Goldammer auf einem Ast.
Vogel des Jahres 1999
Goldammer auf einem Ast© Foto: Mathias Schäf

Emberiza citrinella

Goldammer

Das „citrinella“ in ihrem wissenschaftlichen Namen bedeutet „zitronengelb“, und das nicht zu Unrecht: Im Prachtkleid haben die Männchen einen leuchtend gelben Kopf und eine gelbe Unterseite. Mit diesem hübschen Federkleid und ihrem Gesang versuchen die Männchen, bei ihren Damen zu landen. Angelockten Weibchen werden anschließend gelegentlich Grashalme geschenkt.

Ruf

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Gesang

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Vorkommen in Deutschland

Gefährdungs­grad

Der Gefährdungsgrad ist der Roten Liste der Brutvögel in Deutschland 2020 entnommen.

Nicht gefährdet

  • Nicht gefährdet
  • Extrem selten
  • Vorwarnliste
  • Gefährdet
  • Stark gefährdet
  • vom Aussterben bedroht
  • Ausgestorben

Bestands­zahl

Die Bestandszahl stammt aus "Gerlach et. Al (2025): Vögel in Deutschland - Bestandssituation 2025. DDA, BfN, LAG VSW, Münster."

1.050.000 – 1.600.000 Brutpaare

Bestands­trend

Der Bestandstrend stammt aus "Gerlach et. Al (2025): Vögel in Deutschland - Bestandssituation 2025. DDA, BfN, LAG VSW, Münster."

- 28 % (stabil)

Steckbrief

Beobachten

ganzjährig zu beobachten

Größe

15,5-17 cm groß

Besonderheit

leuchtend gelbe Männchen

Reise

Standvogel, Kurzstreckenzieher

Funfact

Merksprüche für Vogelgesänge sind meistens etwas albern, helfen aber garantiert. Bei der Goldammer hört man mit etwas Fantasie ein „wie-wie-wie hab ich die liiiieb“.

Die gelbe Farbe macht die Goldammer zu einem sehr auffälligen Vogel© Foto: Mathias Schäf

Beschreibung

Aussehen

Die Männchen sind mit ihrem gelben Kopf und der gelben Unterseite ein echter Hingucker. Die Färbung ist vor allem kurz vor und in der Brutzeit besonders ausgeprägt, sonst ähneln die Männchen den blasseren braun-gelben Weibchen. Beide Geschlechter besitzen einen rotbraunen Bürzel.

Nicht zu verwechseln mit:

Girlitz auf einer Metallleine.

Serinus serinus

Girlitz

Der Girlitz ist der kleinste europäische Fink und ein unermüdlicher Sänger. Der quirlige Verwandte des Kanarienvogel bringt Leben in Gärten und Parks.

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Spinus spinus

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Verhalten

Vor allem im Winter sind die Goldammern gerne in größeren Trupps unterwegs und suchen auf Äckern oder in Gärten nach Nahrung. Im Frühling bauen sie ihr Nest aus trockenen Grashalmen und Blättern. Es befindet sich gut versteckt am Boden oder niedrig in Büschen.

Lebensraum

Die Goldammer besiedelt offene und halboffene Lebensräume wie Feldränder, Heiden, Waldlichtungen, Obstwiesen, Weinberge oder Küsten mit einzelnen Sträuchern.

Gefährdung

Goldammern standen in Deutschland auf der Vorwarnliste (Rote Liste Deutschland, 2016). Mittlerweile haben sich die Bestände aber erholt und die Goldammern gelten nicht mehr als gefährdet (Rote Liste der Brutvögel, 2020). 

Nahrung

Sie ernähren sich vor allem von Samen, die sie am Boden suchen. In der Brutzeit stehen aber auch Insekten und Spinnen auf dem Speiseplan der Goldammern.

Stimme/Laute

Der Gesang ist eine schnelle Abfolge kurzer, hoher Töne, die in einem längeren, oft zweisilbigen Element enden: „si-si-si-si-si-si zii-düüh“. Die Goldammer hat verschiedene Rufe, zum Beispiel ein scharfes „zick“ oder ein „zürr“ beim Abflug.

Zugverhalten

Auch wenn wir das ganze Jahr über Goldammern entdecken können, sind die beobachteten Vögel nicht unbedingt dieselben wie im Sommer. Einige fliegen kurze Strecken Richtung Süden, während Vögel aus Nord- oder Osteuropa nach Deutschland kommen.

Beobachtungstipps

Hier empfehlen wir zwei Strategien: Suchen Sie Feldränder oder Obstwiesen auf und achten Sie auf den Gesang, den die gelben Männchen gerne von Zaunpfählen oder Sträuchern aus von sich geben. Oder: Gerne besuchen Goldammern Ihr Vogelfutterhaus und fressen die Samen vom Boden. Achten Sie dabei auf die Unterscheidung zu Erlenzeisig und Girlitz.

Tipps zur Vogelfütterung

Aktiv werden

Was kann ich tun?

Pflanzen Sie samenreiche Stauden und heimische Sträucher, legen Sie selbst eine Streuobstwiese an oder unterstützen Sie kleinbäuerliche Strukturen durch Ihren Kauf von regionalen und ökologischen Lebensmitteln.

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