Wintergoldhähnchen auf einem Ast.
Wintergoldhähnchen auf einem Ast© Foto: Mathias Schäf

Regulus regulus

Wintergoldhähnchen

Das winzige Wintergoldhähnchen ist in unseren Nadel- und Mischwäldern beheimatet. Im Winter ist es einfacher zu sehen als im Sommer, da viele die Jahreszeit als Gäste bei uns verbringen. Durch die großen Knopfaugen und den schwarzen Zügelstreif besitzt der Vogel einen sehr possierlichen Gesichtsausdruck. Kaum vorstellbar, aber Wintergoldhähnchen sind sogar noch kleiner als Zaunkönige. Mit gerade einmal fünf bis sechs Gramm sind sie die kleinsten und leichtesten Vögel Europas.

Vorkommen in Deutschland

Gefährdungs­grad

Der Gefährdungsgrad ist der Roten Liste der Brutvögel in Deutschland 2020 entnommen.

Nicht gefährdet

  • Nicht gefährdet
  • Extrem selten
  • Vorwarnliste
  • Gefährdet
  • Stark gefährdet
  • vom Aussterben bedroht
  • Ausgestorben

Bestands­zahl

Die Bestandszahl stammt aus „Vögel in Deutschland“ 2019 (Datenquelle: DDA/BfN/LAG VSW).

910.000 - 1.350.000 Brutpaare

Bestands­trend

Der Bestandstrend (Langzeittrend 36 Jahre) stammt aus dem Nationalen Vogelschutzbericht 2019 (Datenquelle DDA/BfN).

- 23 % (stabil)

Steckbrief

Beobachten

ganzjährig zu beobachten

Größe

8-9 cm groß

Besonderheit

rastlos hüpfend in den Baumkronen unterwegs

Funfact

Die winzigen Weibchen können bis zu zwölf Eier legen. Das Gelege kann dann bis zu anderthalbmal so viel wiegen wie der Vogel.

Männliche Wintergoldhähnchen haben orangene Scheitelfedern, die jedoch von häufig von gelben verdeckt werden© Foto: Frank Derer

Beschreibung

Aussehen

Wintergoldhähnchen sind an der Oberseite olivgrün, an der Unterseite schmutzig weiß. Auffallend ist der Scheitel, der bei Männchen orange, bei Weibchen gelb gefärbt ist. Er wird von schwarzen Längsstreifen eingerahmt. Die schwarzen großen Augen sind von hellen Federn umgeben. Sie haben weder Augen- noch Überaugenstreif wie das Sommergoldhähnchen.

Nicht zu verwechseln mit:

Sommergoldhähnchen sitzt auf einem Ast.

Regulus ignicapilla

Sommergoldhähnchen

Sommergoldhähnchen sehen den winzigen Wintergoldhähnchen auf den ersten Blick unglaublich ähnlich. Sie sind aber nur im Sommer bei uns zu sehen.

Jetzt lesen

Verhalten

Die kleinen Vögel sind tagsüber vor allem damit beschäftigt, ausreichend Nahrung zu finden. Sie klettern oft auf der Astunterseite herum und sammeln Insekten von der Unterseite der Blätter und Nadeln. Ihr Nest fertigen sie kunstvoll als hängenden kugelförmigen Napf in dichtem Nadelbaumgeäst. Wintergoldhähnchen brüten zweimal im Jahr.

Lebensraum

Man trifft sie in Nadel- und Mischwäldern an. Zur Brutzeit bevorzugen sie meist Fichtenwälder. Im Winter sind sie auch in offeneren Landschaften, Parks und Gärten häufiger unterwegs.

Gefährdung

Sie sind nicht gefährdet.

Nahrung

Zur Nahrung gehören Insekten, vor allem Springschwänze, und Spinnen.

Stimme/Laute

Das hohe, schrille „sri-sri-sri“ wird drei- bis viermal wiederholt und ist am häufigsten zu hören. Weiterhin machen Wintergoldhähnchen mit einem feinen, wispernden Gesang auf sich aufmerksam, der zyklisch wiederholt wird und oft mit einem Triller endet.

Zugverhalten

Wintergoldhähnchen bleiben überwiegend das ganze Jahr über bei uns. Vögel aus dem Nordosten überwintern bei uns vor allem im Norden.

Beobachtungstipps

Man findet Wintergoldhähnchen häufig in Fichtenbeständen, wo sie besonders gerne ihre Nahrung suchen und Nester bauen. Im Winter trifft man sie aber auch in unseren Gärten an. Sie sind nicht scheu, aber so winzig, dass man sie schnell übersehen kann.

Aktiv werden

Was kann ich tun?

Am winterlichen Futterhaus freuen sich Wintergoldhähnchen vor allem über Talg und kleine getrocknete Insekten. Umso geschützter es steht, desto eher trauen sie sich heran. Verkleidet man ihr Futterhaus mit ein paar Fichtenzweigen, fühlen sich die Vögel noch wohler.

Tipps zur Vogelfütterung

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Vogelporträt: Wintergoldhähnchen - NABU