Effizient und klimafreundlich heizen

Wärmewende

Deutschland erreicht seine Klimaziele nur, wenn der Wärmeverbrauch erheblich gesenkt und konsequent auf klimafreundliche Technologien gesetzt wird. Die Wärmewende braucht Planungssicherheit und eine zuverlässige, sozial ausgewogene Förderung.
Solarpaneele auf Dächern einer Wohnanlage.
Ein Baustein zur Klimaneutralität: mehr Erneuerbare Energien© Foto: NABU/Jan Piecha

Deutschland braucht jetzt eine Wärmewende! Die Klimakrise und die sich häufenden Energiekrisen machen deutlich, dass es weitreichender Maßnahmen bedarf, um sich von den fossilen Energieträgern loszureißen. Die deutschen Klimaziele sind nur erreichbar, wenn wir auch im Gebäudebereich schnellstmöglich auf 100 Prozent naturverträgliche erneuerbare Energien kommen. 

Da erneuerbare Energien nach wie vor ein knappes Gut sind, müssen Energieeffizienz und erneuerbare Energien einander gut ergänzen. Das bedeutet, dass Gebäude im Bestand gut saniert und gedämmt werden müssen, um zu verhindern, dass unnötig viel Energie verschwendet wird. Neben einer erneuerbaren Wärmewende liegt der Fokus daher auf Energieeffizienz und -suffizienz.

Heizquelle der Zukunft: Die Wärmepumpe

Mit der Wärmepumpe steht eine hocheffiziente klimafreundliche Wärmetechnologie zur Verfügung. Sie ermöglicht die Elektrifizierung der Wärmeerzeugung bei hohen Effizienzgewinnen und setzt sich daher weltweit zunehmend durch.

Lüftungsanlage einer Wärmepumpe außerhalb eines Hauses.

Wärmeenergie aus Luft, Wasser oder Boden nutzbar machen

Effizient heizen mit der Wärmepumpe

Heizen mit Öl und Gas? Das ist mit Blick auf den Klimaschutz keine gute Lösung. Eine Holzheizung schadet dagegen den Wäldern. Was bleibt? Wärmepumpen! Sie versprechen klimaschonendes und effizientes Heizen.

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Wasserstoff in Heizungen zu verbrennen ist höchst ineffizient. Biomethan und Holzbiomasse stehen nicht in ausreichenden Mengen zur Verfügung und können daher nur in Ausnahmefällen als Wärmequelle dienen. Wird Biomethan als vermeintlich klimafreundlicher Ersatz für fossiles Erdgas in Gasheizungen genutzt, drohen zudem erhebliche Lock-in-Effekte. Bestehende Gasnetzinfrastrukturen werden dadurch künstlich verlängert und ihre Ablösung verzögert. Dies steht im direkten Widerspruch zu den Anforderungen einer echten Wärmewende.

Klarer Kurs und soziale Ausgewogenheit

Sowohl in der kommunalen Wärmeplanung als auch im privaten Heizungsbereich braucht es jetzt Planungssicherheit. Das politische Tauziehen um den Heizungskeller schadet dem Klima, den Kommunen, den Verbraucher*innen und den Unternehmen. Ein klarer Kurs hin zu erneuerbaren, klimafreundlichen Wärmetechnologien, flankiert von sozial ausgewogener Förderung für Sanierungsmaßnahmen und Heizungstausch ist für das Gelingen der Wärmewende und damit die Erreichung der deutschen Klimaziele dringend notwendig.

Heizkraftwerk-Süd Potsdam, sichtbar sind die Schornsteine des Gaskraftwerks und eine große Power-to-Heat-Anlage.

Zukunftsfähige Städte und Kommunen

Kommunale Wärmewende klimafreundlich umsetzen

Für eine klimafreundliche Umsetzung sollten Städte und Kommunen auf zukunftsfähige Wärmetechnologien setzen.

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Download zur Wärmewende

Gebäude-Allianz: 7 Thesen zur Wärmewende

  • Publikation
  • 13.04.2023
  • PDF
  • 1,7 MB

Effiziente Gebäude: Schlüssel für Bezahlbarkeit, Klimaschutz und Energiesicherheit.

Gebäude-Allianz

Als prägender Akteur in der Gebäude-Allianz – einem breiten zivilgesellschaftlichem Bündnis von Akteur*innen aus Umwelt-, Verbraucher- und Wirtschaftsverbänden – hat der NABU jahrelang die Wärmewende in Deutschland vorangetrieben. Der NABU hat sein langjähriges Engagement in der Gebäude-Allianz inzwischen beendet, teilt aber weiterhin die inhaltlichen Anliegen des Bündnisses. Die Koordination der Gebäude-Allianz liegt seit Frühjahr 2025 bei der Deutschen Umwelthilfe (DUH). Dort sind aktuelle Publikationen und Informationen des Bündnisses zu finden.

Ansprechperson

NABU-Mitarbeiter Eric Häublein im Porträt.
Eric Häublein
Referent für Bioenergie
+49 (0)162 269 4781
Eric.Haeublein@NABU.de
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