Kleiber an einem Baumstamm.
Vogel des Jahres 2006
Kleiber an einem Baumstamm© Foto: Hartmut Mletzko

Sitta europaea

Kleiber

Hoch und runter klettert der blau-orange Kleiber den Baum, kein Wunder, dass er auch Spechtmeise genannt wurde. Abwärts schafft er es sogar kopfüber, was ihm kein anderer Vogel nachmachen kann. Der kleine Singvogel ist mit seiner Färbung unverwechselbar, man kann ihn überall da entdecken, wo einige ältere Laubbäume stehen. Hier zieht der Kleiber seinen Nachwuchs groß und verklebt zum Schutz der Jungvögel sogar teilweise den Eingang seiner Nisthöhle.

Gesang

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Vorkommen in Deutschland

Gefährdungs­grad

Der Gefährdungsgrad ist der Roten Liste der Brutvögel in Deutschland 2020 entnommen.

Nicht gefährdet

  • Nicht gefährdet
  • Extrem selten
  • Vorwarnliste
  • Gefährdet
  • Stark gefährdet
  • vom Aussterben bedroht
  • Ausgestorben

Bestands­zahl

Die Bestandszahl stammt aus "Gerlach et. Al (2025): Vögel in Deutschland - Bestandssituation 2025. DDA, BfN, LAG VSW, Münster."

1.350.000 - 1.850.000 Brutpaare

Bestands­trend

Der Bestandstrend stammt aus "Gerlach et. Al (2025): Vögel in Deutschland - Bestandssituation 2025. DDA, BfN, LAG VSW, Münster."

+ 91 % (zunehmend)

Steckbrief

Beobachten

ganzjährig zu beobachten

Größe

12-14,5 cm groß

Besonderheit

schwarzer Augenstreif

Funfact

Ein „Kleiber“ ist im Mittelhochdeutschen ein Handwerker, der eine Lehmwand baut – so wie der Vogel die Eingänge der Nisthöhlen mit Lehm verkleidet.

Höhlenbrüter wie Kleiber nisten gerne in Höhlen alter Bäume© Foto: NABU/Marc Scharping

Beschreibung

Aussehen

Beim Kleiber sind beide Geschlechter nahezu gleich gefärbt, die Männchen haben etwas rotbraunere Flanken. Der meißelförmige Schnabel endet in einem schwarzen Augenstreif im sonst weißen Gesicht. Die Unterseite ist orange, die Oberseite blaugrau. Insgesamt wirkt der Kleiber sehr kompakt.

Kleiber sind sehr lebhafte Vögel© Foto: Mathias Schäf

Verhalten

Um Nüsse oder andere harte Nahrung aufzuknacken, klemmt der Kleiber sie in Baumritzen, Löcher oder Spalten ein. Mit gezielten Schnabelhieben entfernt er die ungenießbaren Bestandteile und frisst das begehrte Innere. Das Verhalten ist auch bei Spechten bekannt („Spechtschmiede“).

Lebensraum

Am wohlsten fühlt sich der kleine Stammkletterer in offenen Laub- und Mischwäldern, in Parks, großen Gärten, Alleen, auf Friedhöfen oder Obstwiesen.

Gefährdung

Kleiber sind nicht gefährdet.

Nahrung

Kleiber fressen in der warmen Jahreszeit hauptsächlich Insekten, die sie von Ästen oder Blättern sammeln. Im Herbst und Winter verspeisen sie vor allem Nüsse und Sämereien.

Stimme/Laute

Kleiber haben einige Rufe auf Lager. Am häufigsten hört man ein schnelles „twett“, oft zwei- oder dreimal. Der Gesang der Männchen ist ein trillerndes „wiüwiüwiü“.

Zugverhalten

Sie sind auch im Winter in Deutschland, bleiben jedoch dann nicht zwingend in ihrem Brutgebiet.

Beobachtungstipps

Suche einen Wald oder Park mit Laubbäumen auf und achte auf ruckartige Bewegungen im Geäst oder am Stamm. Kleiber sind sehr lebhaft und verraten sich vor allem durch ihre Stimme. Kennt man den Ruf, sollte man keine Probleme haben, den kleinen Stammkletterer zu finden.

Ferngläser zur Vogelbeobachtung

Aktiv werden

Was kann ich tun?

Dem Kleiber hilft man am meisten durch das Stehenlassen alter Laubbäume und insektenfreundliches Gärtnern. Im Winter kann man ihn außerdem durch Winterfütterung zu sich in den Garten oder auf den Balkon locken.

Alltagstipps zum Schutz des Waldes

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Stunde der Wintervögel

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