
Motacilla alba
Bachstelze
Die kleine schwarz-weiße Bachstelze mit dem wippenden Schwanz begegnet uns bei fast jedem Ausflug ins Grüne. Wo ein Gewässer in der Nähe ist, ist die Bachstelze nicht weit. Aber wichtiger noch sind ihr ausreichend dichtes Gebüsch oder andere versteckte Orte für ihr Nest. Manche können sich sogar an einem Nest mit Bachstelzennachwuchs am Haus erfreuen. Bachstelzen sind in ganz Deutschland verbreitet.
Ruf
Aufgenommen von Volker Arnold/XC105521
Gesang
Aufgenommen von Micha Luhn/XC659807
Vorkommen in Deutschland
Gefährdungsgrad
Nicht gefährdet
- Nicht gefährdet
- Extrem selten
- Vorwarnliste
- Gefährdet
- Stark gefährdet
- vom Aussterben bedroht
- Ausgestorben
Bestandszahl
395.000 – 570.000 Brutpaare
Bestandstrend
-39 % (abnehmend)
Steckbrief
Beobachten
von März bis Oktober zu beobachten
Größe
16-19 cm groß
Besonderheit
wippt sehr oft mit dem langen Schwanz
Reise
Teilzieher, überwintert in Südwesteuropa und Nordafrika
Funfact
Während der Brutzeit verteidigen sie ihr Revier extrem aggressiv. Dabei attackieren sie häufig ihr eigenes Spiegelbild in Autoscheiben oder Außenspiegeln, weil sie es für einen Rivalen halten.
Beschreibung
Aussehen
Die schlanke Bachstelze ist an der Oberseite grau gefiedert, am Bauch weiß. Kopf und Brustlatz sind schwarz, mit deutlichem weißen Gesichtsfeld. Der lange Schwanz ist schwarz mit weißen Außenkanten. Der feine Schnabel sowie die langen Beine sind dunkelgrau. Im Winter ist die Zeichnung allgemein etwas verwaschener. Von der Gestalt her ähnlich, aber in gelb, sind Schafstelze und Gebirgsstelze.

Verhalten
Überwiegend am Boden sucht die Bachstelze nach Nahrung. Sie trippelt mit schnellen Schritten und kopfruckend hinter Insekten her. Das stetige Schwanzwippen ist dabei charakteristisch. Fliegen erbeutet sie auch im Flug. Ihre Nester baut die Bachstelze in Mauerlöchern, Holzstößen oder auf Dachbalken.
Lebensraum
Bachstelzen sind in verschiedensten Lebensräumen heimisch. Sowohl offene Kulturlandschaften als auch Siedlungen, Industrieflächen, Felder, Gebirgslandschaften oder Salzmarschen suchen sie auf. Häufig trifft man sie in der Nähe insektenreicher Gewässer und Viehweiden an.
Gefährdung
Bachstelzen sind nicht gefährdet.
Nahrung
Die Nahrung besteht aus Insekten, deren Larven, Würmern, Schnecken, Spinnen, Sämereien und auch Flohkrebsen.

Stimme/Laute
Ihr zwei- bis dreisilbiger Ruf ist ein munteres „tsli-WITT“ oder „zilipp“. Der Gesang ist unauffällig zwitschernd und häufig von kleinen Pausen unterbrochen.
Zugverhalten
Der Vogelzug der Bachstelzen unterscheidet sich stark, je nach Herkunft. Vögel aus unseren Breiten ziehen im Herbst oft in größeren Schwärmen bis nach Südwesteuropa und Nordafrika. Im Frühjahr findet der Rückzug auch nachts statt.
Beobachtungstipps
Bachstelzen finden sich häufig auf großen Bauernhöfen, in der Nähe kleiner Gewässer, an Tümpeln und auf Viehweiden. Der kleine schwarz-weiße Vogel wird bestimmt nicht lange auf sich warten lassen.
Aktiv werden
Was kann ich tun?
Wo sich keine geeigneten Nistplätze wie Mauerlöcher oder Nischen unter Dachziegeln finden, kann man Bachstelzen einen speziellen Nistkasten anbieten, die sogenannte Halbhöhle. Falls nicht die Bachstelze auf den bequem zugänglichen, halboffenen Kasten aufmerksam wird, zieht vielleicht ein Hausrotschwanz ein, der ähnliche Vorstellungen von seiner Kinderstube besitzt.






