
Emberiza citrinella
Goldammer
Das „citrinella“ in ihrem wissenschaftlichen Namen bedeutet „zitronengelb“, und das nicht zu Unrecht: Im Prachtkleid haben die Männchen einen leuchtend gelben Kopf und eine gelbe Unterseite. Mit diesem hübschen Federkleid und ihrem Gesang versuchen die Männchen, bei ihren Damen zu landen. Angelockten Weibchen werden anschließend gelegentlich Grashalme geschenkt.
Ruf
Aufgenommen von Sunny Tseng/XC1152689
Gesang
Aufgenommen von Franek Owczarek/XC1107479
Vorkommen in Deutschland
Gefährdungsgrad
Nicht gefährdet
- Nicht gefährdet
- Extrem selten
- Vorwarnliste
- Gefährdet
- Stark gefährdet
- vom Aussterben bedroht
- Ausgestorben
Bestandszahl
1.050.000 – 1.600.000 Brutpaare
Bestandstrend
- 28 % (stabil)
Steckbrief
Beobachten
ganzjährig zu beobachten
Größe
15,5-17 cm groß
Besonderheit
leuchtend gelbe Männchen
Reise
Standvogel, Kurzstreckenzieher
Funfact
Merksprüche für Vogelgesänge sind meistens etwas albern, helfen aber garantiert. Bei der Goldammer hört man mit etwas Fantasie ein „wie-wie-wie hab ich die liiiieb“.
Beschreibung
Aussehen
Die Männchen sind mit ihrem gelben Kopf und der gelben Unterseite ein echter Hingucker. Die Färbung ist vor allem kurz vor und in der Brutzeit besonders ausgeprägt, sonst ähneln die Männchen den blasseren braun-gelben Weibchen. Beide Geschlechter besitzen einen rotbraunen Bürzel.
Verhalten
Vor allem im Winter sind die Goldammern gerne in größeren Trupps unterwegs und suchen auf Äckern oder in Gärten nach Nahrung. Im Frühling bauen sie ihr Nest aus trockenen Grashalmen und Blättern. Es befindet sich gut versteckt am Boden oder niedrig in Büschen.
Lebensraum
Die Goldammer besiedelt offene und halboffene Lebensräume wie Feldränder, Heiden, Waldlichtungen, Obstwiesen, Weinberge oder Küsten mit einzelnen Sträuchern.
Gefährdung
Goldammern standen in Deutschland auf der Vorwarnliste (Rote Liste Deutschland, 2016). Mittlerweile haben sich die Bestände aber erholt und die Goldammern gelten nicht mehr als gefährdet (Rote Liste der Brutvögel, 2020).
Nahrung
Sie ernähren sich vor allem von Samen, die sie am Boden suchen. In der Brutzeit stehen aber auch Insekten und Spinnen auf dem Speiseplan der Goldammern.
Stimme/Laute
Der Gesang ist eine schnelle Abfolge kurzer, hoher Töne, die in einem längeren, oft zweisilbigen Element enden: „si-si-si-si-si-si zii-düüh“. Die Goldammer hat verschiedene Rufe, zum Beispiel ein scharfes „zick“ oder ein „zürr“ beim Abflug.
Zugverhalten
Auch wenn wir das ganze Jahr über Goldammern entdecken können, sind die beobachteten Vögel nicht unbedingt dieselben wie im Sommer. Einige fliegen kurze Strecken Richtung Süden, während Vögel aus Nord- oder Osteuropa nach Deutschland kommen.
Beobachtungstipps
Hier empfehlen wir zwei Strategien: Suchen Sie Feldränder oder Obstwiesen auf und achten Sie auf den Gesang, den die gelben Männchen gerne von Zaunpfählen oder Sträuchern aus von sich geben. Oder: Gerne besuchen Goldammern Ihr Vogelfutterhaus und fressen die Samen vom Boden. Achten Sie dabei auf die Unterscheidung zu Erlenzeisig und Girlitz.
Aktiv werden
Was kann ich tun?
Pflanzen Sie samenreiche Stauden und heimische Sträucher, legen Sie selbst eine Streuobstwiese an oder unterstützen Sie kleinbäuerliche Strukturen durch Ihren Kauf von regionalen und ökologischen Lebensmitteln.
Das macht der NABU
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