So finanziert sich der NABU
Mitglieder, Spenden, Projekte
Der NABU ist ein gemeinnütziger Verein. Grundlage unseres Handelns ist unsere Satzung. Unsere finanziellen Mittel dürfen nur für satzungsgemäße Zwecke verwendet werden: Naturschutz, Landschaftspflege, Tierschutz unter besonderer Berücksichtigung der freilebenden Vogelwelt, das Eintreten für die Belange des Umweltschutzes sowie die Bildungs- und Forschungsarbeit in diesen Feldern.
Doch was bedeutet das genau? Darüber klären wir auf dieser Seite auf.
Ursprünglich als Vogelschutzbund gegründet von Lina Hähnle, ist der NABU seit 1899 für diese Zwecke im Einsatz. Mit rund 980.000 Mitgliedern und Fördernden (inklusive Landesbund für Vogel- und Naturschutz in Bayern, Stand Februar 2026) sind sie Rückgrat des größten Ehrenamtsverband im Naturschutz, in Deutschland, sogar in der EU. Rund 75.000 NABU-Aktive leisten jedes Jahr rund 3 Millionen Stunden ehrenamtliche Arbeit, unbezahlt und freiwillig für die Natur, in allen Regionen.
NABU-Aktive pflegen Biotope, sorgen für Umweltbildung und begleiten Planungsprozesse und Gesetzgebungsverfahren. Damit übernehmen wir als Verband, zusammen mit unseren ehrenamtlich Aktiven, Verantwortung für die Gesellschaft und tragen zum im Grundgesetz verankerten Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen bei. Das Engagement unser fast einer Million Mitglieder und Fördernder garantiert unsere politische Unabhängigkeit und ermöglicht es uns, unsere Ressourcen nach fachlichen Kriterien einsetzen zu können – gemäß unserer Satzung.
Wie sich genau unsere Erträge und Aufwendungen zusammensetzen, darüber gibt der Jahresbericht transparent und nachvollziehbar Auskunft, den aktuellen Bericht können Sie hier einsehen.
Jahresbericht 2024: NABU mit stabilen Finanzen
Der NABU ist ein förderaler Verband mit demokratischen Strukturen. Das höchste Organ ist die Bundesvertreterversammlung (BVV), die den Haushalt überprüft, genehmigt und das Präsidium entlastet. Die Bundesgeschäftsstelle erstellt jährlich einen Haushaltsplan, der von der BVV beraten und verabschiedet wird.
Wir verpflichten uns zu Transparenz und Offenheit gegenüber Mitgliedern, Spender*innen und der Öffentlichkeit. Deshalb veröffentlichen wir jährlich einen Bericht über unsere Arbeit, unsere Einnahmen sowie Ausgaben. Auf dieser Seite können Sie in den Jahresberichten aus rund 15 Jahren Naturschutzarbeit blättern.
NABU-Finanzen: transparent und nachvollziehbar
Trotz dieser Transparenz ist der NABU – und andere gemeinwohlorientierte Organisationen – zunehmend Angriffen ausgesetzt, die genau dies in Zweifel ziehen. Unser zivilgesellschaftliches Engagement wird diffamiert, unser Einsatz für Natur- und Artenschutz kritisiert, bis hin zu unbelegten Unterstellungen und Angriffen auf ehrenamtlich Aktive vor Ort. Dem treten wir mit Aufklärung entschieden dagegen.
Denn unsere Natur braucht Menschen, die sich für sie einsetzen. Partizipation, Engagement und eine kritische Öffentlichkeit sind außerdem Grundpfeiler unserer freiheitlich demokratischen Grundordnung, zu der wir uns als NABU bekennen und die wir verteidigen. Mit fast einer Million Mitglieder und Unterstützenden stehen wir in der Mitte der Gesellschaft.
Fragen zu Finanzen, Transparenz und Kontrolle
Mehr als Naturschutz: So gehören NABU und Zivilgesellschaft zusammen
Als NABU sind wir überparteilich – aber nicht unpolitisch. Wir setzen uns für Natur und Umwelt ein, nicht nur mit einer breiten fachlichen Expertise, sondern auch als zivilgesellschaftlicher Akteur. Wir stehen im Austausch mit demokratischen Parteien, wollen sie von unseren Anliegen und Positionen überzeugen, damit wir unsere Aufgabe als Naturschutzmacher*innen erfüllen können.
Unsere demokratische Verbandsstruktur ist die Garantie dafür, dass es keine Einflussnahme Dritter gibt. Unsere programmatische Richtung wird auf der Bundesvertreterversammlung (BVV) bestimmt, die sich jedes Jahr aus mehr als 200 gewählten Delegierten zusammengesetzt, die den gesamten Verband repräsentieren.
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Muss der NABU politisch neutral sein?
Als gemeinnütziger Verein äußert sich der NABU politisch im Rahmen seiner Satzungszwecke. Die sind in der Abgabenordnung rechtlich als gemeinnütziger Zweck verankert. Darüber hinaus darf er sich auch gelegentlich allgemeinpolitische äußern und positionieren. Dabei ist eine Abgrenzung von Parteien und Parteipositionen möglich, die den Satzungszielen des NABU zuwiderlaufen, ehrenamtliches Engagement gefährden oder die freiheitlich demokratische Grundordnung. Das schließt auch eine Positionierung gegenüber rechtspopulistischen Äußerungen und Parteien ein.
Wer die Zivilgesellschaft angreift, so wie es die AfD tut, gefährdet unser gesellschaftliches Miteinander. Zudem stellt die Partei zentrale Positionen und wissenschaftliche Erkenntnisse über Natur- und Klimaschutz in Frage, beispielsweise den menschengemachten Klimawandel. Dagegen treten wir als NABU entschlossen ein: Wir machen uns stark für unsere Werte, für den Erhalt unserer Lebensgrundlagen, für einen starken Umwelt- und Naturschutz. Wir leben Demokratie mit all ihren Möglichkeiten der gesellschaftlichen Teilhabe und wollen sie verteidigen.
Der NABU steht für die Breite unserer Gesellschaft. Fast eine Million NABU-Mitglieder und Fördernde machen Naturschutz in Deutschland zu ihrer Priorität – sie unterstützen die Arbeit des Verbandes aus Verantwortungsbewusstsein, als Teil einer Gemeinschaft oder mit dem Ziel, Fortschritt und Leistungsfähigkeit unseres Landes zu sichern. Besonders stark verortet ist der NABU im ländlichen Raum, unsere Ehrenamtlichen übernehmen Verantwortung überall vor Ort – von jung bis alt, von Ost bis West.