Weißrückenspecht an Bruthöhle
Weißrückenspecht an Bruthöhle© Foto: Christoph Moning

Dendrocopos leucotos

Weißrückenspecht

Der Weißrückenspecht ist der größte Vertreter unserer schwarz-weißen Spechte. Man bekommt ihn jedoch nur selten zu sehen, denn er bewohnt abgelegene Bergwälder in den Alpen und ist scheuer als der ebenfalls in den Alpen heimische Dreizehenspecht. Die Bestimmung ist nicht ganz einfach, durch seine gestrichelte Brust und den weißen Rücken ist er jedoch zumindest auf den zweiten Blick sicher zu erkennen.

Vorkommen in Deutschland

Gefährdungs­grad

Der Gefährdungsgrad ist der Roten Liste der Brutvögel in Deutschland 2020 entnommen.

Stark gefährdet

  • Nicht gefährdet
  • Extrem selten
  • Vorwarnliste
  • Gefährdet
  • Stark gefährdet
  • vom Aussterben bedroht
  • Ausgestorben

Bestands­zahl

Die Bestandszahl stammt aus "Gerlach et. Al (2025): Vögel in Deutschland - Bestandssituation 2025. DDA, BfN, LAG VSW, Münster."

500 - 700 Brutpaare

Bestands­trend

unbekannt

Steckbrief

Beobachten

ganzjährig zu beobachten

Größe

25-28 cm groß

Besonderheit

weißer Rücken

Funfact

Wegen seiner schwarz-weißen Färbung wurde der Weißrückenspecht früher auch Elsterspecht genannt.

Junger Weißrückenspecht© Foto: Christoph Moning

Beschreibung

Aussehen

Die Größe des Weißrückenspechtes erinnert an einen Buntspecht, seine gestrichelte Brust und die rote Kappe des Männchens dagegen eher an einen Mittelspecht. Die Größe, ein fehlendes weißes Feld auf den Schultern, der lange Schnabel und der namensgebende weiße Rücken unterscheiden ihn jedoch von den beiden Arten. Beim Weibchen fehlt die rote Kopfplatte.

Nicht zu verwechseln mit:

Dreizehenspecht an einem Baumstamm.

Picoides tridactylus

Dreizehenspecht

Dunkler Verwandter des Buntspechts: Der Dreizehenspecht fällt durch sein schwarz-weißes Gefieder auf. In Deutschland lebt die Unterart alpinus.

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Buntspecht
Vogel des Jahres 1997

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Buntspecht

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Verhalten

Mit seinem wellenförmigen Flug fliegt der Weißrückenspecht von einem alten Laubbaum zum nächsten und sucht am Stamm, gestützt durch seine Schwanzfedern, unter der Rinde nach Fressbarem. Auch auf dem Boden untersucht er das Totholz nach Insekten und hüpft dabei umher.

Weißrückenspecht mit Jungvogel© Foto: Christoph Moning

Lebensraum

Der Weißrückenspecht bewohnt Laub- und Mischwälder mit hohem Totholzanteil. In artenarmen Forsten fühlt er sich daher weniger wohl und sucht Bergwälder auf, die aufgrund ihrer Extremlage wirtschaftlich nicht genutzt werden.

Gefährdung

Weißrückenspechte sind stark gefährdet (Rote Liste Deutschland, 2016).

Nahrung

Sie fressen am liebsten holzbewohnende Insekten und deren Larven, die sie mit ihrem starken Schnabel aus dem Totholz freilegen. Auch freisitzende Insekten verschmähen sie nicht.

Stimme/Laute

Die Rufe klingen gedämpfter und etwas leiser als die des Buntspechtes, man könnte ein „Bjück“ verstehen. Bei Aufregung kann man eine unregelmäßige Folge dieses Rufes hören. Zur Balz trommeln die Weißrückenspechte mit einem erst langsamen und dann immer schneller werdenden Trommelwirbel (wie ein hüpfender Tischtennisball).

Zugverhalten

Sie sind Standvögel und verlassen auch im Winter ihr Brutgebiet kaum.

Beobachtungstipps

Der Weißrückenspecht ist durch seine Vorliebe für Bergwälder nicht leicht zugänglich, und sein Vorkommen beschränkt sich in Deutschland auf die Alpen. Am besten sucht man urwaldähnliche Bergwälder auf und prägt sich den Ruf des Spechtes vorher gut ein.

Tipps zum Fernglaskauf

Aktiv werden

Was kann ich tun?

Abholzung zur Erschließung neuer Wander- oder Skigebiete und der Anbau monotoner Forstwälder gefährden seinen Bestand. Setze dich für den Schutz alter Totholzbestände ein und fördere den sanften, naturverträglichen Alpentourismus.

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