Waldlandschaften der Zukunft

ForestConnect

Zerstückelung und Degradierung bedrohen die vielfältigen Waldlandschaften Äthiopiens und damit auch die Biodiversität und Ernährungssicherheit des Landes. Im Südwesten setzen der NABU und seine Partner daher Aktionspläne zur Wiederherstellung der Wälder um.
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Mantelaffen
© Foto: ondrejprosicky – stock.adobe.com

Der Südwesten Äthiopiens beherbergt die letzten zusammenhängenden Hochlandwaldgebiete des Landes, die vom Tiefland an der Grenze zum Sudan bis hin zu den ausgedehnten Hochebenen reichen. Diese vielfältigen Wälder, darunter Regenwälder, Bergnebelwälder, Bambus- und Trockenwälder, sind wichtige Kohlenstoffspeicher und beherbergen einzigartige, spezialisierte Arten, wie Mantelaffen und Kronenadler. Zudem dienen sie als Wasserquellen und -speicher für Wassereinzugsgebiete wie den Omo-Gibbe in Kenia, auch bekannt als Turkanasee, und den Baro-Akobo, einen Nebenfluss des Weißen Nils.

Doch die steigende Nachfrage nach Ressourcen durch soziales und wirtschaftliches Wachstum verursacht eine Degradierung und Fragmentierung der Wälder. Die Klimakrise verstärkt diesen Effekt. Höhere Temperaturen haben die Niederschlagsmuster verändert, während die zerstückelten Wälder zugleich anfälliger für Dürren, Brände und Schädlingsbefall sind. Die Degradierung der Waldlandschaften bedroht lebenswichtige Ökosystemleistungen für Menschen, Pflanzen und Tiere: Sie gefährdet die Lebensräume vieler Arten, die Funktion der Wälder Kohlenstoff und Wasser zu speichern und die langfristige Ernährungssicherheit der lokalen Bevölkerung, insbesondere in ländlichen Gebieten.

Die Bewältigung dieser miteinander verknüpften Herausforderungen erfordert einen umfassenden und kooperativen Ansatz, der Umweltschutz, nachhaltige Ressourcenbewirtschaftung und sozioökonomische Entwicklung umfasst. Im Rahmen des Vorgängerprojekts Forests for Future wurden Kapazitäten von relevanten Akteuren gestärkt und Aktionspläne zur Wiederherstellung von Waldlandschaften (FLRAPs) entwickelt. Für die Umsetzung der Wiederherstellung und Erhaltung der Waldlandschaften hat der NABU in Zusammenarbeit mit NABU Ethiopia und Ethio Wetlands and Natural Resources Association (EWNRA) und mit Unterstützung des deutschen Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) das Projekt ForestConnect ins Leben gerufen.

Projektdaten

Projektname
IKU - ForestConnect: Waldlandschaften als Garant für Klima- und Ökosystemresilienz

Land/ Region
Südwestäthiopien

Laufzeit
November 2023 - Oktober 2026

Partnerorganisationen
siehe Auswahlmenü unten

Finanziert/ unterstützt durch
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU)

Dieses Projekt leistet einen Beitrag zu den folgenden Nachhaltigkeitszielen („SDGs“) der Vereinten Nationen:
2,6,11,12, 13,14, 15, 17

Weiterführende Informationen

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