
Charadrius dubius
Flussregenpfeifer
Der kleine Flussregenpfeifer mit dem gelben Augenring ist in allen kargen Sand- und Kiesflächen bei uns zu Hause. Kiesgruben und Steinbrüche findet er ebenfalls prima. Er ist darum auch im Binnenland anzutreffen. Sein Rufen klingt sehr melancholisch, was im Gegensatz zu seinem aktiven und emsigen Hin- und Hergetippel steht.
Vorkommen in Deutschland
Gefährdungsgrad
Vorwarnliste
- Nicht gefährdet
- Extrem selten
- Vorwarnliste
- Gefährdet
- Stark gefährdet
- vom Aussterben bedroht
- Ausgestorben
Bestandszahl
4.600 – 6.500 Brutpaare
Bestandstrend
- 33 % (abnehmend)
Steckbrief
Beobachten
von April bis Oktober zu beobachten
Größe
15-18 cm groß
Besonderheit
tippelt über den Boden und stoppt plötzlich ab
Reise
Langstreckenzieher, überwintert in Afrika
Funfact
In manchen Regionen brüten Flussregenpfeifer auf den Stellflächen von Windrädern.
Beschreibung
Aussehen
Der Flussregenpfeifer ist am Rücken gräulich-braun, die Unterseite ist strahlend weiß. Der schwarze Halsring ist geschlossen. Auch im Gesicht trägt er im Prachtkleid eine schwarze Augenbinde, wodurch die gelben Augenringe noch mehr auffallen. Der Schnabel des Flussregenpfeifers ist etwas länger und dunkel. Die langen Beine sind fleischfarben.

Verhalten
Entlang der schlammigen Uferzone von Süßgewässern sucht der Regenpfeifer nach seiner Nahrung. Dabei rennt er immer wieder schnell über den Boden, stoppt abrupt und pickt gegebenenfalls etwas auf. Sein Nest baut er in einer Bodenmulde im Kies oder Sand. Feinde verleiten die Elterntiere, indem sie eine Verletzung vortäuschen.
Lebensraum
Weiträumig über Mittel- und Südeuropa verteilt, bevorzugt er vegetationsarme Lebensräume wie Kiesgruben, Steinbrüche und Baggerseen. Sein ursprünglicher Lebensraum sind natürliche Flussläufe mit seichten kiesigen Ufern und Inseln.
Gefährdung
Flussregenpfeifer stehen auf der Vorwarnliste, die Bestände sind aufgrund ungeeigneter Bruthabitate regional rückläufig.
Nahrung
Flussregenpfeifer fressen gerne Insekten, Spinnen, kleine Weichtiere und Larven.
Stimme/Laute
Der Ruf des Flussregenpfeifers ist ein melancholisches leicht abfallendes „tiu“ oder „piu“. Ist er aufgeregt, wird es zu einem „ti ti ti tiu“. Zur Balzzeit lässt er im Flug ein langsames, raues „griä griä griä“ ertönen.
Zugverhalten
Flussregenpfeifer ziehen im Herbst in ihr Winterquartier nach Afrika und kehren im Frühling zurück.
Beobachtungstipps
Der Flussregenpfeifer ist sehr gut getarnt, weshalb man ihn eigentlich nur sieht, wenn er sich bewegt. Gelegenheit dazu hat man auf vegetationsarmen Kies- und Sandflächen verschiedenster Art, zum Teil auch auf großen Baustellen in Städten.
Aktiv werden
Was kann ich tun?
Der NABU ist seit über 100 Jahren im praktischen Naturschutz vor Ort aktiv, um die Vielfalt unserer heimischen Vogelwelt zu erhalten. Heute betreut der NABU mehr als 5.000 Schutzgebiete in Deutschland. Damit wir auch in Zukunft die Vielfalt und Schönheit der Natur für die Vogelwelt erhalten können, braucht sie Ihren Schutz. Unterstützen Sie uns und werden Sie NABU-Mitglied!
