Wespen sind keine einheitliche Gruppe, sondern ein Sammelbegriff für sehr viele unterschiedliche Linien innerhalb der Hautflügler (Hymenoptera). Dazu zählen sowohl staatenbildende Arten als auch tausende solitär lebende Jagd- und Schlupfwespen.
Die bekannten „Kuchentisch-Wespen“ (Deutsche Wespe und Gemeine Wespe) sind nur zwei Arten der enormen Vielfalt. Weltweit sind über 100.000, in Deutschland mehrere tausend Wespenarten bekannt – die meisten davon leben unauffällig und werden kaum wahrgenommen.
Woran erkennt man Wespen?
Typisch ist der schlanke, fast unbehaarte Körper mit oft deutlicher „Wespentaille“ (eingeschnürter Hinterleib), zwei Paar durchsichtige Flügel und kauende Mundwerkzeuge.
Viele Arten sind gelb-schwarz gefärbt, aber es gibt auch unscheinbare, schwarze, rote, metallisch glänzende oder sehr kleine Wespen.
Achtung: Nicht alle Wespen können stechen – und selbst bei stechfähigen Arten sind viele sehr friedlich.
Wichtige Funktionen im Ökosystem
• Regulierung von Insektenpopulationen als Räuber oder Parasitoide
• Bestäubung zahlreicher Pflanzenarten
• Zersetzung organischen Materials bei einigen Gruppen
• Zentrale Rolle in Nahrungsnetzen als Beute für Vögel, Spinnen und andere Tiere
Vielfalt der heimischen Wespen
Es gibt viel verschiedene Gruppen unter den typischen heimischen Wespen. Eine Auswahl:
- Faltenwespen: zum Beispiel Gemeine Wespe, Deutsche Wespe, Europäische Hornisse, Feldwespen, Schornsteinwespen
- Grabwespen: beispielsweise Bienenwolf, Kreiselwespe, Sandwespe
- Weitere Gruppen: unter anderem Wegwespen, Goldwespen, Schlupfwespen, Pflanzenwespen













