Gartenrotschwanz auf einem Baumstamm mit Nahrung im Schnabel.
Vogel des Jahres 2011
Gartenrotschwanz auf einem Baumstamm mit Nahrung im Schnabel© Foto: Mathias Schäf

Phoenicurus phoenicurus

Gartenrotschwanz

Gartenrotschwänze waren früher häufige Besucher unserer Gärten. Doch gut aufgeräumte Gärten boten ihnen keinen geeigneten Schutz und wenig Nahrung. Das bewog sie zum Rückzug in Laub- und Mischwälder. Auch Streuobstwiesen können sie gut leiden. Erfreulicherweise nehmen die Bestände in Städten seit einiger Zeit wieder zu. Auch im Herbst kann man Gartenrotschwänze häufiger wieder am Futterhaus beobachten.

Gesang

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Vorkommen in Deutschland

Gefährdungs­grad

Der Gefährdungsgrad ist der Roten Liste der Brutvögel in Deutschland 2020 entnommen.

Vorwarnliste

  • Nicht gefährdet
  • Extrem selten
  • Vorwarnliste
  • Gefährdet
  • Stark gefährdet
  • vom Aussterben bedroht
  • Ausgestorben

Bestands­zahl

Die Bestandszahl stammt aus "Gerlach et. Al (2025): Vögel in Deutschland - Bestandssituation 2025. DDA, BfN, LAG VSW, Münster."

110.000 – 190.000 Brutpaare

Bestands­trend

Der Bestandstrend stammt aus "Gerlach et. Al (2025): Vögel in Deutschland - Bestandssituation 2025. DDA, BfN, LAG VSW, Münster."

+ 139 % (zunehmend)

Steckbrief

Beobachten

von Ende April bis September zu beobachten

Größe

13-15 cm groß

Besonderheit

steht aufrecht und zittert mit dem Schwanz

Reise

Langstreckenzieher, überwintert in Afrika

Funfact

Er ist oft schon als erster Sänger am Morgen zu hören und eröffnet damit das Vogelkonzert.

Das Gartenrotschwanzweibchen hat eine unauffälligere grau-braune Farbe© Foto: Mathias Schäf

Beschreibung

Aussehen

Der Gartenrotschwanz ist ein auffällig gefärbter schlanker Vogel. Das Männchen ist aschgrau, mit schwarzer Kehle und oranger Brust. Der Schwanz ist auffällig rostrot. Die Stirn leuchtet weiß. Das Weibchen ist unauffälliger graubraun, mit heller Unterseite. Der Schwanz ist auch bei ihr kräftig rotbraun gefärbt. Gartenrotschwänze werden gerne mit den recht ähnlichen und häufigeren Hausrotschwänzchen verwechselt.

Gartenrotschwanzmännchen© Foto: Mathias Schäf

Verhalten

Der kleine flinke Vogel ist zur Brutzeit beständig auf Nahrungssuche unterwegs. Von Ansitzwarten hält er nach Insekten Ausschau, die er während des Fluges oder am Boden fängt. Zur Balzzeit sitzt das Männchen in aufrechter Haltung auf seiner Warte und singt. Seine Nester versteckt der Gartenrotschwanz gut in Höhlen und Nistkästen.

Lebensraum

Lichte Laub- und Mischwälder, vor allem Kiefernwälder, sowie wieder zunehmend Parks und naturbelassene Gärten sind Lebensräume für den Gartenrotschwanz. Er mag es abwechslungsreich, mit ausreichend Verstecken, Büschen, Pfählen und Bäumen zum Ausruhen und Schauen, mit Nistplätzen und freien Flächen zur Insektenjagd.

Gefährdung

Er ist auf der Vorwarnliste gefährdeter Arten. Umwandlung lichter Wälder in Nadelbaumforste, Rückgang von Streuobstwiesen und Pesitizideinsatz machen ihm das Leben schwer.

Nahrung

Insekten, deren Larven und Raupen, Spinnen sowie Beeren bevorzugt der Gartenrotschwanz als Nahrung.

Stimme/Laute

In den frühen Morgenstunden singt das Männchen weich und wehmütig, beginnend mit einem „hüit“, gefolgt von einem tieferen „tick-tick-tick“. Insgesamt ist der Gesang schwatzend und variationsreich.

Zugverhalten

Gartenrotschwänze verlassen uns im späten Herbst, wobei sich der Wegzug klimabedingt immer weiter nach hinten verschiebt. Sie überwintern südlich der Sahara in der afrikanischen Savanne. Im Frühling kehren sie zurück. Brutvögel nördlicher Regionen ziehen häufig bei uns durch.

Beobachtungstipps

Im Morgengrauen beginnt der Gartenrotschwanz seinen Gesang. Wer ihn sehen möchte, kann versuchen, seinem Gesang zu folgen.

Beobachtungstipps Vogelgesang

Aktiv werden

Was kann ich tun?

Sie können dem Gartenrotschwanz gut helfen, indem Sie ihren Garten abwechslungsreich gestalten. Heimische Gehölze, Nistkästen und freie Flächen mit unterschiedlich hoher Vegetation zum Insektenfangen – und der kleine Vogel ist glücklich. Er ist übrigens ein Indikator für ein intaktes, vielfältiges Ökosystem.

Vogelgartentipps

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