
Charadrius hiaticula
Sandregenpfeifer
Beim Spaziergang entlang der Nord- und Ostseeküste trifft man ihn zwar zunehmend seltener an, noch können wir ihn dort aber zum Glück hin und wieder beobachten. Der Sandregenpfeifer ist ein flinker Watvogel, der mit seiner Augenbinde wie ein kleiner Panzerknacker anmutet. Trotz seiner Größe verteidigt er mutig sein Nest und folgt einem entlang des Spülsaums in Bögen fliegend, bis man sein Revier wieder verlassen hat. Auch an ungestörten See- und Flussufern taucht er zuweilen auf.
Vorkommen in Deutschland
Gefährdungsgrad
vom Aussterben bedroht
- Nicht gefährdet
- Extrem selten
- Vorwarnliste
- Gefährdet
- Stark gefährdet
- vom Aussterben bedroht
- Ausgestorben
Bestandszahl
1.000 - 1.100 Brutpaare
Bestandstrend
- 40 % (abnehmend)
Steckbrief
Beobachten
von März bis Oktober zu beobachten
Größe
17-20 cm groß
Besonderheit
stoppt seinen Lauf entlang des Ufers immer wieder unvermittelt
Reise
Kurz-und Langstreckenzieher, überwintert in Westeuropa und Nordwestafrika
Funfact
Bei der Jagd trippelt der Vogel in rascher Folge extrem schnell auf der Stelle. Dieses Fußtrillern vibriert im Boden und lockt Würmer sowie kleine Krebse an die Oberfläche.
Beschreibung
Aussehen
Sandregenpfeifer sind an Rücken und Kopf graubraun mit weißer Nackenbinde. Der Bauch ist weiß. Der schwarze Halsring ist deutlich zu erkennen und geschlossen. Im Prachtkleid ist auch die schwarze Augenmaske gut erkennbar, der gelbe Augenring ist kaum zu sehen. Die kurzen Beine sind orange, der Schnabel im Prachtkleid orange mit schwarzer Spitze.
Verhalten
Typisch für den Regenpfeifer ist das flinke Entlangrennen am Ufer, mit plötzlichen Stopps, um Nahrung aufzupicken. Auch das schnelle Trippeln am Platz ist ihm eigen. Sein Nest baut er direkt am Strand in einer Kies- oder Sandmulde. Kommt man ihm zu nahe, verteidigt er es vehement. Feinde versucht er zu verleiten und abzulenken.
Lebensraum
Sie bevorzugen ungestörte Küstenabschnitte und flache Seeufer. Sandbänke, Kiesabschnitte und kurzrasige Flächen nutzen Sandregenpfeifer zum Brüten. Sie rasten auf ihrem Zug an der Meeresküste, im Watt und in Flussniederungen.
Gefährdung
Sandregenpfeifer sind bei uns vom Aussterben bedroht.
Nahrung
Die Nahrung besteht aus Insekten, Krebsen, Würmern, Schnecken und Larven.
Stimme/Laute
Der charakteristische weiche, flötende Ruf des Sandregenpfeifers ist ein helles „tüü ih“ mit Betonung auf der zweiten Silbe. Der Ruf im Balzflug ist ein aneinandergereihtes „düje“. Er warnt mit einem pfeifenden „tihp“.
Zugverhalten
Sandregenpfeifer ziehen in Trupps im Herbst nach Westeuropa und Afrika. Dann trifft man sie auch im Binnenland an. Im Frühling kehren sie zurück an die Küsten.

Beobachtungstipps
Von März bis August sind die kleinen Watvögel im Brutgeschäft. Dann fallen sie durch ihr Balzverhalten oder das Verteidigen ihrer Nester eher auf. Halte unbedingt Abstand, da die Gelege und Jungen am Boden sehr schnell übersehen werden. Am besten kann man ihnen an örtlichen Vogelbeobachtungsplätzen in Ruhe zuschauen.
Aktiv werden
Was kann ich tun?
Um die Brut vor Eierdieben wie Möwen öder Füchsen zu schützen, werden über die Gelege grobmaschige Schutzkörbe gesetzt. Die Vögel spüren regelrecht, dass sie dort in Sicherheit sind und nehmen die Körbe schnell an. Durch Spenden kannst du die Schutzaktionen fördern. Vielerorts konnte sich der Bruterfolg durch die Gelegeschutzprojekte zuweilen sogar verdoppeln. Direkte Hilfe für die Strandbrüter








