Adulter Stieglitz
Vogel des Jahres 2016
Adulter Stieglitz© Foto: Oscar Klose

Carduelis carduelis

Stieglitz

Man kennt ihn auch unter dem Namen „Distelfink“ und das nicht zu Unrecht: Sein spitzer, elfenbeinfarbener Schnabel eignet sich hervorragend, um an die Samen von Disteln, Kletten und Karden zu gelangen. Oft ist er in größeren Trupps unterwegs und sucht auf Brachen oder am Feldrand nach Sämereien. Fliegt er umher, staunt man über ein leuchtend gelbes Flügelfeld. Auffällig ist auch der wellenförmige, fast hüpfende Flug des Stieglitzes.

Ruf

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Gesang

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Vorkommen in Deutschland

Gefährdungs­grad

Der Gefährdungsgrad ist der Roten Liste der Brutvögel in Deutschland 2020 entnommen.

Nicht gefährdet

  • Nicht gefährdet
  • Extrem selten
  • Vorwarnliste
  • Gefährdet
  • Stark gefährdet
  • vom Aussterben bedroht
  • Ausgestorben

Bestands­zahl

Die Bestandszahl stammt aus "Gerlach et. Al (2025): Vögel in Deutschland - Bestandssituation 2025. DDA, BfN, LAG VSW, Münster."

550.0000 - 820.000 Brutpaare

Bestands­trend

Der Bestandstrend stammt aus "Gerlach et. Al (2025): Vögel in Deutschland - Bestandssituation 2025. DDA, BfN, LAG VSW, Münster."

+ 82 % (zunehmend)

Steckbrief

Beobachten

ganzjährig zu beobachten

Größe

12-13,5 cm groß

Besonderheit

leuchtend rotes Gesicht

Reise

Standvogel und Kurzstreckenzieher

Funfact

Einer Sage nach hat der Stieglitz, um den Schmerz zu lindern, einen Dorn aus der Haut Jesu Christi gezogen und kam durch das heilige Blut an seine rote Gesichtsmaske.

Stieglitze sehen das ganze Jahr so aus, als trügen sie ein Prachtkleid© Foto: Mathias Schäf

Beschreibung

Aussehen

Mit seinem roten Gesicht und seinem gelben Flügelstreif ist der Stieglitz unverkennbar. Der restliche Flügel und der Schwanz sind schwarz gefärbt, der Rücken ist überwiegend beigebraun und der Bauch hell mit einem unterbrochenen, braunen Brustband. Männchen und Weibchen sind beim Stieglitz gleich gefärbt, Jungvögeln fehlt die rote Gesichtsmaske.

Verhalten

Außerhalb der Brutzeit halten sich die bunten Vögel gerne in größeren Trupps auf. Sie landen in mittelhohen Pflanzen und ernten dort reife Blütenstände. Man wird besonders durch ihren fröhlichen Gesang und den wellenförmigen Flug auf sie aufmerksam. Ihre gut versteckten Nester in Gehölzen bauen Stieglitze aus Zweigen, Gräsern und Spinnweben.

Lebensraum

Der Stieglitz bevorzugt samenreiche Kulturlandschaft wie Feldsäume, Brachen und Obstwiesen. Auch lichte Gehölze wie Waldränder und Hecken fliegt er gerne an.

Gefährdung

Stieglitze sind nicht gefährdet.

Nahrung

Stieglitze sind fast reine Vegetarier, Insekten sind vor allem außerhalb der Jungenaufzucht uninteressant für die Vögel. Am liebsten fressen sie die Samen von Stauden, aber auch von Bäumen wie Erlen oder Birken.

Stimme/Laute

Seinen Namen verdankt der Vogel seiner Stimme. Vor allem im Flug ruft er munter „ti-ke-lit“, sein Gesang ist recht leise und besteht aus zwitschernden und trillernden Elementen.

Zugverhalten

Sie überwintern in Mittel-, West- und Südeuropa und sind damit in Deutschland Standvögel oder Kurzstreckenzieher.

Beobachtungstipps

Beim Stieglitz empfiehlt es sich besonders, auf den Ruf zu achten – dann ist er recht leicht zu entdecken. In halboffenen Lebensräumen sollte man artenreiche Feldsäume und Hecken im Blick haben. Im Winter hilft es, wenn man  in Parks oder Gärten auf Birken oder Erlen achtet. 

Tipps zum Fernglaskauf

Aktiv werden

Was kann ich tun?

Der Kauf von regionalen Produkten, die nicht aus intensiver Landwirtschaft kommen, ist wichtig für den Stieglitz, denn so können Hecken, blütenreiche Ackerränder und Streuobstwiesen unterstützt werden. Auch im eigenen Garten kann jeder etwas tun: heimische Gehölze und samenreichen Stauden pflanzen.

Der vogelfreundliche Garten

Das macht der NABU

Stieglitz

Schutz für den Vogel des Jahres 2016

So vielfältig schützen wir den Stieglitz

Wir engagieren uns in verschiedenen Projekten für den Stieglitz, von Empfehlungen für naturnahe Gärten bis hin zum Vogelschutz auf EU-Ebene.

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