Die 77 besten Klimaschutz-Tipps
Klima schützen

Die Freisetzung von Kohlendioxid (CO2) ist der Hauptverursacher der Klimakrise. Es entsteht überall dort, wo wir kohlenstoffhaltige Energieträger verbrennen. Hierbei handelt es sich überwiegend um die so genannten fossilen Ressourcen Kohle, Öl und Gas, die wir zur Produktion von Strom, Wärme oder Bewegungsenergie verfeuern und damit die globale Erderwärmung weiter beschleunigen. Private Haushalte haben wesentlichen Einfluss darauf, ob sich die durch Energieerzeugung, Produktion von Waren und Dienstleistungen sowie im Verkehr entstehenden CO2-Emissionen in Deutschland im erforderlichen Umfang verringern.
Wer etwas zum Klimaschutz beitragen möchte, muss daher vor allem darauf achten, Energie einzusparen und den Einsatz erneuerbarer Energien unterstützen. Aber auch an anderen Stellen ist Handeln gefragt, beispielsweise hoher Fleischkonsum beeinträchtigt das Klima ebenfalls negativ. Egal, ob im Verkehr oder beim Einkaufen, jede*r Einzelne kann also etwas tun. Fang mit zwei oder drei unserer Tipps an – du wirst sehen, du schonst damit nicht nur die Umwelt, sondern auch deinen Geldbeutel!
Einkaufen
Kaufe regionale und saisonale Produkte – das spart überflüssige Transportwege.
In Deutschland wird über die Hälfte des Getreides verfüttert, ein großer Teil dieses Getreides wäre auch für die direkte menschliche Ernährung nutzbar. Zusätzlich wird täglich Regenwald abgeholzt, um Platz für neue Soja-Plantagen und Rinderweiden zu schaffen. Soja dient vorwiegend als Tierfutter. Bei der Entwaldung wird Kohlendioxid freigesetzt, die Rinder stoßen eine nicht unbeträchtliche Menge Methan aus und die Aufbringungen von zu hohen Düngermengen setzt ebenfalls Treibhausgase frei. Deshalb sollte der Fleischkonsum und der Konsum anderer tierischer Produkte deutlich reduziert werden. Versuche daher, dich beim Konsum von Fleisch- und Milchprodukten einzuschränken.
Weiden tragen zum Klimaschutz bei, da Gräser ihre Wurzelmasse vor allem unter der Erde haben. Beim Absterben dieser Gräser entsteht Humus, wodurch Kohlenstoff gebunden und somit der Atmosphäre CO₂ entzogen wird. Kaufe daher Molkereiprodukte aus Weidehaltung.
Für die Herstellung von Recyclingpapier werden weniger Energie und Wasser benötigt.

Bevorzuge beim Einkauf Nachfüllpacks, um überflüssigen Müll zu vermeiden. Kaufe außerdem, wenn möglich, unverpackte Ware.
Kauf Getränke in Mehrwegflaschen aus Glas oder Plastik statt Einwegflaschen. Am besten sind Getränke aus der Region, um unnötige Transportwege zu vermeiden.
Greif nicht zu Plastik- oder Papiereinwegtüten, sondern benutz lieber Stofftaschen oder Einkaufskörbe.
Kühlen
Der Kühlschrank gehört zu den größten Stromfressern im Haushalt. Auch hier lassen sich Strom und Kosten sparen, wenn das Gerät an einem kühlen Ort aufgestellt wird.
Das Gerät braucht weniger Strom, wenn die Türen nicht länger als notwendig geöffnet werden. Am meisten Energie verbraucht der Kühlschrank nach dem Einkauf, wenn das Gerät die frisch eingeräumten Lebensmittel herunterkühlen muss.
Lass noch heiße Gerichte erst auf Raumtemperatur abkühlen, bevor du diese in den Kühlschrank stellst. Das Gerät braucht so weniger Energie, um die Nahrungsmittel herunterzukühlen.
Wenn sich im Tiefkühlfach deines Kühlschranks eine Eisschicht gebildet hat, solltest du diese abtauen, denn sie erhöht den Stromverbrauch.

Wenn du mehrere Wochen nicht zu Hause bist, solltest du den Kühlschrank auf kleinster Stufe laufen lassen oder ganz abschalten. Wenn du ihn ganz abschaltest vergiss nicht, die Tür offenstehen lassen, um Schimmelbildung zu vermeiden.
Lege die Lebensmittel im Kühlschrank am besten in Dosen und verpacke auch die Nahrungsmittel im Gefrierfach gut.
Wenn möglich, solltest du auf einen Gefrierschrank oder eine Gefriertruhe verzichten, denn diese sind wahre Stromfresser.
Kochen
Erhitze kleinere Mengen (< 250 ml) mit der Mikrowelle. Bei größeren Mengen (> 250 ml) sind Wasserkocher, Herdplatte und Backofen effizienter im Energieverbrauch.
Lasse gefrorene Lebensmittel rechtzeitig auftauen, um hierfür nicht Mikrowelle, Herd oder Ofen einsetzen zu müssen. Bei guter Planung kannst du auch Lebensmittel im Kühlschrank auftauen lassen, sodass die dabei frei werdende Kälte die übrigen Lebensmittel automatisch mit kühlt.
Schließ beim Kochen den Kochtopf. Ein offener Topf erhöht den Energieverbrauch.
Stelle auf die Herdplatten nur Kochtöpfe der richtigen Größe. Wenn der Topf über die Platte hinausragt, verlängert das die Kochzeit. Ist sein Durchmesser dagegen zu klein, geht Energie ungenützt verloren.
NABU-Wissen
Nachhaltige Ernährung
Hast du dich schon einmal gefragt, welche Folgen unser gefüllter Kühlschrank für die Umwelt und das Klima hat? Dieser Kurs bietet dir die Möglichkeit, dich mit diesen Zusammenhängen zu befassen – und zu erfahren, was du ändern kannst!
Nutze, wenn möglich, Schnellkochtöpfe (Dampfdrucktöpfe), um die Kochzeit zu verringern.
Koche mit einer möglichst geringen Menge Wasser und schalte die Kochplatte rechtzeitig aus, um die Nachhitze zu nutzen.
Wenn du Wasser für Tee oder ähnliche Getränke erhitzt, nutze lieber den Wasserkocher statt der Herdplatte.
Fülle in den Wasserkocher nur soviel, wie du auch wirklich benötigst. Mehr Wasser bedeutet mehr Stromverbrauch, zudem braucht der Wasserkocher dann länger.
Bad
Ziehe eine Dusche dem Vollbad vor und dusche nicht länger als nötig.
Drehe den Wasserhahn zu, während du beispielsweise die Zähne putzt. Außerdem solltest du tropfende Hähne reparieren.
Wenn du einen Niederdruck-Brausekopf in deine Dusche einbaust, begrenzt du deinen Warmwasserverbrauch. Damit sparst du mehr als die Hälfte der Energie. Alternativ kannst du einen Durchlaufbegrenzer vor dem Brausekopf installieren.

Installiere einen Strahlregler (auch Perlator® genannt) im Wasserhahn. Damit sparst du bis zu 50 Prozent Wasser und entsprechend viel Energie.
Nutze Einhandhebelmischer für Küche und Bad. Du kannst so schneller die gewünschte Temperatur einstellen und damit Wasser einsparen.
Nutzen Sie eine Spülstopp- beziehungsweise Spartaste, um den Wasserverbrauch zu senken. Achten Sie außerdem darauf, dass der Spülkastenablauf richtig abgedichtet ist.
Waschmaschine
Kleidung bei 90 Grad zu waschen, ist heutzutage in der Regel unnötig. Meistens reichen sogar 40 Grad völlig aus. Weitere Energie sparst du ein, wenn du auf die Vorwäsche verzichtest. Eco-Programme erzielen die gleiche Waschleistung wie die Normalprogramme, benötigen aber deutlich weniger Energie und teilweise auch weniger Wasser.
Das Volumen der Waschmaschinentrommel solltest du nutzen. Weniger Wäsche in der Trommel bedeutet mehr Waschgänge und somit auch mehr Energieverbrauch.
Verzichte auf einen Wäschetrockner. Das Gerät benötigt noch mehr Strom als die Waschmaschine. Trockne die Wäsche stattdessen lieber im Waschkeller oder an der frischen Luft.
Heizung
Das Abdichten von Fenstern und Türen verhindert, dass Wärme nach außen entweicht und mehr geheizt werden muss.
Stell keine Möbel vor die Heizkörper und verdecke diese nicht mit Vorhängen. Empfohlen wird ein Mindestabstand von 30 cm. Diese Barrieren verhindern den Wärmefluss in den Raum und erhöhen so die Heizkosten.
Bei den tiefen Außentemperaturen in der Nacht wird die meiste Wärme über die Fenster verloren. Wenn du Rollläden, Vorhänge und Klappläden schließt, kannst du diesen Wärmeverlust bereits um einige Prozent eindämmen.
Zum Lüften sollten die Fenster mehrmals am Tag für wenige Minuten weit geöffnet werden. Vorteilhaft ist es gegenüberliegende Fenster zu öffnen, um den Luftaustausch zu erhöhen. Die Thermostate an den Heizkörpern solltest du in dieser Zeit herunterdrehen.
Gerade bevor die kalte Jahreszeit beginnt, solltest du einen Fachmann deine Heizungsanlage warten lassen.
Luft im Heizkörper verringert die Heizleistung und erhöht den Energiebedarf. Daher solltest du die Heizkörper regelmäßig entlüften (ca. einmal im Jahr).

Wenn es im Sommer warm genug ist, sodass die Heizung nicht benötigt wird, dann solltest du die Heizanlage auf den reinen Warmwasserbetrieb einstellen.
Besonders in älteren Gebäuden sind die Heizkörper oft in Wandnischen eingebaut, an denen die Wände dünner sind. Dort entweicht viel Wärme vom Heizkörper nach draußen. Verhindere dies durch das Anbringen einer Hochleistungsisolierung. Ebenso sollten nicht isolierte Heizungsrohre mit einer Dämmung versehen werden. Die kann auch ohne Fachmann angebracht werden.
Falls du Fenster mit einfacher Verglasung hast, ersetze diese durch solche mit Doppel- oder Dreifachverglasung. Die Dämmwirkung hält die Wärme im Raum und spart damit einen Teil der Beheizung.
Stell die Temperaturen in den einzelnen Räumen deiner Wohnung individuell ein. Im Schlafzimmer reichen 16 °C, im Wohnzimmer, der Küche und dem Büro sollten es ca. 20 °C sein und im Bad gern auch 22 °C. Zudem variieren die sinnvollen Temperaturen über die Tageszeit. Senke die Temperaturen in der Nacht und bei längerer Abwesenheit. Schon eine um ein Grad Celsius höhere Raumtemperatur lässt den Energieverbrauch einer Heizung um fünf bis sechs Prozent steigen.
Um die unterschiedlichen Temperaturen in den Räumen zu halten, solltest du Türen geschlossen halten. Ansonsten entweicht viel Wärme aus den warmen Räumen in die kälteren.
Vermeide es, die Heizung auf vollen Touren laufen zu lassen. Die Räume werden dadurch nicht schneller warm, aber es besteht die Gefahr unnötig hoher Raumtemperaturen.
Thermostatventile, die die Heizung bei Erreichen der gewünschten Raumtemperatur automatisch drosseln, sollten an keinem Heizkörper fehlen. Noch besser, weil genauer und praktischer, sind programmierbare elektronische Thermostatventile. Damit kann man auch als Mieter Nebenkosten sparen. Sie regeln die Temperaturen automatisch, nachdem sie einmal eingestellt wurden. Die Ventile auszutauschen ist ganz leicht: einfach die alten Thermostatventile abschrauben und die neuen aufschrauben. Bei einem Umzug können die neuen Ventile wieder gegen die alten ausgetauscht und mitgenommen werden.
Beim Verband privater Bauherrn findest Du weitere Tipps zur energiesparenden Beheizung.
Größere Anschaffungen
Clever einkaufen – Energie und Kosten sparen: Du stehst vor einer neuen Anschaffung? Egal ob neuer Kühlschrank, Waschmaschine oder Fernseher - mit der Kampagne EcoTopTen nimmt dir das Öko-Institut die aufwändige Recherchearbeit ab: Zentrales Element bei EcoTopTen sind die jährlichen Gesamtkosten. Das heißt, es wird nicht nur der Kaufpreis verglichen, sondern es fließen auch die Folgekosten in die Bewertung ein, zum Beispiel für Strom-, Wasser- und Waschmittelverbrauch bei Waschmaschinen oder für Steuern, Versicherungen, Wertverlust und Kraftstoffverbrauch bei Autos. In zehn Bereichen gibt es jeweils Empfehlungen für ökologische Spitzenprodukte mit hoher Qualität und einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis.
Mit einer besseren Hausdämmung verhinderst du, dass aus deinen vier Wänden zu viel Wärme entweicht. Damit kannst du nicht nur Energie, sondern auch enorme Kosten sparen. Lass dich hierfür von Fachleuten beraten.

Richtig Energie sparen lässt sich am besten mit einer neuen Heizung. Bei der Investition greift der Staat mit Förderprogrammen unter die Arme. Ein Energieberater hilft dir bei der Analyse deines aktuellen Energieverbrauchs und erarbeitet einen individuellen Plan zur Optimierung des Wärmeverbrauchs. Die Investition amortisiert sich schnell aufgrund der eingesparten Brennstoffkosten. Insbesondere in Kombination mit Photovoltaikanlagen können Wärmepumpen die Energiekosten und die CO₂-Produktion deutlich senken.
Solarstrom ist klimafreundlich, macht unabhängiger und ist günstig. Eigentümer, die beim Hausbau oder bei einer Modernisierung auf Solarenergie umrüsten, können verschiedene Förderinstrumente in Anspruch nehmen (z.B. EEG, KfW, BEG). Für Solarstromanlagen (Photovoltaik) gibt es pro Kilowattstunde eingespeister Solarenergie eine Einspeisevergütung im Rahmen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG). Wer seine Heizung modernisiert und dabei auf Solarwärme setzt, kann Investitionszuschüsse beantragen. Potenziale für die Eigenversorgung bestehen auch für Mieter*innen, beispielsweise mit einem Pachtmodell. Dabei wird die Photovoltaik-Anlage vom Eigentümer verpachtet. Zudem können Vermieter*innen und Mieter*innen im Rahmen des Mieterstrommodells zum beiderseitigen Vorteil Photovoltaikanlagen nutzen. Bei kleinen Einheiten ohne Möglichkeit der Installation einer großen PV-Anlage ist eine Steckdosen-Solaranlage eine Option.
Bei steigenden Strompreisen wird der Eigenverbrauch des Stroms aus Photovoltaik immer wichtiger. Sofern du auf einen eigenen Pkw angewiesen bist, eröffnet eine Solarstromanlage die Möglichkeit, Energie und Kosten bei der Mobilität einzusparen: Ein Elektroauto ist im Gebrauch deutlich sparsamer als ein Verbrenner-Fahrzeug. Auch die Gesamtklimabilanz ist bereits nach einem Jahr besser als bei Verbrennern. Inzwischen gibt es einen Gebrauchtwagenmarkt mit günstigeren Modellen, Leasing-Varianten und Plattformen für geteilte Fahrzeuge.
Technische Hilfsmittel können den Eigenverbrauch des Solarstroms erhöhen. Hierzu gehören Stromspeicher oder die gezielte Verbrauchssteuerung mittels Wärmepumpe. Durch verstärkten Eigenverbrauch können zudem die Stromnetze entlastet werden. Bei Investition in mehrere große Energieverbraucher wie Heizung oder PKW solltest du das Gesamtsystem betrachten.
Büro
Hier kommt es darauf an, wofür du den PC benutzt. Notebooks sind oft schon genauso leistungsfähig wie große Rechner und dabei wesentlich energieeffizienter.
Während längerer Arbeitspausen sollte der Computer in den Energiesparmodus geschaltet werden. Über Nacht ist es sinnvoll, den PC auszuschalten. Das spart nicht nur Energie, sondern der Neustart vor Arbeitsbeginn erhöht auch die Leistungsfähigkeit.
Schalte den Monitor aus, wenn du ihn nicht benötigst, statt den Bildschirmschoner laufen zu lassen. Grafisch aufwändige Bildschirmschoner brauchen viel Energie.
Schalte auch Drucker und Scanner aus, wenn du die Geräte nicht benötigst. Gerade Laserdrucker können sonst im Stand-by-Modus unbemerkt Strom fressen.
Die meisten PCs, Smartphones etc. sind im Büro an das WLAN angeschlossen. Die zugehörigen Router und Repeater benötigen für das Aussenden des Signals viel Energie. Außerhalb der Bürozeiten (z. B. nachts) sollte das Signal abgeschaltet werden. Das ist häufig in den Routern einstellbar.

In vielen Unternehmen werden die Daten auf zentralen Servern abgelegt. Trotzdem werden in E-Mails häufig Dateien als Anhang mitgesendet. Bei großen Dateien führt das zu einem hohen Datenvolumen. Dadurch dauert das Versenden der E-Mail nicht nur länger, sondern die Übertragung braucht auch mehr Energie. Versende statt der Datei daher den Link zu dieser auf dem zentralen Server. Dadurch stellst du auch sicher, dass Kolleg*innen auf die aktuelle Version zugreifen.
Diverse Unternehmen kaufen gebrauchtes IT-Equipment, vor allem von Firmen, und bereiten dieses auf. Diese „refurbished“ Geräte sind oft ähnlich gut wie Neuware, dafür aber deutlich günstiger und es werden Rohstoffe für die Herstellung gespart.
Überlege vor dem Ausdrucken von Dokumenten, ob dies wirklich nötig ist. Verwende Recycling- anstatt Frischpapier.
Energieverbrauch im Haushalt allgemein
Es gibt bundesweit aktive, vorbildliche Ökostromanbieter, wie Green Planet Energy, Elektrizitätswerke Schönau (EWS) und Naturstrom AG. Gute Anbieter garantieren, dass sie in neue, regionale Wind- und Solaranlagen an naturverträglichen Standorten investieren. Dies ist bei Ökostromanbietern gewährleistet, die mit dem Grüner Strom Label ausgezeichnet sind. Unter vergleich-dich-gruen.de können die Preise der Ökostromanbieter verglichen werden. Dabei werden auch regionale Stromanbieter je nach Postleitzahl mit einbezogen. Mit Ökostrom leisten wir einen Beitrag zum zukunftsfähigen Umbau unserer Energieversorgung und zu mehr Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern.
Oft brennt mehr Licht als notwendig. Schalte einfach ab. Fernseh-, DVD- und ähnliche Geräte solltest du besser nicht nur per Fernbedienung, sondern ganz ausschalten. Im Stand-by-Modus verbrauchen sie sonst weiter Strom. Am besten kaufst du eine abschaltbare Steckdosenleiste - so kannst du sichergehen, dass die Geräte nicht unnötig Energie verbrauchen.
Bevor du akkubetriebene Geräte, wie Handys oder elektrische Zahnbürsten auflädst, sollten diese fast leer sein. Denn auch wenn du diese mit vollem Akku ans Netz anschließt, ziehen sie kontinuierlich Strom.

Kaufe statt Batterien lieber Akkus, die du mit einem Ladegerät wieder aufladen kannst.
Ein richtig genutzter Geschirrspüler ist effizienter als das Spülen von Hand. Ebenso wie die Waschmaschine solltest du auch den Geschirrspüler erst anschalten, wenn er richtig voll ist. Lässt du den Geschirrspüler im Energiesparmodus laufen, ist der Verbrauch wesentlich geringer. Eco-Programme erzielen die gleiche Spülleistung wie die Normalprogramme, benötigen aber deutlich weniger Energie und teilweise auch weniger Wasser.
Verzichte bei der Gartenarbeit auf unnötige Geräte, die häufig nicht nur Lärm verursachen, sondern bei Benzinbetrieb auch Schadstoffe ausstoßen.
Recycling ist nach wie vor ein wichtiges Thema. Durch das Recycling von Rohstoffen wird neben den Rohstoffen selbst auch Energie eingespart. Darum: Müll trennen!
Mobilität
Auch die bewusste Wahl der Verkehrsmittel trägt zum Klimaschutz bei: Auf kurzen Strecken mit dem Fahrrad fahren schont das Klima und ist gut für die Gesundheit. Inzwischen gibt es eine immer bessere Auswahl an Elektrofahrrädern und E-Lastenrädern, sodass das Fahrrad auch auf mittleren Strecken, in hügeligem Terrain und beim Einkaufen autofreie Mobilität ermöglicht. Insbesondere in der Stadt bist du mit dem Fahrrad schneller und flexibler unterwegs. Öffentliche Verkehrsmittel können ebenfalls eine Alternative sein, für weitere Entfernungen innerhalb Deutschlands die Angebote der Bahn prüfen.
Kennst du Kolleg*innen, die denselben Arbeitsweg haben? Spreche sie doch auf eine Fahrgemeinschaft an. Durch eine Fahrgemeinschaft sparst du Sprit und Geld, und du und deine Kolleg*innen können sich mit dem Fahren abwechseln. Zudem ist der Arbeitsweg zusammen mit netten Arbeitskolleg*innen viel unterhaltsamer.
Eine grundsätzliche Frage solltest du dich in jedem Fall stellen: benötigst du wirklich ein eigenes Auto? Oftmals ist ein Auto im Alltag unnötig oder sogar hinderlich - wer in einer Großstadt lebt, weiß, dass man oft schneller und einfacher mit öffentlichen Verkehrsmitteln ans Ziel kommt. Wer also nur ab und an ein Auto braucht, um zum Beispiel größere Einkäufe zu erledigen oder ins Grüne zu fahren, kann sich zum Carsharing anmelden. Einmal angemeldet, kann man schnell und einfach jederzeit ein Auto mieten - ganz unbürokratisch. Eine Liste der Carsharing-Anbieter finden Sie auf den Seiten des www.carsharing.de
Solltest du einen neuen PKW anschaffen wollen, dann prüfe, ob ein E-Fahrzeug für deine Bedürfnisse geeignet ist: Welche Länge hat meine typische Fahrt? Ist es wirklich notwendig ein Auto für den seltenen Maximalgebrauch, also die lange Urlaubsfahrt oder den Möbeltransport dauerhaft zu fahren? Elektroautos haben im Vergleich zu Verbrennern bereits ab rund 20.000 km eine bessere CO₂-Bilanz über den gesamten Lebenszyklus des Fahrzeuges. Die energieeffizienteste Ladevariante ist das Laden über die Mittagszeit, wenn am meisten erneuerbare Energien im Netz sind. Gegenüber dem Laden am Abend an der Wallbox an deinem Haus verbrauchst du nur halb so viel CO₂. Sprech daher deinen Arbeitgeber auf eine Lademöglichkeit am Arbeitsplatz an. Aber auch das Laden in Kombination mit der heimischen Photovoltaikanlage kann eine effiziente Lösung sein.
Schalte frühzeitig und gib dafür mehr Gas und fahr stets im höchstmöglichen Gang. In der Regel kannst du bei Tempo 30 den dritten, bei 40 den vierten und bei 50 den fünften Gang einlegen. Niedertouriges Fahren schadet dem Motor keineswegs, im Gegenteil, der Verschleiß reduziert sich.

Rase nicht auf der Autobahn - bei einer Geschwindigkeit über 100 Kilometer pro Stunde steigt der Sprit- oder Stromverbrauch stark an. Ein gleichmäßiges Reisetempo zwischen 100 und 130 Kilometer pro Stunde vermeidet zudem häufiges Bremsen und Beschleunigen und spart so doppelt.
Je stärker die Lichtmaschine durch elektrische Verbraucher belastet wird, desto höher ist der Kraftstoffverbrauch. Einer der größten Energiefresser ist die Klimaanlage, die den Verbrauch um bis zu zwei Liter je 100 Kilometer erhöht. Vergessen wird oft die Heckscheibenheizung. Die „verbraucht“ pro Stunde rund 0,1 Liter Sprit. Umgerechnet auf den Stadtverkehr sind das 0,3 bis 0,4 Liter pro 100 Kilometer.
Entrümpel deinen Kofferraum und werf überflüssiges Gewicht ab. Überprüfe regelmäßig deinen Reifendruck. Orientiere dich am empfohlenen Druck für volle Beladung.
Nach wie vor stoßen Flugzeuge eine hohe Menge an Schadstoffen aus. Gerade Inlandsflüge lassen sich oft vermeiden. Aber auch bei Fernreisen sind die Bahn und Reisebusse die umweltfreundlichere Wahl.
Bei unvermeidbaren Flügen gibt es unter www.atmosfair.de die Möglichkeit, die entstandenen Emissionen berechnen und ausgleichen zu lassen. du zahlst freiwillig für die durch deinen Flug verursachten Treibhausgase. Das Geld wird zum Beispiel in Solar-, Wasserkraft-, Biomasse- oder Energiesparprojekte in Entwicklungsländern investiert, um dort eine Menge Treibhausgase einzusparen, die eine vergleichbare Klimawirkung haben wie die Emissionen aus dem Flugzeug. Dein Geld trägt dazu bei, diese Projekte zu ermöglichen.
Gesellschaft
Mit Nachbarn, Freunden und Verwandten darüber ins Gespräch kommen: Dabei solltest du dich nicht als dogmatischer Klimaretter oder Moralapostel betätigen. Aber so platt es klingen mag, wir müssen mehr darüber reden, was wir für den Klimaschutz tun können und warum. Öffentliche Appelle und Berichte über die Medien erreichen nicht die Aufmerksamkeit und Wirksamkeit wie überzeugende Mitmenschen aus unserem persönlichen Umfeld.
Weise bereits deine Kinder früh darauf hin, dass es wichtig ist, Energie zu sparen.
Gemeinsam für das Klima: Trete einem Umweltschutzverband bei und engagiere dich zusammen mit anderen Menschen für Klima-, Natur- und Umweltschutz.
Die Natur muss sich an den Klimawandel anpassen. Du kannst ihr dabei helfen, indem du Raum dafür schaffst, Nischen, Rückzugsräume und Trittsteine, die auch schon durch einen naturnahen Garten geschaffen werden können. Setze dich gemeinsam mit dem NABU für die Erhaltung von intakten Lebensräumen in der Natur ein.






