Hilfe für Langstreckenflieger

Erfolgsbericht: Knutts

Nur wenige Wochen haben die Knutts Zeit, sich auf ihrer einzigen Rast in die Brutgebiete satt zu fressen. Doch auf ihrem Stopp im Nationalpark Wattenmeer finden sie immer weniger Futter – mit verheerenden Folgen. Mit der Hilfe engagierter Spender*innen helfen wir den Knutts.
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Mehrere Knutts auf Futtersuche am Strand
Knutts auf Futtersuche© Foto: Mathias Schäf

Vorrat für eine weite Reise

Februar 2022 – Ganze 10.000 Kilometer legen Knutts auf dem Weg in ihr Brutgebiet in der Arktis zurück. Dabei machen sie nur einen einzigen Stopp im Nationalpark Wattenmeer. Dort müssen die Vögel zu Kräften kommen und sich für die Weiterreise kugelrund fressen. Dafür haben sie aber gar nicht viel Zeit. Im Mai landen die Knutts an unserer Küste und Mitte Juni müssen sie bereits wieder abfliegen.

Wenn sie zu spät starten, ist die Nahrung für ihre Jungen weg. Insektenlarven stehen auf dem Speiseplan. Doch die schlüpfen immer früher und durch die steigende Nahrungsknappheit im Wattenmeer brauchen die Knutts immer länger, um wieder flugbereit für die lange Reise zu sein. Eine gefährliche Störung des Gleichgewichts, denn mehr und mehr kleine Knutts verhungern nach dem Schlüpfen. Mit der Unterstützung engagierter Spender*innen wollen wir den Langstreckenfliegern helfen.

Erfolgreiche Schutzmaßnahmen

Wenn die Knutts im Mai Halt im Wattenmeer machen, werden wir aktiv. Sie werden mit GPS-Sendern ausgestattet, die uns dann zeigen, wo genau die Knutts im Wattenmeer auf Nahrungssuche gehen. Derzeit werden die passenden Sender ausgewählt und gekauft sowie Genehmigungen eingeholt, die wir für die Besenderung benötigen. Das sind zum Beispiel Tierschutzgenehmigungen aber auch eine Betretensgenehmigung für die geschützten Flächen im Nationalpark Wattenmeer.

Im Watt wird ein Segelschiff als Basislager für unser Team dienen. Es werden sogenannte Benthosproben im Watt entnommen. Diese enthalten Muscheln, Schnecken und Würmer, also die Nahrungsgrundlage der Knutts. So können wir herausfinden, ob im Gebiet genug Futter für die Vögel vorhanden ist. Mit dem neu gewonnen Wissen, können wir Maßnahmen einleiten, die den Knutts helfen, auch in Zukunft rechtzeitig und vor allem satt in die Brutgebiete zu starten.

Auch mit den GPS-Sendern können wir viel über die Tiere lernen. Zum Beispiel wo die Tiere brüten und auch, ob sie erfolgreich sind. Denn die Knutts bleiben mit ihren Küken in der Arktis bis sie flügge sind. Sterben die Küken, ziehen sie bereits früher wieder Richtung Süden. Dank der Sender können wir herausfinden, ob die Knutts rechtzeitig für eine erfolgreiche Brut ankommen.

Wir sagen Danke!

Dank Ihrer Unterstützung können wir jetzt mehr über die Knutts lernen und ihnen helfen. So werden die Langstreckenflieger auch in Zukunft an unserer Küste satt.

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