Gemeinsame Pressemitteilung von NABU und NAJU

Fossile Abhängigkeit beenden: COP31 muss den Durchbruch bringen

NABU und NAJU fordern verbindlichen Beschluss zum fossilen Ausstieg und mehr Mitsprache für junge Menschen.

  • Pressemeldung
  • 5.11.2026
  • Berlin/Antalya
  • Lesedauer: 2 Min.
  • von NABU und NAJU

Am 9. November beginnt im türkischen Antalya die 31. Weltklimakonferenz (COP31). NABU und Naturschutzjugend (NAJU) fordern die Staaten auf, endlich einen verbindlichen Fahrplan für den weltweiten Ausstieg aus Kohle, Öl und Gas zu beschließen. Die Klima- und geopolitischen Krisen zeigen einmal mehr, wie abhängig die Welt von fossilen Energien ist, mit spürbaren Folgen wie steigenden Energiepreisen und zunehmenden Extremwetterereignissen. Der Umstieg auf erneuerbare Energien ist deshalb nicht nur für den Klimaschutz dringlicher denn je, sondern auch für Versorgungssicherheit und Unabhängigkeit. 

„Dass der Fossil Fuel Phase Out bei der letzten Weltklimakonferenz in Belém keinen Platz im Abschlussdokument gefunden hat, war ein herber Rückschlag für die globalen Klimaziele. Die Blockade durch fossile Interessen darf sich auf der COP31 nicht wiederholen. Wenn die Staaten diesen Interessenkonflikt überwinden und gemeinsam klare Grenzen setzen, kann in Antalya endlich ein verbindlicher Beschluss zum weltweiten Ausstieg aus fossilen Energien gelingen“, sagt Leo Schäfer, NAJU-Jugenddelegierter bei der COP31.

NABU und NAJU sehen in Antalya nun eine entscheidende Gelegenheit, den internationalen Ausstieg aus fossilen Energien voranzubringen. „Die Abhängigkeit von Kohle, Öl und Gas macht uns wirtschaftlich und gesellschaftlich verwundbar. Die aktuellen Energiepreisschwankungen führen uns das auch hierzulande deutlich vor Augen. Der Abschied von fossilen Energien hin zu mehr Elektrifizierung stärkt unsere Versorgungssicherheit, verringert geopolitische Abhängigkeiten und schafft Raum für Innovation und zukunftsfähige Arbeitsplätze. Die Bundesregierung hat mit ihrem Fahrplan zum fossilen Ausstieg ein wichtiges Signal gesetzt. Von Antalya muss nun ein ebenso klares Signal an die Welt ausgehen: Der Ausstieg aus Kohle, Öl und Gas ist beschlossen und muss verbindlich umgesetzt werden“, sagt Sebastian Bock, Geschäftsleitung Politik im NABU-Bundesverband.

Wie dringlich entschlossenes Handeln ist, zeigen auch die aktuellen Klimaprognosen: Bei Fortsetzung der derzeitigen Politik steuert die Welt laut dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) auf eine Erwärmung von rund 2,8 Grad Celsius zu. Zugleich hat der Hitzesommer erneut deutlich gemacht, welche Folgen die Erderhitzung bereits heute hat. Die COP31 muss deshalb über Absichtserklärungen hinauskommen und konkrete Schritte vereinbaren. 

Erstmals widmet die COP31 einen eigenen Thementag den Themen „Children, Youth, Education and Skills“. Am 14. November stehen dabei Klimabildung, Zukunftskompetenzen und die Rolle junger Menschen als Partner*innen bei der Umsetzung der Klimaziele im Mittelpunkt. Für NABU und NAJU ist entscheidend, dass Jugendbeteiligung nicht auf einzelne Konferenztage oder symbolische Formate beschränkt bleibt. Junge Menschen müssen dauerhaft an politischen Entscheidungen beteiligt werden – schließlich geht es um ihre Zukunft und um Generationengerechtigkeit.

Für Rückfragen

NAJU-Ansprechpersonen

Romy Kreyenhagen, NAJU-Jugenddelegierte & zentrale Presse-Ansprechpartnerin 
Tel.: +49 (0) 1738452471, E-Mail:  

Janina Rüther, Referentin im Jugendbereich  
Tel. 0178-5088465, E-Mail:  

Stefan Michel, Referent für Kommunikation  
Tel. 030-652137-5230, E-Mail:  

NABU-Ansprechperson

Julian Bethke, Pressesprecher Landnutzung, Klima, Verkehr und EU-Politik 
Mobil +49 (0) 152-59189658, E-Mail:

Über NAJU und NABU

Die NAJU ist die Kinder- und Jugendorganisation des NABU. Sie ist mit über 120.000 Mitgliedern der größte Verband in der außerschulischen Umweltbildung sowie im praktischen Naturschutz. In über 1.000 Gruppen vor Ort setzen sich Kinder und Jugendliche bis 27 Jahre für den Natur- und Umweltschutz ein. Weitere Infos und Mitmachangebote bieten www.NAJU.de und www.NAJUversum.de.

Mit mehr als 980.000 Mitgliedern und Fördernden ist der 1899 gegründete NABU der älteste und mitgliederstärkste Umweltverband Deutschlands. Der NABU engagiert sich für den Erhalt der Lebensraum- und Artenvielfalt, den Klimaschutz sowie die Nachhaltigkeit der Land-, Wald- und Wasserwirtschaft. Der NABU begeistert für die Natur und fördert naturkundliche Kenntnisse für ein aktives Naturerleben. Mehr Infos: www.NABU.de/wir-ueber-uns

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