Ehrenamtliches Engagement
Der NABU lebt mit und von seinem Ehrenamt – so auch in der internationalen Arbeit. So wurde durch die Initiative und das Engagement von Ehrenamtlichen die internationale Arbeit im NABU vor über 30 Jahren begründet.
Der Bundesfachausschuss Internationales mit seinen Bundesarbeitsgemeinschaften Afrika, Osteuropa, Kaukasus und Zentralasien, Internationaler Artenschutz, Süd-Südostasien und Migration Unlimited bietet eine wichtige Plattform für den vielfältigen ehrenamtlichen Einsatz in der internationalen Projektarbeit des NABU.
Hauptamtliche Tätigkeit
Die internationalen Projekte des NABU werden sowohl von hauptamtlichen Mitarbeiter*innen als auch von ehrenamtlichen Aktiven betreut. Die hauptamtlichen Mitarbeiter*innen arbeiten vom Fachbereich Internationales in der NABU-Bundesgeschäftsstelle in Berlin aus. Der Fachbereich Internationales ist für die Planung und Umsetzung von Projekten in den Regionen Europa, Afrika, Zentralasien und Südostasien zuständig. Thomas Tennhardt hat den Fachbereich aufgebaut und 15 Jahre verantwortet. Seit Juni 2025 leitet NABU-Geschäftsführer Ingo Ammermann den Fachbereich Internationales.
Beispiele aus unsere Projektregionen
„Für Mensch und Natur“: Dieses Motto gilt auch für die internationale Arbeit des NABU. Das inhaltliche Spektrum verbindet ökologische und soziale Komponenten. Es reicht vom Aufbau und Management von Schutzgebieten (wie UNESCO-Biosphärenreservate und Welterbe), über die Realisierung von Projekten zur Wiederherstellung von Ökosystemen, Biodiversitäts- und Habitatschutz sowie Ökotourismus und Umweltbildung bis hin zu Capacity Building, Krisenprävention durch Naturschutz, Armutsbekämpfung und Stärkung der Zivilgesellschaft.
Auch die Begleitung internationaler Konventionen und Programme, beispielsweise die Biodiversitätskonvention, die UNESCO-Weltnaturerbe-Konvention, das Ramsar-Abkommen, das UNESCO-Programm „Man and Biosphere“ sowie die UN-Dekade zur Wiederherstellung von Ökosystemen, zählen zur Arbeit des Fachbereichs.
Diese Arbeit wird durch Mitarbeiter*innen in den NABU-Repräsentanzen vor Ort gestärkt und in die Fläche getragen. Bisher gibt es NABU-Filialen in Kirgistan, eine Kaukasus-Repräsentanz in Adygeja im Süden Russlands sowie in Armenien. Eine weitere NABU-Filiale befindet sich in Addis Abeba, der Hauptstadt Äthiopiens.
Partnerschaften
Alle internationalen Projekte erfolgen in enger Zusammenarbeit mit lokalen Naturschutzorganisationen. Der NABU ist nationaler Partner von BirdLife International: Die Zusammenarbeit mit Partner*innen aus diesem weltweiten Netzwerk nimmt eine besondere Rolle ein. Zusätzlich werden Kooperationen mit staatlichen Behörden und Verwaltungen oder Universitäten angestrebt. Neben eigenständigen Projekten arbeitet der NABU auch mit anderen Nichtregierungsorganisationen, beispielsweise aus der Entwicklungszusammenarbeit oder mit Partner*innen der Wirtschaft, zusammen.
Um unserem Bekenntnis zum Aufbau erfolgreicher Partnerschaften gerecht zu werden, folgen wir Grundsätzen, die gleichzeitig als Kriterien gelten: Dazu zählt ganz zentral der Menschenrechtsansatz, der in allen Partnerschaften integriert sein muss. Dieser Ansatz schließt das Recht auf Würde aller Menschen und den Respekt für die Traditionen und Kulturen in allen Ländern und Gebieten, in denen wir tätig sind, mit ein. Die Werte unserer Partner*innen müssen sich mit den Werten des NABU vereinbaren lassen. Die Ziele unserer Partnerschaften werden beim Beginn von Verhandlungen festgelegt. Wir stellen sicher, dass diese mit den Zielen des NABU übereinstimmen.













