Meldeaktion Amselsterben

Kranke oder tote Amseln melden

Bitte gib bei deiner Meldung an, wo und wann genau du den Vogel gefunden hast. Ebenfalls wichtig sind die näheren Fundumstände sowie die Symptome der Vögel. Wir sammeln diese Daten, werten sie aus und stellen sie Wissenschaftler*innen zur Verfügung.
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An Usutu erkrankte Amsel sitzt auf dem Boden
Amsel mit Usutu-Symptomen© Foto: NABU/Stefan Bosch

Das tropische Usutu-Virus kann zwischen Mai und November zum Teil massenhafte Todesfälle unter heimischen Vögeln verursachen. Vor allem Amseln sind davon betroffen. Das Virus wird von Stechmücken auf die Tiere übertragen. Um Verbreitung und Auswirkungen dieser neuen Gefährdungsursache für Vögel zu erfassen und zu bewerten, bittet der NABU in der Zeit von Mai bis November um die Meldung kranker oder toter Amseln sowie das Einsenden von Proben an Virus-Expert*innen.

Tote und kranke Amseln online melden

Der NABU sammelt bereits seit 2011 verdächtige Totfundmeldungen. Gleichzeitig werden verendete Vögel durch Labore untersucht. Ergänzend ist die weitergehende Erforschung unterschiedlichster Aspekte dieses komplexen und bislang einmaligen Geschehens auch im Hinblick auf zukünftige Ausbrüche importierter Krankheitserreger notwendig. Der NABU begrüßt die geplanten Forschungsaktivitäten ausdrücklich und unterstützt die Wissenschaftler mit den nachfolgenden Erfassungen, an denen sich interessierte Vogelbeobachter*innen mit einbringen können.

Über den Kontakt zu uns kannst du kranke oder vermutlich an einer Krankheit gestorbene Amseln in deiner Umgebung melden. Bitte mache dabei möglichst genaue Angaben zu Fundort, Funddatum und den näheren Fundumständen und zu den Symptomen der Vögel. Wir sammeln alle Daten, werten sie aus und stellen sie Wissenschaftler*innen zur Verfügung. Diese einfache Methode hilft uns, das Ausbruchsgeschehen zu verfolgen, geografisch einzugrenzen und ggf. neue Ausbruchsregionen zu erkennen.

Warum Fotos betroffener Vögel helfen

Seit Beginn der Usutu-Ausbrüche gab es immer wieder Hinweise auf auffällige Verhaltensweisen (Apathie, fehlendes Fluchtverhalten, Schwanken und Torkeln) und Gefiederveränderungen (zerzaustes Aussehen). Nicht alle dieser Symptome betreffen Vögel mit Usutu-Infektionen. Wir wollen diesem Phänomen weiter auf den Grund gehen und Symptome von Usutu-Infektionen besser kennen lernen.

Daher bitten wir darum, uns neben der Meldung über das Formular Digitalfotos von solchen auffälligen Amseln und anderen Vögeln einzusenden, und idealerweise gleichzeitig verendete Vögel zur Untersuchung ins Labor zu schicken. Senden Sie ihre Fotos an und geben Sie bitte Funddatum und Fundort an und ob Sie mit einer Veröffentlichung des Bildes auf unserer Homepage einverstanden sind.

Einsendung toter Vögel

Besonders wichtig ist der virologische Nachweis von Usutu-Viren in tot aufgefundenen Amseln und andern Vögeln. Diese Untersuchungen nehmen das Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin in Hamburg (BNI) sowie manche Untersuchungsämter vor. Das BNI sammelt bundesweit alle Untersuchungsergebnisse und wertet sie aus.

Untersuchungsämter: In der Regel nehmen Untersuchungsämter aller Bundesländer die Tiere an und leiten diese weiter. Privatpersonen können den Amtstierarzt des Kreises aufsuchen, der üblicherweise die toten Vögel über die Amtsstelle an das jeweilige Untersuchungsamt leitet.

Kontakt zum BNI

Untersuchungsstelle für Usutu-Viren

Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin (BNI)
Dr. Jonas Schmidt-Chanasit

Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin 
Bernhard-Nocht-Straße 74 
20359 Hamburg

Tel. 040-285380-862 , Fax 040-42818-941 

Wichtige Hinweise zum Einsenden toter Vögel

Bitte unterstütze die wissenschaftliche Untersuchung durch das Einsenden toter Vögel. Die Vögel sollten baldmöglichst eingesammelt und frischtot eingeschickt werden. Bitte beachte dazu folgende Punkte:

  • Obwohl nach aktuellem Wissenstand keine Infektionsgefahr von den Vögel ausgeht, wird zum Hantieren mit toten Vögeln das Verwenden von Handschuhen oder einer umgestülpten Plastiktüte sowie eine anschließende Händereinigung empfohlen.
  • Tote Vögel sollten direkt an das BNI in Hamburg geschickt werden.
  • Sorge bitte für einen zügigen Versand und eine sichere Verpackung! Idealerweise sollten die Vögel mit einem Tiefkühlakku versehen, gut gepolstert und wasserdicht verpackt versendet werden. In den Sommermonaten ist eine Isolation mit Styropor sinnvoll.
  • Es empfiehlt sich besonders vor Wochenenden die Einsendung mit dem BNI oder den Untersuchungsämtern vorab telefonisch abzustimmen.
  • Ist ein sofortiger Versand nicht möglich, müssen die Vögel bis zum Versand gut verpackt tiefgefroren aufbewahrt werden.
  • Einsender*innen sollten auf der Verpackung den Schriftzug „Freigestellte veterinärmedizinische Probe“ anbringen.
  • Füge deiner Sendung genaue Informationen zum Absender sowie zu Fundort (mit PLZ) und Funddatum bei.
  • Leider können keine Versand- und andere Unkosten erstattet werden. Wie zahlreiche Mitmenschen unterstützt du mit deiner Zuarbeit jedoch die Erforschung des Usutu-Viren-Ausbruches tatkräftig!
  • Die Untersuchung der eingesandten Vögel wird vom BNI kostenlos vorgenommen, und selbstverständlich erhält jede*r Einsender*in vom BNI eine Rückmeldung über das Resultat der virologischen Untersuchung.

FAQs zur Meldung

Bitte erst lesen, dann melden

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