
Aquila chrysaetos
Steinadler
Den majestätischen Steinadler findet man in Deutschland ausschließlich im Alpenraum. Er zählt bei uns zu den mächtigsten Greifvögeln und besitzt eine Flügelspannweite von bis zu 230 Zentimetern. Wie fast alle Greifvogelarten wurde auch der Steinadler bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts in Europa massiv bejagt und seine Population somit stark zurückgedrängt. Heute leben etwa 50 Brutpaare streng geschützt im deutschen Alpengebiet.
Vorkommen in Deutschland
Gefährdungsgrad
Extrem selten
- Nicht gefährdet
- Extrem selten
- Vorwarnliste
- Gefährdet
- Stark gefährdet
- vom Aussterben bedroht
- Ausgestorben
Bestandszahl
44 - 46 Brutpaare
Bestandstrend
+ 1 % (stabil)
Steckbrief
Beobachten
ganzjährig zu beobachten
Größe
79-95 cm groß
Besonderheit
gleitet oft in der Nähe von Felswänden durch die Luft
Reise
Stand- und Strichvogel
Funfact
Er hat wirklich Adleraugen, denn seine Beute kann er aus bis zu einem Kilometer Entfernung erkennen.
Beschreibung
Aussehen
Adulte Steinadler haben einen kräftigen und kompakten Körperbau. Neben ihrer dunkelbraunen Grundfärbung haben sie, je nach Alter variierend, hellere Flecken auf den Flügeln und einen rötlich braunen bis goldgelben Nacken. Adlertypisch gefingerte Flügel und ein längerer, gerade abgeschnittener Schwanz mit dunkler Endbinde sind typisch für den Steinadler.
Verhalten
Auf der Suche nach Beute fliegt der Steinadler geschickt in der Deckung von Felswänden. Wenn er seine Beute erspäht hat, unternimmt er einen Überraschungsangriff, von denen etwa jeder siebte erfolgreich ist. Mit bogenförmigen Balzflügen markiert das Männchen ab Februar das Revier. Die Brut beginnt zeitig im Frühjahr, ab Ende März werden ein bis drei Eier gelegt.
Lebensraum
Im alpinen Hochgebirge befindet sich das größte Vorkommen an Steinadlern in Mitteleuropa. Dort brüten sie in Nestern in alten Bäumen oder an Felswänden, die gerne erneut benutzt werden.
Gefährdung
In Deutschland ist der Steinadler eine Art mit geografischer Restriktion und nur noch im Alpenraum vorzufinden. Gerade anthropogene Einflüsse wie Gleitschirmflieger*innen oder Hubschrauber in Nestnähe können die Brut extrem stören.
Nahrung
Die Nahrung des Steinadlers besteht hauptsächlich aus mittelgroßen Säugetieren, anderen Vögeln oder Aas. Gejagt werden unter anderem Murmeltiere, Steinbock- und Rehkitze, Hasen, Hühnervögel und Kaninchen. Dabei kann das Gewicht der Beute auch das eigene Körpergewicht des geschickten Jägers übersteigen.
Stimme/Laute
Der Steinadler ist wenig ruffreudig. Im Flug gibt er von Zeit zu Zeit ein dünnes Pfeifen von sich.
Zugverhalten
Er bleibt das ganze Jahr über in den Alpen.
Beobachtungstipps
Geführte Wanderungen in das Reich der Steinadler werden zum Beispiel in den Allgäuer Alpen vom NABU-Partner, dem Landesbund für Vogelschutz, angeboten:
Aktiv werden
Was kann ich tun?
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