
Motacilla flava
Schafstelze
Es gibt viele verschiedene Unterarten der Schafstelze, die sich unter anderem durch die Färbung und das Muster des Kopfes beim Männchen im Prachtkleid unterscheiden lassen. In Deutschland findet sich überwiegend die Stammform, die auch als Wiesenschafstelze bezeichnet wird. Sie hat einen langen Schwanz, der jedoch deutlich kürzer ist als der der Gebirgsstelze. Auch ansonsten ähneln sie sich stark, da beide eine gelbe Unterseite haben, jedoch ist bei der Gebirgsstelze der Mantel grau und bei der Wiesenschafstelze olivgrün.
Vorkommen in Deutschland
Gefährdungsgrad
Nicht gefährdet
- Nicht gefährdet
- Extrem selten
- Vorwarnliste
- Gefährdet
- Stark gefährdet
- vom Aussterben bedroht
- Ausgestorben
Bestandszahl
98.000 - 185.000 Brutpaare
Bestandstrend
- 27 % (stabil)
Beschreibung
Aussehen
Das Männchen hat im Prachtkleid eine leuchtend gelbe Unterseite. Der Kopf ist blaugrau mit weißem Überaugenstreif und dunklem Zügelstreif. Die Oberseite ist ansonsten weitgehend olivgrün, der Bürzel ist weiß genauso wie die äußeren Schwanzfedern. Das Weibchen ist insgesamt etwas matter gefärbt. Von der Gestalt her ähnlich sind Gebirgsstelze und – ganz in schwarz-weiß – Bachstelze.
Verhalten
Oft folgen Schafstelzen Weidetieren auf der Suche nach Nahrung. Ihr Nest bauen sie in Bodenmulden unter einer dichten Vegetationsdecke. Auch sie wippen, wie es für Stelzenarten üblich ist, häufig mit dem Schwanz auf und ab.
Lebensraum
Ursprüngliche Lebensräume von Schafstelzen waren vor allem Feuchtwiesen. Heute sind sie auch in offenen Kulturlandschaften beheimatet. Dort leben sie zum Beispiel in Getreideflächen oder auf nassen Wiesen.
Gefährdung
Die Schafstelze gilt hierzulande als nicht gefährdet.
Nahrung
Vor allem ernährt sich die Schafstelze von fliegenden Insekten, aber auch teilweise von Schnecken, Würmern und Spinnen.
Stimme/Laute
Der Ruf der Schafstelze ist ein dünnes „psi“. Ihr Gesang ist ein einfaches, kratzendes „srii-srii-srii“, wobei die letzte Silbe häufig stärker betont wird.
Zugverhalten
Sie zählt zu den Mittel- oder Langstreckenziehern und verbringt die Winter südlich der Sahara in Afrika. Eine kleine Anzahl bleibt auch im Mittelmeerraum.
Beobachtungstipps
Die Schafstelze folgt auf der Suche nach Nahrung häufig Weidetieren, deshalb sollte man gerade auf Weiden, aber auch auf ökologischen Ausgleichsflächen wie Brachen nach ihr Ausschau halten. Möchtest du vorher noch dein Artenwissen auffrischen? Dann empfehlen wir die NABU|naturgucker-Akademie:
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