Feldsperling auf einem dicken Ast.
Feldsperling auf einem dicken Ast© Foto: Frank Derer

Passer montanus

Feldsperling

Der Feldsperling ist ein kleinerer Verwandter des etwas kräftigeren Haussperlings, dem er aber bei Konkurrenz unterliegt. Daher ist er eher in den ländlicheren Raum ausgewichen. Dort wo der Haussperling fehlt, kann der Feldsperling jedoch auch in städtische Bereiche vordringen. So übernimmt er beispielsweise im Osten Asiens die Rolle des Haussperlings in den Städten.

Alarmruf

00:00

Vorkommen in Deutschland

Gefährdungs­grad

Der Gefährdungsgrad ist der Roten Liste der Brutvögel in Deutschland 2020 entnommen.

Vorwarnliste

  • Nicht gefährdet
  • Extrem selten
  • Vorwarnliste
  • Gefährdet
  • Stark gefährdet
  • vom Aussterben bedroht
  • Ausgestorben

Bestands­zahl

Die Bestandszahl stammt aus "Gerlach et. Al (2025): Vögel in Deutschland - Bestandssituation 2025. DDA, BfN, LAG VSW, Münster."

690.000 – 1.050.000 Brutpaare

Bestands­trend

Der Bestandstrend stammt aus "Gerlach et. Al (2025): Vögel in Deutschland - Bestandssituation 2025. DDA, BfN, LAG VSW, Münster."

- 44 % (abnehmend)

Steckbrief

Beobachten

ganzjährig zu beobachten

Größe

12,5 -14 cm groß

Besonderheit

weiße Wangen mit dunklem Wangenfleck

Funfact

Feldsperlinge sind sehr treue Gesellen und gehen eine lebenslange Partnerschaft ein. Im Winter kuscheln sie sich gerne mit anderen Feldsperlingen in einen Nistkasten.

Feldsperling beim Samenfressen© Foto: Frank Derer

Beschreibung

Aussehen

Der Feldsperling hat ein bräunliches Rückengefieder mit schwarzer Musterung und einen gräulichen Bauch. Im Gegensatz zum Haussperling besitzt er eine einheitlich braune Kopfplatte, weiße Wangen mit einem dunklen Wangenfleck und ein weißes Nackenband. Außerdem sind Männchen und Weibchen gleich gefärbt.

Nicht zu verwechseln mit:

Haussperling auf einem Ast.
Vogel des Jahres 2002

Passer domesticus

Haussperling

Als typischer Kulturfolger lebt der Haussperling, im Volksmund auch Spatz genannt, schon lange in direkter Nachbarschaft mit den Menschen.

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Die Weibchen und Männchen haben die gleichen Farben.© Foto: NABU/Winfried Rusch

Verhalten

Feldsperlinge haben ein ausgeprägtes Sozialverhalten. Sie sind gerne in größeren Trupps unterwegs und brüten, wenn möglich, in lockeren Kolonien zusammen. Dazu besetzen sie zwar eine Bruthöhle, beispielsweise Baumhöhlen oder Nistkästen, aber darüber hinaus werden keine festen Territorien etabliert.

Lebensraum

Wie der Haussperling hat sich der Feldsperling im Laufe der Zeit dem Menschen angepasst. Er besiedelt aber bevorzugt die offenen und halboffenen Landschaften des ländlicheren Raums. Dies können beispielsweise lichte gehölzreiche Landschaften oder Waldränder beziehungsweise -lichtungen oder landwirtschaftliche Betriebe sein.

Gefährdung

Der Feldsperling befindet sich auf der Vorwarnliste. Da er vor allem die ländlicheren Räume besiedelt, ist auch er vom Landschaftswandel betroffen. Zunehmende Nahrungsknappheit, verursacht durch die Ausräumung der Landschaft, den hohen Pestizideinsatz und den Rückgang von artenreichen Wiesen und Feldern, sowie ein Mangel an Niststätten haben zu Bestandseinbrüchen geführt.

Nahrung

Die Feldsperlinge ernähren sich in erster Linie von Samen. Darunter fallen beispielsweise auch Getreidekörner und Samen von Wildkräutern. Nur die Jungtiere bevorzugen nach dem Schlüpfen eine tierische Kost, die meist aus kleineren Insekten oder deren Larven besteht.

Stimme/Laute

Die Lautäußerungen des Feld- und Haussperlings ähneln sich sehr. Im Vergleich zum Haussperling klingen die Rufe des Feldsperlings jedoch härter.

Zugverhalten

Bei den in Deutschland brütenden Feldsperlingen handelt es sich um Standvögel, sie befinden sich also das ganze Jahr über in der Nähe ihrer Brutreviere. Vereinzelte Wanderungen können zwar stattfinden, diese sind aber nicht zielgerichtet oder saisonal. Die nordeuropäischen Brutvögel hingegen ziehen im Winter in die wärmeren Gefilde am Mittelmeer.

Beobachtungstipps

Den Feldsperling trifft man in Deutschland das ganze Jahr über an. Er besiedelt bevorzugt Gebiete mit Obstgehölzen und Eichen, weshalb man ihn in Obstgärten, Dörfern oder Kleingärten findet. Hier kann man ihn auf dem Boden bei der Nahrungssuche oder beim Sandbaden beobachten. Er ist aber auch gerne in Hecken unterwegs und hüpft dort munter durch das Geäst.

Tipps für die Anschaffung von Ferngläsern

Aktiv werden

Was kann ich tun?

Da es sich beim Feldsperling um einen Höhlenbrüter handelt, kann dem Verlust von Niststätten durch das Anbringen von Nistkästen in geeigneten Lebensräumen entgegengewirkt werden. Ebenso notwendig ist der Erhalt einer strukturreichen Landschaft, die neben potenziellen weiteren Nistplätzen auch das Nahrungsangebot sichert, beispielsweise indem alte Obstbäume erhalten werden.

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