Sommergoldhähnchen sitzt auf einem Ast.
Sommergoldhähnchen auf einem Ast© Foto: C. Moning

Regulus ignicapilla

Sommergoldhähnchen

Sommergoldhähnchen sehen den winzigen Wintergoldhähnchen auf den ersten Blick unglaublich ähnlich. Bei genauem Hinsehen erkennt man aber die unterschiedliche Gesichtszeichnung. Sommergoldhähnchen sind nur im Sommer bei uns zu sehen. Den Winter verbringen sie meist lieber in etwas wärmeren Gefilden. Da sie nicht auf Nadelbäume angewiesen sind, sieht man sie dann auch häufiger in Parks und Laubwäldern.

Vorkommen in Deutschland

Gefährdungs­grad

Der Gefährdungsgrad ist der Roten Liste der Brutvögel in Deutschland 2020 entnommen.

Nicht gefährdet

  • Nicht gefährdet
  • Extrem selten
  • Vorwarnliste
  • Gefährdet
  • Stark gefährdet
  • vom Aussterben bedroht
  • Ausgestorben

Bestands­zahl

Die Bestandszahl stammt aus "Gerlach et. Al (2025): Vögel in Deutschland - Bestandssituation 2025. DDA, BfN, LAG VSW, Münster."

1.450.000 - 2.100.000 Brutpaare

Bestands­trend

Der Bestandstrend stammt aus "Gerlach et. Al (2025): Vögel in Deutschland - Bestandssituation 2025. DDA, BfN, LAG VSW, Münster."

+ 2 % (stabil)

Steckbrief

Beobachten

vor allem von März bis September zu beobachten

Größe

9-10 cm groß

Besonderheit

stets ins Aktion, gerne in Baumkronen unterwegs

Reise

Kurzstreckenzieher und Standvogel

Funfact

Dank des markanten Kopfmusters hat das winzige Sommergoldhähnchen einen sehr grimmigen Gesichtsausdruck.

Männliche Sommergoldhähnchen stellen ihr Bürzel bei Aufregung auf© Foto: NABU/CEWE/Thomas Hinsche

Beschreibung

Aussehen

Das Sommergoldhähnchen hat eine gelbgrüne Ober- und weißliche Unterseite. Auf dem Kopf sieht man den markanten Scheitelstreif, der beim Weibchen gelb, beim Männchen orange leuchtet. Schwarze an der Stirn zusammenlaufende Längsstreifen rahmen ihn ein. Es hat einen weißen Überaugenstreif und einen schwarzen Augenstreif.

Nicht zu verwechseln mit:

Wintergoldhähnchen

Regulus regulus

Wintergoldhähnchen

Das winzige Wintergoldhähnchen ist in unseren Nadel- und Mischwäldern beheimatet. Mit fünf bis sechs Gramm sind sie die leichtesten Vögel Europas.

Jetzt lesen

Verhalten

Sommergoldhähnchen sind emsig auf Nahrungssuche. Sie picken ihre Beute bevorzugt von Rinde und Blättern von Bäumen und Sträuchern. Ihr Nest bauen sie als hängenden kugelförmigen Napf im Geäst. Am Nestbau sind beide Elterntiere beteiligt. Auch die Jungtiere werden von beiden gefüttert. Sommergoldhähnchen sind gern in höheren Baumschichten unterwegs.

Sie sind extrem emsig und ununterbrochen auf der Nahrungssuche in Baumkronen oder dichten Sträuchern

Lebensraum

Man trifft sie in Laub- und Mischwäldern an, wo sie viel in den Baumkronen, aber auch in niedrigeren Büschen und Sträuchern unterwegs sind. In Parks und Gärten sieht man sie häufiger als Wintergoldhähnchen, da sie weniger an Nadelbäume gebunden sind.

Gefährdung

Sie sind nicht gefährdet.

Nahrung

Zur Nahrung des Sommergoldhähnchens gehören Insekten, deren Larven und Spinnen.

Stimme/Laute

Der Gesang des Sommergoldhähnchens klingt ähnlich dem des Wintergoldhähnchens. Das feine, hohe „zizizizizii“ ist jedoch etwas monotoner.

Zugverhalten

Sommergoldhähnchen ziehen im Winter nach Südwesten und kehren im Frühjahr zurück ins Brutgebiet. Zur Zugzeit ziehen Vögel aus anderen Regionen auch bei uns durch.

Beobachtungstipps

Sommergoldhähnchen sieht man zwar nur zur warmen Jahreszeit, dafür können Sie die winzigen putzigen Vögel auch in Laubwäldern und Gärten öfter beobachten.

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Weitere Sperlingsvögel

Vogelporträt: Sommergoldhähnchen - NABU