
Chlidonias niger
Trauerseeschwalbe
Im Sommerhalbjahr präsentiert sich die Trauerseeschwalbe im dunklen Gewand, wodurch wir sie gut erkennen können. Im Winter wird das schon etwas kniffliger. Wie alle Sumpfseeschwalben fliegt sie eher träge und gaukelnd über der Wasseroberfläche, zeigt aber auch den Rüttelflug. Leider wird sie bei uns immer seltener.
Vorkommen in Deutschland
Gefährdungsgrad
Gefährdet
- Nicht gefährdet
- Extrem selten
- Vorwarnliste
- Gefährdet
- Stark gefährdet
- vom Aussterben bedroht
- Ausgestorben
Bestandszahl
700 - 950 Brutpaare
Bestandstrend
- 20 % (stabil)
Steckbrief
Beobachten
von Ende April bis September zu beobachten
Größe
22-26 cm groß, Flügelspannweite 56-62 cm
Besonderheit
oft im Rüttelflug über der Wasseroberfläche
Reise
Langstreckenzieher, überwintert in Afrika
Funfact
Sie baut ihre Nester als winzige, schwimmende Flöße aus Pflanzenteilen direkt auf dem Wasser (z. B. auf Seerosenblättern).
Beschreibung
Aussehen
Im Prachtkleid ist die Trauerseeschwalbe an Kopf und Brust schwarz, am Rücken grau gefärbt. Die Beine sind dunkel, die langen Schwanzspieße dunkelgrau. Die Schwanzunterseite ist weiß. Im Schlichtkleid sind die Unterseite, Brust und Kopf weiß, der Rücken hellgrau. Sie trägt dann einen dunklen Schulterfleck und eine schwarze Kappe.
Verhalten
Trauerseeschwalben leben und brüten in Kolonien. Sie bauen ihr Nest etwas unordentlich auf Schwimmblättern auf dem Wasser. Auf Nahrungssuche fliegen sie dicht über das Wasser und picken im Rüttelflug ihre Beute von der Wasseroberfläche oder schnappen sie im Flug.

Lebensraum
Sie bevorzugt stehende Süßgewässer im Binnenland, Sümpfe und Feuchtgebiete mit viel Schwimmblatt- und Wasserpflanzenvegetation. Bei uns trifft man sie auch nah der Nord- und Ostseeküste an.
Gefährdung
Laut der aktuellen Roten Liste der Brutvögel Deutschlands 2020 konnte die Trauerseeschwalbe ihre Bestände erholen und gilt aktuell als gefährdet.
Nahrung
Zur Nahrung gehören Libellen, aber auch andere Insekten, kleine Fische und Amphibien.
Stimme/Laute
Rau und kreischend rufen sie „kitt“ oder „krihk“. Auch ein energisches „ki-ki-ki“ ist als Warnruf zu vernehmen.
Zugverhalten
Die Zugvögel brechen im Herbst auf in ihr Winterquartier nach Westafrika, im Frühling kehren sie in ihr Brutrevier zurück. Bei uns sind dann auch gehäuft Duchzügler zu sehen.
Beobachtungstipps
In rund 60 NABU-Naturschutzzentren in ganz Deutschland können Sie die Natur hautnah erleben. Erleben Sie bei einem Ausflug ins Grüne seltene Vogel- und andere Tierarten und treffen Sie Menschen, die sich für diese Oasen engagieren. Häufig werden auch Exkursionen und andere Veranstaltungen angeboten. Wir freuen uns über Ihren Besuch!
Aktiv werden
Was kann ich tun?
Die natürlichen Brutbedingungen werden durch den Menschen und seinen Eingriff in die Natur für die Trauerseeschwalbe immer schlechter. Um sie zu unterstützen, werden von Naturschutzorganisationen vielerorts Nistflöße ausgebracht, auf denen der Vogel sein Nest bauen kann.








