
Carduelis carduelis
Stieglitz
Man kennt ihn auch unter dem Namen „Distelfink“ und das nicht zu Unrecht: Sein spitzer, elfenbeinfarbener Schnabel eignet sich hervorragend, um an die Samen von Disteln, Kletten und Karden zu gelangen. Oft ist er in größeren Trupps unterwegs und sucht auf Brachen oder am Feldrand nach Sämereien. Fliegt er umher, staunt man über ein leuchtend gelbes Flügelfeld. Auffällig ist auch der wellenförmige, fast hüpfende Flug des Stieglitzes.
Ruf
Aufgenommen von Lars Lachmann
Gesang
Aufgenommen von L
Vorkommen in Deutschland
Gefährdungsgrad
Nicht gefährdet
- Nicht gefährdet
- Extrem selten
- Vorwarnliste
- Gefährdet
- Stark gefährdet
- vom Aussterben bedroht
- Ausgestorben
Bestandszahl
550.0000 - 820.000 Brutpaare
Bestandstrend
+ 82 % (zunehmend)
Steckbrief
Beobachten
ganzjährig zu beobachten
Größe
12-13,5 cm groß
Besonderheit
leuchtend rotes Gesicht
Reise
Standvogel und Kurzstreckenzieher
Funfact
Einer Sage nach hat der Stieglitz, um den Schmerz zu lindern, einen Dorn aus der Haut Jesu Christi gezogen und kam durch das heilige Blut an seine rote Gesichtsmaske.
Beschreibung
Aussehen
Mit seinem roten Gesicht und seinem gelben Flügelstreif ist der Stieglitz unverkennbar. Der restliche Flügel und der Schwanz sind schwarz gefärbt, der Rücken ist überwiegend beigebraun und der Bauch hell mit einem unterbrochenen, braunen Brustband. Männchen und Weibchen sind beim Stieglitz gleich gefärbt, Jungvögeln fehlt die rote Gesichtsmaske.
Verhalten
Außerhalb der Brutzeit halten sich die bunten Vögel gerne in größeren Trupps auf. Sie landen in mittelhohen Pflanzen und ernten dort reife Blütenstände. Man wird besonders durch ihren fröhlichen Gesang und den wellenförmigen Flug auf sie aufmerksam. Ihre gut versteckten Nester in Gehölzen bauen Stieglitze aus Zweigen, Gräsern und Spinnweben.
Lebensraum
Gefährdung
Stieglitze sind nicht gefährdet.
Nahrung
Stieglitze sind fast reine Vegetarier, Insekten sind vor allem außerhalb der Jungenaufzucht uninteressant für die Vögel. Am liebsten fressen sie die Samen von Stauden, aber auch von Bäumen wie Erlen oder Birken.
Stimme/Laute
Seinen Namen verdankt der Vogel seiner Stimme. Vor allem im Flug ruft er munter „ti-ke-lit“, sein Gesang ist recht leise und besteht aus zwitschernden und trillernden Elementen.
Zugverhalten
Sie überwintern in Mittel-, West- und Südeuropa und sind damit in Deutschland Standvögel oder Kurzstreckenzieher.
Beobachtungstipps
Beim Stieglitz empfiehlt es sich besonders, auf den Ruf zu achten – dann ist er recht leicht zu entdecken. In halboffenen Lebensräumen sollte man artenreiche Feldsäume und Hecken im Blick haben. Im Winter hilft es, wenn man in Parks oder Gärten auf Birken oder Erlen achtet.
Aktiv werden
Was kann ich tun?
Der Kauf von regionalen Produkten, die nicht aus intensiver Landwirtschaft kommen, ist wichtig für den Stieglitz, denn so können Hecken, blütenreiche Ackerränder und Streuobstwiesen unterstützt werden. Auch im eigenen Garten kann jeder etwas tun: heimische Gehölze und samenreichen Stauden pflanzen.











