Deutschland braucht jetzt eine Wärmewende! Die Klimakrise und die sich häufenden Energiekrisen machen deutlich, dass es weitreichender Maßnahmen bedarf, um sich von den fossilen Energieträgern loszureißen. Die deutschen Klimaziele sind nur erreichbar, wenn wir auch im Gebäudebereich schnellstmöglich auf 100 Prozent naturverträgliche erneuerbare Energien kommen.
Da erneuerbare Energien nach wie vor ein knappes Gut sind, müssen Energieeffizienz und erneuerbare Energien einander gut ergänzen. Das bedeutet, dass Gebäude im Bestand gut saniert und gedämmt werden müssen, um zu verhindern, dass unnötig viel Energie verschwendet wird. Neben einer erneuerbaren Wärmewende liegt der Fokus daher auf Energieeffizienz und -suffizienz.
Heizquelle der Zukunft: Die Wärmepumpe
Mit der Wärmepumpe steht eine hocheffiziente klimafreundliche Wärmetechnologie zur Verfügung. Sie ermöglicht die Elektrifizierung der Wärmeerzeugung bei hohen Effizienzgewinnen und setzt sich daher weltweit zunehmend durch.
Wasserstoff in Heizungen zu verbrennen ist höchst ineffizient. Biomethan und Holzbiomasse stehen nicht in ausreichenden Mengen zur Verfügung und können daher nur in Ausnahmefällen als Wärmequelle dienen. Wird Biomethan als vermeintlich klimafreundlicher Ersatz für fossiles Erdgas in Gasheizungen genutzt, drohen zudem erhebliche Lock-in-Effekte. Bestehende Gasnetzinfrastrukturen werden dadurch künstlich verlängert und ihre Ablösung verzögert. Dies steht im direkten Widerspruch zu den Anforderungen einer echten Wärmewende.
Klarer Kurs und soziale Ausgewogenheit
Sowohl in der kommunalen Wärmeplanung als auch im privaten Heizungsbereich braucht es jetzt Planungssicherheit. Das politische Tauziehen um den Heizungskeller schadet dem Klima, den Kommunen, den Verbraucher*innen und den Unternehmen. Ein klarer Kurs hin zu erneuerbaren, klimafreundlichen Wärmetechnologien, flankiert von sozial ausgewogener Förderung für Sanierungsmaßnahmen und Heizungstausch ist für das Gelingen der Wärmewende und damit die Erreichung der deutschen Klimaziele dringend notwendig.
Download zur Wärmewende
Gebäude-Allianz: 7 Thesen zur Wärmewende
Effiziente Gebäude: Schlüssel für Bezahlbarkeit, Klimaschutz und Energiesicherheit.
Gebäude-Allianz
Als prägender Akteur in der Gebäude-Allianz – einem breiten zivilgesellschaftlichem Bündnis von Akteur*innen aus Umwelt-, Verbraucher- und Wirtschaftsverbänden – hat der NABU jahrelang die Wärmewende in Deutschland vorangetrieben. Der NABU hat sein langjähriges Engagement in der Gebäude-Allianz inzwischen beendet, teilt aber weiterhin die inhaltlichen Anliegen des Bündnisses. Die Koordination der Gebäude-Allianz liegt seit Frühjahr 2025 bei der Deutschen Umwelthilfe (DUH). Dort sind aktuelle Publikationen und Informationen des Bündnisses zu finden.
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