Der Zustand der Vogelwelt ist ein Gradmesser für den Zustand der Natur. Gehen Vogelbestände zurück, weist das auf grundlegende Umweltprobleme hin. Dabei geht es nicht immer nur um einzelne Arten oder Populationen, sondern vor allem auch um den Erhalt und die Wiederherstellung von Biodiversität und funktionierenden Ökosystemen, in denen Vögel und andere Organismen ihre Lebensgrundlage finden.
Deutschland ist zum Schutz sowohl der hier brütenden Vogelarten als auch der wandernden Arten verpflichtet und spielt als Überwinterungs- und Rastgebiet ebenfalls eine zentrale Rolle beim internationalen Zugvogelschutz. Ziel des Vogelschutzes ist die Erhaltung beziehungsweise Wiederherstellung überlebensfähiger Populationen in einem günstigen Erhaltungszustand.

Gefahren für Vögel
Hauptursachen für die Gefährdung von Vögeln sind:
- Lebensraumverlust, -verschlechterung und -zerschneidung, zum Beispiel durch intensive Land- und Forstwirtschaft, Siedlungs- und Infrastrukturausbau, Entwässerung der Landschaft
- Nahrungsmangel, beispielsweise durch Insekten
- Folgen der Klimakrise und Umweltverschmutzung
- Störungen und direkte Verfolgung wie illegale Nachstellung und nicht nachhaltige Jagd
- weitere Faktoren wie Kollision mit (Energie-)Infrastrukturen und Glasflächen, ungesicherte Strommasten, Verkehr, freilaufende Katzen (und Hunde), Krankheiten, invasive Arten, erhöhter Prädationsdruck, Freizeitdruck, Lichtverschmutzung, Feuerwerk
Rechtlicher Schutz von Vögeln
In Deutschland ist der Vogelschutz stark rechtlich verankert, das Rückgrat bilden dabei EU-Richtlinien:
Die rechtliche Situation in Deutschland
Instrumente des Vogelschutzes
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