Flussseeschwalbe im Flug.
Flussseeschwalbe© Foto: Mathias Schäf

Sterna hirundo

Flussseeschwalbe

Die Flussseeschwalbe ist bei uns ein Brutvogel an der Küste und im nordöstlichen Binnenland. Aber auch im südlichen Bayern ist sie im Sommer an Flussniederungen und Seen anzutreffen. Wie alle Seeschwalben ist sie ein geschickter und wendiger Flieger, der seine Fische mit schnellem Eintauchen aus dem Flug heraus fängt. Fluss- und Küstenseeschwalben sind auch für erfahrene Ornitholog*innen manchmal schwer auseinanderzuhalten.

Vorkommen in Deutschland

Gefährdungs­grad

Stark gefährdet

  • Nicht gefährdet
  • Extrem selten
  • Vorwarnliste
  • Gefährdet
  • Stark gefährdet
  • vom Aussterben bedroht
  • Ausgestorben

Bestands­zahl

7.500 – 9.000 Brutpaare

Bestands­trend

- 16 % (stabil)

Steckbrief

Beobachten

von April bis Oktober zu beobachten

Größe

34-37 cm groß, Flügelspannweite 70-80 cm

Besonderheit

rüttelt und fängt stoßtauchend Fische

Reise

Langstreckenzieher, überwintert in Süd- und Westafrika

Funfact

Die Bezeichnung haben sie wohl wegen des gegabelten Schwanzes und des eleganten Flugstils. Sie sind aber mit den Möwen verwandt.

Die Flussseeschwalbe ist ein eleganter Flieger.© Foto: Mathias Schäf

Beschreibung

Aussehen

Flussseeschwalben haben einen weiß-grauen Körper mit hellgrauem Rücken und Flügeln. Der Kopf ist im Prachtkleid mit einer schwarzen Kappe verziert. Der Schnabel ist im Sommer orangerot mit schwarzer Spitze. Im Flug erkennt man den weißen Bauch und die hellen inneren Schwungfedern, die sich vom dunkelgrauen Flügelrand abheben.

Flussseeschwalben fischen ihre Beute oft durch Stoßtauchen aus dem Wasser.© Foto: Mathias Schäf

Verhalten

Man trifft sie in großen, lauten Kolonien an, die gemeinsam ihre Nester gegen Fressfeinde verteidigen. Wie alle Seeschwalben ist auch sie ein eleganter Flieger, der seine Beute vor allem durch Stoßtauchen aus dem Wasser fischt. Auf der Nahrungssuche legt sie zuweilen weite Strecken zurück.

Lebensraum

Die Flusseschwalbe bevorzugt Küsten und Flussniederungen sowie größere Seen. Man trifft sie an der Küste und im Binnenland an. Klare und fischreiche Gewässer mit Kiesstränden und Inseln sagen der Seeschwalbe besonders zu.

Gefährdung

Flussseeschwalben gelten als stark gefährdet.

Nahrung

Auf dem Speiseplan der Flussseeschwalbe stehen kleine Fische, Krebse und Insekten.

Stimme/Laute

Das häufigste Geräusch ist ein schrilles „kriierrr“ oder zur Warnung ein scharfes „tschip“. In Kolonien hört man sie laut und beständig kurze scharfe Laute wie „kit“ oder ein käckerndes „kt-kt-kt“ von sich geben.

Zugverhalten

Im Herbst brechen Flussseschwalben auf in ihr Winterquartier in West- und Südafrika. Vögel aus nordöstlichen Brutgebieten ziehen dann häufig bei uns durch.

Beobachtungstipps

Flussseeschwalben können Sie vor allem an größeren klaren Gewässern mit Kiesstränden und Inseln häufig beobachten. Dort finden sie die besten Voraussetzungen für eine erfolgreiche Brut. Mittlerweile ist die Flussseeschwalbe vor allem an den Küsten anzutreffen, da dort die Lebensbedingungen für sie am günstigsten sind.

Tipps für die Anschaffung von Ferngläsern und Spektiven

Aktiv werden

Was kann ich tun?

Halten Sie unbedingt Abstand zu den Brutkolonien. Die Flussseeschwalben verlassen bei Störungen oft ihre Eier und Jungvögel.

Das macht der NABU

Flussseeschwalbe im Flug von vorne fotografiert.

Gülper See

Rettungsinsel für die Flussseeschwalbe

Für die stark gefährdeten Flussseeschwalben spendeten der NABU und die NABU-Stiftung eine künstliche Brutinsel. Auf dieser können die imposanten Jäger erfolgreich Nachwuchs großziehen.

NABU spendet Brutinsel für gefährdete Vogelart
Vogelporträt: Flussseeschwalbe - NABU