Mehlschwalbe steht an einer Schlammpfütze.
Vogel des Jahres 2027
Mehlschwalbe© Foto: Mathias Schäf

Delichon urbicum

Mehlschwalbe

Die Mehlschwalbe gehört zum typischen Bild und auch zur Geräuschkulisse der ländlicheren Umgebung. Da sie ihre Nester direkt an Felswänden oder höheren Gebäuden baut, ist sie eher in Städten und Kleinstädten unterwegs als in der offenen Landschaft oder in kleinen Dörfern. Mit der Rauchschwalbe teilt sie sich zwar bei der Futtersuche einen Lebensraum, sie nisten aber an unterschiedlichen Orten. Die Mehlschwalbe ist bei uns Sommerbotin, ihre Rückkehr läutet die warme Jahreszeit ein.

Ruf

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Gesang

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Alarmruf

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Vorkommen in Deutschland

Gefährdungs­grad

Der Gefährdungsgrad ist der Roten Liste der Brutvögel in Deutschland 2020 entnommen.

Gefährdet

  • Nicht gefährdet
  • Extrem selten
  • Vorwarnliste
  • Gefährdet
  • Stark gefährdet
  • vom Aussterben bedroht
  • Ausgestorben

Bestands­zahl

Die Bestandszahl stammt aus "Gerlach et. Al (2025): Vögel in Deutschland - Bestandssituation 2025. DDA, BfN, LAG VSW, Münster."

415.000 - 770.000 Brutpaare

Bestands­trend

Der Bestandstrend stammt aus "Gerlach et. Al (2025): Vögel in Deutschland - Bestandssituation 2025. DDA, BfN, LAG VSW, Münster."

- 47 % (abnehmend)

Steckbrief

Beobachten

von April bis September zu beobachten

Größe

13-15 cm groß

Besonderheit

baut geschlossene Lehmnester an Außenwänden von Gebäuden

Reise

Langstreckenzieher, überwintert in Afrika

Funfact

Ein Lehmnest besteht aus bis zu 1500 gesammelten Lehmkügelchen.

Mehlschwalben nutzen bei ihrem Nestbau gern Lehm.© Foto: Mathias Schäf

Beschreibung

Aussehen

Die Mehlschwalbe ist etwas kleiner und kompakter als die Rauchschwalbe. Der kurze Schwanz ist breit gegabelt. Oberseite und Flügel sind schwarz, wobei Kopf und Rücken metallisch blau glänzen. Unterseite und Bürzel leuchten weiß. Die Kehle des Männchens ist rein weiß, die des Weibchens wirkt etwas schmutzig.

Der metallisch blaue Kopf der Mehlschwalbe ist nicht zu übersehen© Foto: Mathias Schäf

Verhalten

Mehlschwalben brüten in Kolonien und sind auch außerhalb der Brutzeit in großen Schwärmen anzutreffen. Sie bauen runde und beinah geschlossene Lehmnester kunstvoll an Gebäuden unter Dach- oder Fassadenvorsprüngen und an Felswänden in Nischen. Insekten fangen sie oft im raschen Flug in großer Höhe.

Lebensraum

Zur Nahrungssuche bevorzugen sie offenes Gelände, zum Nestbau Ortschaften mit höheren Gebäuden. Gerne halten sie sich in insektenreicher Gewässernähe auf.

Gefährdung

Die Mehlschwalbe ist gefährdet: Ihr Bestand geht stetig zurück. Dabei spielen viele Faktoren eine Rolle: illegale Zerstörung von Nestern, Vergrämungsmaßnahmen an Häusern, Insektenschwund. Moderne Architektur macht es Schwalben oft unmöglich, ihre Nester zu bauen.

Nahrung

Fluginsekten wie Fliegen, Mücken und Blattläuse sind die Nahrung der Mehlschwalbe.

Stimme/Laute

Fliegend ruft die Mehlschwalbe „schrrip“ oder „brrit“. Ihr Warnruf ist höher und ein wiederholt ausgerufenes „tschierr“. Sie zwitschert weniger melodiös, aber eifrig schwatzend.

Zugverhalten

Im Herbst brechen Mehlschwalben nach Afrika auf, Durchzügler aus dem Nordosten Europas ziehen dann bei uns durch. Im Frühjahr geht es zurück ins Brutgebiet.

Beobachtungstipps

Mitte April trifft die Mehlschwalbe – kurz nach der Rauchschwalbe – bei uns ein. Zu brüten beginnt sie aber erst im Juni. Im Herbst verlässt sie uns vor der Rauchschwalbe wieder. Die Brutpaare sind standorttreu und suchen jedes Jahr ihr altes Nest wieder auf.

Tipps zum Fernglaskauf

Aktiv werden

Was kann ich tun?

Mehlschwalben freuen sich auch über Kunstnester. Wenn nicht genug Lehmpfützen oder geeignete Außenwände für den Nestbau vorhanden sind, können Sie ihnen so eine Brutmöglichkeit anbieten. Um Haus und Hof vor Verschmutzung zu schützen, hat sich das Anbringen von Kotbrettchen unter dem Nest als sinnvoll erwiesen. Sie schützen Nest und Küken zusätzlich vor dem Absturz.

Das macht der NABU

Mehlschwalbe im Flug

Sympathische Sommerbotin im Rampenlicht

Der Vogel des Jahres 2027

Die Mehlschwalbe ist gefährdet: Ihr Bestand geht stetig zurück. Moderne Architektur macht es Schwalben oft unmöglich, ihre Nester zu bauen.

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