Wir setzen Naturschutzprojekte weltweit um

NABU international

Die Klimakrise und der Verlust unserer biologischen Vielfalt gehören zu den drängendsten Herausforderungen unserer Zeit. Seit 1993 ist der NABU mit seiner Projektarbeit daher international aktiv, immer getreu dem Motto: „Naturschutz kennt keine Grenzen“.
Wolken Nebel in Kafa
Im Kafa-Biosphärenreservat im Südwesten Äthiopiens schützt der NABU kostbaren Regenwald und einen einzigartigen Naturschatz© Foto: M. Putze

Ehrenamtliches Engagement

Der NABU lebt mit und von seinem Ehrenamt – so auch in der internationalen Arbeit. So wurde durch die Initiative und das Engagement von Ehrenamtlichen die internationale Arbeit im NABU vor über 30 Jahren begründet.

Der Bundesfachausschuss Internationales mit seinen Bundesarbeitsgemeinschaften Afrika, Osteuropa, Kaukasus und Zentralasien, Internationaler Artenschutz, Süd-Südostasien und Migration Unlimited bietet eine wichtige Plattform für den vielfältigen ehrenamtlichen Einsatz in der internationalen Projektarbeit des NABU.

Hauptamtliche Tätigkeit

Die internationalen Projekte des NABU werden sowohl von hauptamtlichen Mitarbeiter*innen als auch von ehrenamtlichen Aktiven betreut. Die hauptamtlichen Mitarbeiter*innen arbeiten vom Fachbereich Internationales in der NABU-Bundesgeschäftsstelle in Berlin aus. Der Fachbereich Internationales ist für die Planung und Umsetzung von Projekten in den Regionen Europa, Afrika, Zentralasien und Südostasien zuständig. Thomas Tennhardt hat den Fachbereich aufgebaut und 15 Jahre verantwortet. Seit Juni 2025 leitet NABU-Geschäftsführer Ingo Ammermann den Fachbereich Internationales.

„Für Mensch und Natur“: Dieses Motto gilt auch für die internationale Arbeit des NABU. Das inhaltliche Spektrum verbindet ökologische und soziale Komponenten. Es  reicht vom Aufbau und Management von Schutzgebieten (wie UNESCO-Biosphärenreservate und Welterbe), über die Realisierung von Projekten zur Wiederherstellung von Ökosystemen,  Biodiversitäts- und Habitatschutz sowie Ökotourismus und Umweltbildung bis hin zu Capacity Building, Krisenprävention durch Naturschutz, Armutsbekämpfung und Stärkung der Zivilgesellschaft. 

Auch die Begleitung internationaler Konventionen und Programme, beispielsweise die Biodiversitätskonvention, die UNESCO-Weltnaturerbe-Konvention, das Ramsar-Abkommen, das UNESCO-Programm „Man and Biosphere“ sowie die UN-Dekade zur Wiederherstellung von Ökosystemen, zählen zur Arbeit des Fachbereichs.

Diese Arbeit wird durch Mitarbeiter*innen in den NABU-Repräsentanzen vor Ort gestärkt und in die Fläche getragen. Bisher gibt es NABU-Filialen in Kirgistan, eine Kaukasus-Repräsentanz in Adygeja im Süden Russlands sowie in Armenien. Eine weitere NABU-Filiale befindet sich in Addis Abeba, der Hauptstadt Äthiopiens.

Partnerschaften

Alle internationalen Projekte erfolgen in enger Zusammenarbeit mit lokalen Naturschutzorganisationen. Der NABU ist nationaler Partner von BirdLife International: Die Zusammenarbeit mit Partner*innen aus diesem weltweiten Netzwerk nimmt eine besondere Rolle ein. Zusätzlich werden Kooperationen mit staatlichen Behörden und Verwaltungen oder Universitäten angestrebt. Neben eigenständigen Projekten arbeitet der NABU auch mit anderen Nichtregierungsorganisationen, beispielsweise aus der Entwicklungszusammenarbeit oder mit Partner*innen der Wirtschaft, zusammen.

Um unserem Bekenntnis zum Aufbau erfolgreicher Partnerschaften gerecht zu werden, folgen wir Grundsätzen, die gleichzeitig als Kriterien gelten: Dazu zählt ganz zentral der Menschenrechtsansatz, der in allen Partnerschaften integriert sein muss. Dieser Ansatz schließt das Recht auf Würde aller Menschen und den Respekt für die Traditionen und Kulturen in allen Ländern und Gebieten, in denen wir tätig sind, mit ein. Die Werte unserer Partner*innen müssen sich mit den Werten des NABU vereinbaren lassen. Die Ziele unserer Partnerschaften werden beim Beginn von Verhandlungen festgelegt. Wir stellen sicher, dass diese mit den Zielen des NABU übereinstimmen.

Zu unseren internationalen Projekten

Schneeleopard

Wild, schön und gefährdet

Schneeleopard

Schneeleoparden gehören zu den am stärksten bedrohten Großkatzen der Erde. Wir zeigen, wie sich der NABU für sie einsetzt und was jede*r tun kann.

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Baglafechtweber im Kafa-Biosphärenreservat

Heimat des Wildkaffees und seltener Arten

Das Kafa-Biosphärenreservat in Äthiopien

Kraniche, Mantelaffen, Löwen: Das Kafa-Biosphärenreservat im Südwesten Äthiopiens zählt zu den artenreichsten Regionen der Welt. Hier schützt der NABU mit seinen Partnern kostbaren Regenwald und einen einzigartigen Naturschatz – den Wildkaffee.

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Eingangstor zum Reha Zentrum Terek

Pflege, Auswilderung und Umweltbildung im Herze

NABU-Rehazentrum schützt bedrohte Schneeleoparden

Im Hochgebirge Kirgisistans betreibt der NABU ein einzigartiges Rehazentrum für Schneeleoparden und weitere Arten. Verletzte Tiere werden hier auf ihre Auswilderung vorbereitet. Außerdem dient die Einrichtung zur Umweltbildung der einheimischen Bevölkerung.

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Wasser als Lebensgrundlage am Tanasee

Gemeinden fördern nachhaltige Entwicklung

Kräfte bündeln für den Tanasee in Äthiopien

Klimawandel, Bevölkerungswachstum und Industrie setzen den Tanasee und seine Umgebung unter enormen Druck. Das Projekt von NABU Ethiopia stärkt daher gemeinsam mit lokalen Gemeinden die regionale Nachhaltigkeit und den Naturschutz. Denn Wasser ist Leben!

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Mantelaffen

Waldlandschaften der Zukunft

ForestConnect

Zerstückelung und Degradierung bedrohen die vielfältigen Waldlandschaften Äthiopiens und damit auch die Biodiversität und Ernährungssicherheit des Landes. Im Südwesten setzen der NABU und seine Partner daher Aktionspläne zur Wiederherstellung der Wälder um.

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Streifenhyäne laufend

Artenschutz in Tadschikistan

Besser als ihr Ruf: Die Streifenhyäne

In Tadschikistan galt die Streifenhyäne lange als ausgestorben, bis Naturschützer*innen ein Vorkommen entdeckten. Um die seltene Art zu erhalten, starteten der NABU und die Zoologische Gesellschaft für Arten- und Populationsschutz ein Artenschutzprojekt.

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Abgeschlossene Projekte

Estnisches Hochmoor

Moorschutz ist Klimaschutz

LIFE Peat Restore

Mit dem NABU-Projekt LIFE Peat Restore haben wir in fünf EU-Ländern auf über 5.300 Hektar Moor wiederhergestellt: Hier entstehen nun wieder gesunde Lebensräume, die langfristig Kohlenstoff binden. Intakte Moore: Essentiell für den Natur- und Klimaschutz sind!

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Vogel-Icon auf hellblauem Hintergrund

Für eine nachhaltige, naturnahe Entwicklung in Kafa

Coffee-novation: Gartenkaffee aus Äthiopien

In Äthiopien werden neue kaffeebasierte Produkte wie Bio-zertifizierter Kafa-Gartenkaffee, Getränke aus Kaffeekirschen und Briketts aus Kaffeeschalen entwickelt. Sie tragen zu einer nachhaltigen, zukunftsfähigen Entwicklung und grünen Wirtschaft bei.

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Tropenwald Kafa

Erhalt von Waldlandschaften Südwestäthiopiens

Forests for Future

Die Degradierung von Wäldern ist in Äthiopien ein ernsthaftes Hindernis bei der Bekämpfung von Armut und Hunger sowie für den Erhalt der Biodiversität. Dieses Projekt setzte genau da an – mit einigem Erfolg.

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