Tradition und Zukunftsaufgabe

Vogelschutz beim NABU

Vogelschutz im NABU verbindet Tradition und Zukunft: Er ist Ausgangspunkt der Verbandsgeschichte und zugleich Schlüsselaufgabe für eine auch für kommende Generationen lebenswerte Natur und Umwelt.
Weißstorch im Feld
Weißstorch im Feld© Foto: Stefan Wenzel

Der Schutz der Vögel bildet den Ursprung und den Kern des NABU. Gegründet wurde unser Verband im Jahr 1899 als „Bund für Vogelschutz“, mit dem Ziel, freilebende Vögel zu schützen und ihre Lebensräume zu bewahren. Bis heute ist der Vogelschutz ein zentraler Bestandteil unserer Arbeit. Zugleich steht er stellvertretend für die Erhaltung der biologischen Vielfalt insgesamt.

Vögel sind gute Indikatoren für den Zustand unserer Natur. Ihr Verschwinden deutet auf tieferliegende Umweltprobleme hin. Ihr Wohlergehen hingegen weist auf meist gute Lebensbedingungen hin, von denen auch zahlreiche andere Organismengruppen profitieren. Ein wirksamer Vogelschutz umfasst daher nicht nur den Schutz einzelner Arten und Populationen, sondern auch den Erhalt ganzer Lebensräume beziehungsweise Ökosysteme und besteht aus Natur-, Arten- und Klimaschutz gleichermaßen. 

Jedes Jahr sterben viele Basstölpel, weil sie sich in Fischernetzen und Plastikteilen verheddern, die als Nistmaterial benutzt wurden.© Foto: imageBROKER.com/Farina Graßmann

Gesellschaftliche Verantwortung

Der Rückgang vieler Vogelarten macht deutlich, wie stark die menschliche Nutzung die Natur um uns herum und weltweit verändert. Der NABU setzt sich daher für nachhaltige Landnutzung, wirksamen Natur- und Artenschutz und eine naturverträgliche Raumplanung ein. Vogelschutz wird damit zu einer Frage gesellschaftlicher Verantwortung, die Politik und Wirtschaft gleichermaßen betrifft. 

Intakte Ökosysteme sichern langfristig Ressourcen, regulieren Schädlinge und tragen zur Klimastabilität bei. Unternehmen sind gefordert, nachhaltiger zu wirtschaften und ihre Auswirkungen auf die Natur zu reduzieren. Wir begleiten diesen Wandel, zeigen Lösungen auf und fordern klare Rahmenbedingungen.

Was kann ich tun?

Vogelschutz bietet konkrete Anknüpfungspunkte, sich einzubringen, sei es durch naturnahes Gärtnern, die Teilnahme an Mitmachaktionen wie der Stunde der Gartenvögel beziehungsweise Wintervögel oder persönliches politisches Engagement. Er stärkt das Bewusstsein für die eigene Verantwortung und zeigt, dass Naturschutz im Alltag beginnt. 

Menschen erleben Natur unmittelbar, entwickeln Wertschätzung und tragen aktiv zu ihrem Erhalt bei. Zudem macht das Beobachten von Vögeln und das Hören ihrer Gesänge einfach Spaß und trägt wissenschaftlich bestätigt zur mentalen Gesundheit bei.

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Enge Zusammenarbeit mit Fachverbänden

Darüber hinaus ist der NABU mit seinen Landesverbänden und zahlreichen Ehrenamtlichen in über 2000 Gruppen vor Ort und in Ausschüssen aktiv. Der Verband arbeitet eng mit weiteren avifaunistischen und ornithologischen Fachverbänden und Netzwerken wie BirdLife International, DDA (Dachverband Deutscher Avifaunisten), DRV (Deutscher Rat für Vogelschutz) und DOG (Deutsche Ornithologische Gesellschaft) zusammen und forscht am MOIN (Michael-Otto Institut) in Bergenhusen zu praktischen Artenschutzmaßnahmen.

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Kontakt

Foto Platzhalter Storch Mitarbeiterinnen
Team Vogelschutz