
Passer montanus
Feldsperling
Der Feldsperling ist ein kleinerer Verwandter des etwas kräftigeren Haussperlings, dem er aber bei Konkurrenz unterliegt. Daher ist er eher in den ländlicheren Raum ausgewichen. Dort wo der Haussperling fehlt, kann der Feldsperling jedoch auch in städtische Bereiche vordringen. So übernimmt er beispielsweise im Osten Asiens die Rolle des Haussperlings in den Städten.
Alarmruf
Aufgenommen von Beatrix Saadi-Varchmin/XC1133462
Vorkommen in Deutschland
Gefährdungsgrad
Vorwarnliste
- Nicht gefährdet
- Extrem selten
- Vorwarnliste
- Gefährdet
- Stark gefährdet
- vom Aussterben bedroht
- Ausgestorben
Bestandszahl
690.000 – 1.050.000 Brutpaare
Bestandstrend
- 44 % (abnehmend)
Steckbrief
Beobachten
ganzjährig zu beobachten
Größe
12,5 -14 cm groß
Besonderheit
weiße Wangen mit dunklem Wangenfleck
Funfact
Feldsperlinge sind sehr treue Gesellen und gehen eine lebenslange Partnerschaft ein. Im Winter kuscheln sie sich gerne mit anderen Feldsperlingen in einen Nistkasten.
Beschreibung
Aussehen
Der Feldsperling hat ein bräunliches Rückengefieder mit schwarzer Musterung und einen gräulichen Bauch. Im Gegensatz zum Haussperling besitzt er eine einheitlich braune Kopfplatte, weiße Wangen mit einem dunklen Wangenfleck und ein weißes Nackenband. Außerdem sind Männchen und Weibchen gleich gefärbt.

Verhalten
Feldsperlinge haben ein ausgeprägtes Sozialverhalten. Sie sind gerne in größeren Trupps unterwegs und brüten, wenn möglich, in lockeren Kolonien zusammen. Dazu besetzen sie zwar eine Bruthöhle, beispielsweise Baumhöhlen oder Nistkästen, aber darüber hinaus werden keine festen Territorien etabliert.
Lebensraum
Wie der Haussperling hat sich der Feldsperling im Laufe der Zeit dem Menschen angepasst. Er besiedelt aber bevorzugt die offenen und halboffenen Landschaften des ländlicheren Raums. Dies können beispielsweise lichte gehölzreiche Landschaften oder Waldränder beziehungsweise -lichtungen oder landwirtschaftliche Betriebe sein.
Gefährdung
Der Feldsperling befindet sich auf der Vorwarnliste. Da er vor allem die ländlicheren Räume besiedelt, ist auch er vom Landschaftswandel betroffen. Zunehmende Nahrungsknappheit, verursacht durch die Ausräumung der Landschaft, den hohen Pestizideinsatz und den Rückgang von artenreichen Wiesen und Feldern, sowie ein Mangel an Niststätten haben zu Bestandseinbrüchen geführt.
Nahrung
Die Feldsperlinge ernähren sich in erster Linie von Samen. Darunter fallen beispielsweise auch Getreidekörner und Samen von Wildkräutern. Nur die Jungtiere bevorzugen nach dem Schlüpfen eine tierische Kost, die meist aus kleineren Insekten oder deren Larven besteht.
Stimme/Laute
Die Lautäußerungen des Feld- und Haussperlings ähneln sich sehr. Im Vergleich zum Haussperling klingen die Rufe des Feldsperlings jedoch härter.
Zugverhalten
Bei den in Deutschland brütenden Feldsperlingen handelt es sich um Standvögel, sie befinden sich also das ganze Jahr über in der Nähe ihrer Brutreviere. Vereinzelte Wanderungen können zwar stattfinden, diese sind aber nicht zielgerichtet oder saisonal. Die nordeuropäischen Brutvögel hingegen ziehen im Winter in die wärmeren Gefilde am Mittelmeer.
Beobachtungstipps
Den Feldsperling trifft man in Deutschland das ganze Jahr über an. Er besiedelt bevorzugt Gebiete mit Obstgehölzen und Eichen, weshalb man ihn in Obstgärten, Dörfern oder Kleingärten findet. Hier kann man ihn auf dem Boden bei der Nahrungssuche oder beim Sandbaden beobachten. Er ist aber auch gerne in Hecken unterwegs und hüpft dort munter durch das Geäst.
Aktiv werden
Was kann ich tun?
Da es sich beim Feldsperling um einen Höhlenbrüter handelt, kann dem Verlust von Niststätten durch das Anbringen von Nistkästen in geeigneten Lebensräumen entgegengewirkt werden. Ebenso notwendig ist der Erhalt einer strukturreichen Landschaft, die neben potenziellen weiteren Nistplätzen auch das Nahrungsangebot sichert, beispielsweise indem alte Obstbäume erhalten werden.





