Schillernde Schönheit
Die Blauschwarze Holzbiene

Die Blauschwarze Holzbiene (Xylocopa violacea) hat ihren Namen von ihrer Angewohnheit, kleine Höhlen in morsches Holz zu nagen, in der sie ihre Brut aufzieht. Ihre Kauwerkzeuge sind so kräftig, dass sie dabei richtiges Sägemehl produziert.
Merkmale der Blauschwarzen Holzbiene
Blauschwarze Holzbienen erreichen eine Körperlänge von bis 28 Millimetern. Sie sind anhand ihres hummelartigen Körpers und der meist schwarzen Behaarung sowie den schwärzlichen, violett irisierenden Flügeln gut von anderen Bienen zu unterscheiden.
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Vorkommen
Die Blauschwarze Holzbiene ist klimawandelbedingt auf dem „Vormarsch“. Lange Zeit nur im Südwesten Deutschlands zuhause, reicht ihr abgesehen von Höhenlagen und größeren Waldgebieten weitgehend geschlossenes Verbreitungsareal inzwischen in ganz Deutschland. Zerstreut kommt sie sogar bis nach Südschweden und ins Baltikum vor.

Nistplätze in alten Baumstämmen
Im Gegensatz zu Honigbienen und Hummeln, die Staaten bilden, lebt die Blauschwarze Holzbiene allein. Vor allem die Weibchen sind im Frühjahr auffällig an Hauswänden, Bäumen und anderen aufrechten Strukturen entlang zu finden. Sie suchen gezielt nach Nistplätzen. Diese finden sie in abgestorbenen, sonnenbeschienenen Baumstämmen, die schon etwas, noch nicht zu morsch sind, manchmal aber auch in alten Zaunpfählen oder Holzbalken.
In das Holz nagen sie in stundenlanger Arbeit mit ihren kräftigen Kiefern fingerdicke, bis zu 30 Zentimeter lange Gänge hinein. In den Holzgängen legt sie Nistzellen an, in denen sie eine zähe Pollenmasse als Proviant für ihren Nachwuchs hinterlegt. Dann legt sie pro Zelle ein Ei dazu. In den Nistzellen wachsen die Larven schnell heran, verpuppen sich, und schon im Juli schlüpft die nächste Bienengeneration.
Das steht auf dem Speiseplan
Bei der Futtersuche wendet die Blauschwarze Holzbiene übrigens einen speziellen Kniff an: Wenn sie trotz ihrer langen Zunge nicht an den Nektar einer besonders tiefen Blüte gelangt, nagt sie einfach ein Loch in die Blütenwand. Dabei kann es sein, dass sie nicht unbedingt mit den Pollen in Berührung kommt – sie nimmt sich also den Nektar, ohne die übliche Gegenleistung zu erbringen, nämlich die Bestäubung der Blüte.
Da die Holzbiene zu den langzüngigen Bienen gehört, findet man sie vor allem an Schmetterlings-, Korb- und Lippenblütlern. Holzbienen mögen besonders pollenreiche Blüten wie Platterbsen oder Gartengeißblatt.
- Aktuelle Holzbienen-Beobachtungen und Bilder bei NABU-naturgucker.de
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Wie kann ich der Blauschwarzen Holzbiene helfen?
Da Totholz in unseren aufgeräumten Gärten, Feldern oder Wäldern leider allzu oft gleich als „Abfall“ weggeräumt oder verbrannt wird, verlieren viele Wildbienen zunehmend ihren Lebensraum. Wenn du ihnen und anderen Insekten ein Zuhause geben wollen, lass am besten die Stämme abgestorbener Bäume stehen.
Wer bevorzugt Schmetterlings-, Korb- und Lippenblütler im Garten anpflanzt, bietet den Tieren ausreichend Nahrung.




