Wir mischen uns ein

Gesellschaft und Politik

Überparteilich, aber nicht unpolitisch: Der NABU ist als Teil der Zivilgesellschaft aktiv und verschafft den Interessen von Umwelt- und Naturschutz in der Politik Gehör.
NABU-Aktive beim Klimastreik in Berlin.
NABU-Aktive beim Klimastreik in Berlin.© Foto: NABU/Ben Kriemann

Der NABU ist ein gemeinnütziger Verein und als solcher zwar überparteilich, aber nicht unpolitisch. Wir setzen uns nicht nur mit einer breiten fachlichen Expertise für Natur und Umwelt ein, sondern auch als zivilgesellschaftlicher Akteur. Für unsere satzungsgemäßen Zwecke, darunter Naturschutz, Landschaftspflege und Tierschutz, treten wir auch politisch ein. 

„Anwalt der Natur“: In der Politik und vor Gericht

Wir bündeln Interessen aus der Bevölkerung und tragen sie an die Entscheidungsträger*innen heran. Im Austausch mit demokratischen Parteien wollen wir sie von unseren Anliegen und Positionen überzeugen, damit wir unsere Aufgabe als Naturschutzmacher*innen erfüllen können. Dabei adressieren wir sowohl die deutsche Politik als auch die EU-Ebene.

Als „Anwalt der Natur“ ist der NABU außerdem berechtigt, die Einhaltung von Umweltgesetzen gerichtlich überprüfen zu lassen.

Zivilgesellschaftliche Verantwortung

Wir sind zudem der größte Ehrenamtsverband im Naturschutz in Deutschland. Rund 75.000 Menschen sind ehrenamtlich für den NABU aktiv und machen sich vor Ort für den Naturschutz stark. Sie pflegen Biotope, sorgen für Umweltbildung und begleiten Planungsprozesse und Gesetzgebungsverfahren. Damit übernehmen wir als Verband, zusammen mit unseren ehrenamtlich Aktiven, Verantwortung für die Gesellschaft und tragen zum im Grundgesetz verankerten Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen bei.

Ohne Rechtsstaat, Freiheit und Demokratie wäre unser Einsatz für Natur und Umwelt unmöglich. Deswegen positioniert sich der NABU klar gegen Rechtsextremismus, menschenfeindliche und demokratiefeindliche Strömungen in der Gesellschaft. In der Diskussion mit der Politik, aber auch sichtbar auf der Straße.   

Politik für unsere Zukunft

Der NABU ist politisch, aber überparteilich. Denn gute Initiativen für den Klima- und Naturschutz können von Politiker*innen ganz unterschiedlicher Parteien kommen, wie ein Blick in die Vergangenheit zeigt. Vier Beispiele:  

  • Als Umweltminister prägte der Christdemokrat Klaus Töpfer in den 1980er Jahren die deutsche Umweltpolitik, etablierte moderne Naturschutz-Gesetze und Umweltstandards.
  • Umweltministerin Svenja Schulze von der SPD nutzte ab 2018 den Druck der Klimaproteste und handelte in der Großen Koalition verbindliche CO₂-Preise, einen verbindlichen Kohleausstieg sowie konkrete Klimaziele aus.
  • Biodiversität und Naturschutz fielen in der EU oft unter den Tisch. Bis CDU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und ihr Vize, der niederländische Sozialdemokrat Frans Timmermans, ab 2019 den „Green Deal“ vorantrieben, den ambitionierten Klimaschutzplan der EU. 
  • Die ehemalige Umweltministerin Steffi Lemke (Grüne) rief das Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz ins Leben. Dieses fördert Projekte, die die Klimakrise mithilfe der Natur bekämpfen.

Du willst politisch aktiv werden?

Informiere dich in einem kostenlosen NABU-Wissen-Kurs oder einem Video über deine Möglichkeiten, mit uns aktiv zu werden.

NABU-Wissen

„Politische Einflussnahme – Was sind deine Möglichkeiten?“

Du möchtest dich politisch engagieren, weißt aber noch nicht genau wie? In diesem Kurs zeigen wir dir, wie du dich politisch für den Naturschutz einsetzen und Einfluss nehmen kannst. Du bekommst mehrere Möglichkeiten aufgezeigt, die du mit und ohne Mitgliedschaft in einem Verband umsetzen kannst.

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