Arten sehen auf den ersten Blick wie Wespen oder Fliegen aus.
Sie haben zentrale Funktionen im Ökosystem und für uns Menschen, beispielsweise:
• Bestäubung von Wildpflanzen, dienen also dem Erhalt der Pflanzenvielfalt
• Bestäubung von Nutzpflanzen, was die Grundlage für viele Lebensmittel darstellt
• Schlüsselrolle in Nahrungsnetzen und Ökosystemen
• Indikatoren für intakte, strukturreiche Lebensräume
Typische heimische Bienen sind westliche Honigbiene, Dunkle Erdhummel, Ackerhummel, Gehörnte Mauerbiene, Rotschöpfige, Sandbiene, Efeu-Seidenbiene und Gartenwollbiene. Auch die Blaue Holzbiene ist seit geraumer Zeit in unseren Breiten zu finden.
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