Zitronengirlitz
Zitronengirlitz auf einer Baumspitze© Foto: C. Moning

Carduelis citrinella

Zitronengirlitz

Der Zitronengirlitz wird auch oft unter dem Namen Zitronenzeisig geführt, wird aber der Art der Girlitze zugeordnet. Er ist bei uns äußerst selten zu sehen, wenn dann im Süden Deutschlands. Oft wird der gelbe Vogel auch mit dem weiblichen Erlenzeisig verwechselt, zumal sie den gleichen Lebensraum bevorzugen.

Vorkommen in Deutschland

Gefährdungs­grad

Gefährdet

  • Nicht gefährdet
  • Extrem selten
  • Vorwarnliste
  • Gefährdet
  • Stark gefährdet
  • vom Aussterben bedroht
  • Ausgestorben

Bestands­zahl

unbekannt

Bestands­trend

keine Angabe

Steckbrief

Beobachten

ganzjährig zu beobachten

Größe

12-13 cm groß

Besonderheit

grauer Nacken und graue Halsseiten

Funfact

Der Zitronengirlitz betreibt also quasi Winterurlaub im selben Postleitzahlenbereich, nur eben eine Etage tiefer.

Zitronengirlitz ist bei uns äußerst selten© Foto: C. Moning

Beschreibung

Aussehen

Der Zitronengirlitz ist so groß wie der Erlenzeisig, der Schnabel ist aber etwas kürzer und er hat keine Strichelung am Kopf. Die Unterseite ist gelb, der Rücken grüngelb. Kopf und Nacken sind hellgrau, wobei das Gesicht gelb und grünlich gefärbt ist. Das Weibchen ist insgesamt matter und grauer gefärbt. Der Rücken ist leicht gestreift.

Verhalten

Der zitronengelbe Vogel ist gerne in den höheren Baumschichten unterwegs, sucht sein Futter ab und zu aber auch am Boden. Sein Nest baut er ebenfalls in Nadelbäumen nah am Stamm und polstert es mit Federn, Wolle und Haaren aus. Im Winter zieht er in etwas tiefere Lagen der Bergwälder.

Lebensraum

Zitronengirlitze trifft man vor allem in Bergwäldern mit Fichtenbestand an. Auf angrenzenden Bergwiesen und Lichtungen gehen sie gern auf Futtersuche. Bei uns kommen sie nur im Hochschwarzwald und den Bayerischen Alpen vor. In anderen Regionen sind Beobachtungen praktisch ausgeschlossen.

Gefährdung

Der Zitronengirlitz gilt als gefährdet.

Nahrung

Sie fressen hauptsächlich Sämereien, die sie an den Nadelbäumen, aber auch am Boden finden. Gelegentlich erwischen sie dabei auch kleine Insekten, die mitverspeist werden.

Stimme/Laute

Er ruft einsilbig und kurz „tüht“ oder „dyit“, oft auch stotternd „dyi-di-di“ oder „te-te-te“.

Zugverhalten

Zitronengirlitze sind Jahresvögel der Alpen und im Hochschwarzwald.

Beobachtungstipps

In rund 60 NABU-Naturschutzzentren in ganz Deutschland kannst du die Natur hautnah erleben. Erlebe bei einem Ausflug ins Grüne seltene Vogel- und andere Tierarten und treffen Sie Menschen, die sich für diese Oasen engagieren. Häufig werden auch Exkursionen und andere Veranstaltungen angeboten.

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