Schmetterlinge (Lepidoptera) gehören zu den bekanntesten Insekten. Charakteristisch sind ihre beschuppten Flügel, denen sie auch ihren Namen verdanken.
Die bunten Muster auf den Flügeln entstehen durch die Schüppchen wie im Pixel-Prinzip, jedes Schüppchen hat eine Farbe. Weltweit sind rund 160.000, in Deutschland etwa 3.700 Schmetterlingsarten bekannt – die meisten davon sind Nachtfalter.
Woran erkennt man Schmetterlinge?
Schmetterlinge haben zwei Paar Flügel, die mit feinen Schuppen bedeckt sind sowie einen meist eingerollten Saugrüssel, um Nektar aufzunehmen.
Der Körper ist oft behaart. Ihre Entwicklung erfolgt über eine vollständige Metamorphose mit Raupe und Puppe.
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Welche Schmetterlinge gibt es in Deutschland?
Schmetterlinge lassen sich zwischen Tag- und Nachfalter unterscheiden. Tagfalter sind meist tagaktiv, oft auffällig gefärbt und sie haben keulenförmige Fühler. Ihre Flügel können nach oben zusammengeklappt werden.
Nachfalter hingegen sind überwiegend dämmerungs- oder nachtaktiv, häufig unauffälliger gefärbt, sie haben faden- oder gefiederte Fühler. Ihre Flügel werden in Ruhe an Körper gelegt oder gespreizt, aber nicht wie bei Tagfaltern nach oben zusammengeklappt.
Aber Achtung: Es gibt Ausnahmen – nicht alle Nachtfalter sind nachts unterwegs. Ein Beispiel ist das Taubenschwänzchen (Macroglossum stellatarum), der zu den Schwärmern zählt, also eigentlich eine Gruppe von nachtaktiven Schmetterlingen. Das Taubenschwänzchen fliegt aber auch tagsüber vor allem Blüten mit langem Kelch an, weil es da den Vorteil seines gut drei Zentimeter langen Saugrüssels gegenüber kurzrüssligen Insekten am besten ausspielen kann.
Tagfalter im Porträt
Die bekanntesten Tagfalter in Deutschland sind unter anderem: Tagpfauenauge, Zitronenfalter, Großer Kohlweißling, Admiral, Kleiner Fuchs, Schwalbenschwanz, Schachbrett, Bläulinge.
Nachtfalter im Porträt
Zu den bekanntesten Nachtfaltern gehören beispielsweise: Eulenfalter (Gammaeule, Hausmutter), Widderchen, Spanner (Birkenspanner, Weinspanner, Frostspanner) und Schwärmer (Taubenschwänzchen, Weinschwärmer).
Warum sind Schmetterlinge wichtig?
Schmetterlinge erfüllen wichtige ökologische Funktionen, unter anderem:
- Bestäubung von Wild- und Kulturpflanzen
- Nahrungsquelle für Vögel, Fledermäuse und andere Tiere
- Raupen als spezialisierte Pflanzenfresser mit enger Bindung an bestimmte Wirtspflanzen
- Indikatoren für den Zustand von Lebensräumen
















