Seeadler beim Fischfang
Seeadler beim Fischfang© Foto: NABU/Klemens Karkow

Haliaeetus albicilla

Seeadler

Dieser riesige Greifvogel war, wie viele Adlerarten, im letzten Jahrhundert lange vom Aussterben bedroht. Heute kommt er hauptsächlich in den nördlichen Bundesländern vor und brütet in der Nähe von Küsten oder an Seen. Im Flug machen ihn seine brettartige Silhouette, der vergleichsweise kurze Schwanz und der lange Hals unverwechselbar, wenn er hoch am Himmel kreist.

Vorkommen in Deutschland

Gefährdungs­grad

Der Gefährdungsgrad ist der Roten Liste der Brutvögel in Deutschland 2020 entnommen.

Nicht gefährdet

  • Nicht gefährdet
  • Extrem selten
  • Vorwarnliste
  • Gefährdet
  • Stark gefährdet
  • vom Aussterben bedroht
  • Ausgestorben

Bestands­zahl

Die Bestandszahl stammt aus "Gerlach et. Al (2025): Vögel in Deutschland - Bestandssituation 2025. DDA, BfN, LAG VSW, Münster."

1.100 Brutpaare

Bestands­trend

Der Bestandstrend stammt aus "Gerlach et. Al (2025): Vögel in Deutschland - Bestandssituation 2025. DDA, BfN, LAG VSW, Münster."

+ 993 % (zunehmend)

Steckbrief

Beobachten

ganzjährig zu beobachten

Größe

76-92 cm groß, Flügelspannweite 180-240 cm

Besonderheit

unverwechselbare Silhouette im Flug

Reise

Standvogel und Kurzstreckenzieher

Funfact

Der Horst eines Seeadlers kann einen Durchmesser von bis zu zwei Metern erreichen.

Beschreibung

Aussehen

Ein adulter Seeadler hat eine dunkelbraune Grundfarbe. Der Kopf ist etwas heller, und seinen Mantel könnte man als schmutzig geschuppt bezeichnen. Im Flug ist er unverwechselbar: breite, stark gefingerte Flügel, ein leuchtend weißer Schwanz und ein lang nach vorne gestreckter Hals und Kopf.

Verhalten

Die Tiere verbringen ihr Leben meist in einer Dauerehe mit einem Partner. Die riesigen Horste aus dem Vorjahr nutzen sie gerne zur zeitigen Brut im Frühjahr wieder. Dabei bebrüten meist die Weibchen die ein bis drei Eier, während die Männchen sie mit Nahrung versorgen.

Seeadler leben in einer lebenslangen Dauerehe und bleiben ihrem Partner treu© Foto: Kathy Büscher, NABU Rinteln

Lebensraum

Am häufigsten kann man den Seeadler bei uns in Norddeutschland antreffen. In Wäldern mit alten, stabilen Bäumen oder an Klippen baut er seine gewaltigen Horste. Zur Nahrungssuche benötigt er Küsten, große Seen oder Flüsse in der Nähe.

Gefährdung

Der Seeadler gilt in Deutschland aufgrund intensiver Schutzmaßnahmen als nicht gefährdet.

Nahrung

Vorzgsweise erbeutet er Fische, die sich nah an der Wasseroberfläche aufhalten. Darüber hinaus zählen aber auch Säugetiere, Vögel und Aas zu seinen Hauptnahrungsquellen. Obwohl er in erster Linie kranke oder schwache Tiere erbeutet, kann dieses Kraftpaket Fische bis zu einem Gewicht von fünf Kilogramm und Vögel bis Graugansgröße überwältigen.

Stimme/Laute

Während der Brutzeit kann man in Nestnähe vom Männchen ein hohes „krick-krick-krick“ vernehmen, wohingegen das Weibchen ein etwas tieferes „rack-rack-rack-rack“ von sich gibt.

Zugverhalten

Bei uns zählt er zu den Standvögeln und verbringt auch den Winter in Deutschland.

Beobachtungstipps

Den scheuen Seeadler erkennt man an seiner charakteristischen Flugsilhouette, wenn er hoch oben am Himmel kreist.

Tipps zum Fernglaskauf

Aktiv werden

Was kann ich tun?

Seeadler brüten von Januar bis Juli, in diesem Zeitraum ist es besonders wichtig Abstand zu den Brutplätzen zu halten. Jede Störung kann dazu führen, dass die Eltern das Nest und die Eier dauerhaft verlassen.

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