#GenerationRestoration: Teil der globalen Bewegung werden
UN-Dekade zur Wiederherstellung von Ökosystemen 2021 bis 2030
Noch immer werden Moore für die Land- und Forstwirtschaft entwässert oder durch Torfabbau zerstört. Regenwaldflächen müssen gigantischen Palmölplantagen weichen. Und in künstlich begradigten Flüssen sowie monoton bewirtschafteten Wiesen oder überfischten Meeren geht die biologische Vielfalt drastisch zurück. Diese Liste ließe sich noch lange so fortführen und genau darüber könnte man verzweifeln. Oder – und dafür hat sich der NABU entschieden – wir können alles daran setzen, das Ruder in diesem Jahrzehnt umzureißen. Dafür steht auch die UN-Dekade zur Wiederherstellung von Ökosystemen, die im Juni 2021 gestartet ist und bis 2030 Ökosysteme weltweit in den Fokus rückt. Und das aus gutem Grund!
Ein dringender Weckruf für Artenvielfalt und Klimaschutz
Natürliche Ökosysteme wie Moore, Flüsse und Wälder sind unser Leben. Sie versorgen uns mit Sauerstoff, reinigen die Luft und regulieren das Klima. Sie stellen Trinkwasser und Nahrung bereit, sind Lebens- und Erholungsräume. Blicken wir jedoch auf die zunehmende Übernutzung von Ökosystemen, wird immer deutlicher, dass genau diese Lebensgrundlagen schon jetzt unmittelbar bedroht sind. Die UN-Dekade ist ein letzter Weckruf zum Schutz und zur Wiederbelebung von Ökosystemen auf der ganzen Welt. Nur mit intakten Ökosystemen können wir die Lebensgrundlagen der Menschen verbessern, der Klimakrise entgegenwirken und den Kollaps der Artenvielfalt aufhalten. Denn gestörte Ökosysteme lassen sich wiederherstellen oder – präziser ausgedrückt – ihre Ökosystemfunktionen wie Kohlenstoffspeicherung, Landschaftskühlung oder Wasserfilterung lassen sich mit gezielten Renaturierungsmaßnahmen zurückgewinnen. Das beweisen zum Beispiel NABU-Projekte wie die
blank">Renaturierung der Unteren Havel oder das länderübergreifende Moorschutz-Projekt LIFE Peat Restore.
Auch um die
blank">17 Ziele zur nachhaltigen Entwicklung, bekannt als Agenda 2030, zu erreichen, müssen wir die Ziele dieser UN-Dekade nicht nur zur Priorität erklären, sondern endlich auch zur Priorität machen. Zu diesen Zielen gehören ganz zentral die Beseitigung von Armut und das Herstellen von Ernährungssicherheit. Das tägliche Leben vieler lokalen Gemeinden, so zum Beispiel in den NABU-Projektregionen Sheka, Kafa und Bench-Sheko in Südwestäthiopien, hängt direkt von den Ressourcen der Wälder ab. Um die Ernährungs-, Wasser- und Energiesicherheit von rund zwei Millionen Menschen nicht weiter zu gefährden, müssen diese Wälder dringend stabilisiert werden.
#GenerationRestoration
Unter dem Hashtag #GenerationRestoration schließt sich jetzt eine globale Bewegung zusammen, die der Zerstörung von Mooren, Wäldern, Flüssen & Co. nicht länger zusehen und alle Anstrengungen unternehmen wird, sie zu natürlichen Lebensräumen zu machen. Wer kann Teil dieser Bewegung werden? Alle! Bereits jeder Kauf kann eine ökosystem-relevante Entscheidung sein. Die UN-Dekade richtet sich also an alle Naturschutzmacher*innen im Großen wie im Kleinen, an Akteur*innen aus Politik und Wirtschaft und natürlich an Menschen, die ihre politische Stimme einsetzen.
Globale Herausforderungen erfordern globale Denkweisen. Gleichzeitig brauchen wir jetzt viele kleine und große Initiativen auf lokaler Ebene, damit dieses Jahrzehnt die nötige Kehrwende bringen kann. Jedes Ökosystem ist relevant. Und jede*r kann sich für Ökosysteme stark machen.
Einblicke in unsere Projekte
Am lebenden Objekt: So gelingen Erhalt und Wiederherstellung von Ökosystemen
Mit praktischen Beispielen, wie Moore, Wälder und Flüsse wieder lebendig werden
NABU-Infopapier zur UN-Dekade
Was steckt hinter dieser UN-Dekade? Was war noch mal ein Ökosystem? Wie genau funktioniert die Wiederherstellung von Ökosystemen? Und was haben wir alle damit zu tun? Fragen über Fragen. Hier gibt es Antworten.