Fichtenkreuzschnabel an einem Baum.
Fichtenkreuzschnabel© Foto: Mathias Schäf

Loxia curvirostra

Fichtenkreuzschnabel

Der Name des Fichtenkreuzschnabels beschreibt zwei markante Merkmale. Zum einen, dass er fast ausschließlich in Nadelwäldern und dort vorzugsweise in Fichten brütet. Zum anderen ist sein Schnabel an den Spitzen überkreuzt und somit das perfekt Werkzeug zum Öffnen von Zapfen. Der Schnabel ermöglicht es ihm, sich hauptsächlich von Samen von Nadelbäumen zu ernähren. Das Gefieder des ausgewachsenen Männchens ist überwiegend ziegelrot und das des Weibchens gelbgrün.

Vorkommen in Deutschland

Gefährdungs­grad

Der Gefährdungsgrad ist der Roten Liste der Brutvögel in Deutschland 2020 entnommen.

Nicht gefährdet

  • Nicht gefährdet
  • Extrem selten
  • Vorwarnliste
  • Gefährdet
  • Stark gefährdet
  • vom Aussterben bedroht
  • Ausgestorben

Bestands­zahl

13.000 – 34.000 Brutpaare

Bestands­trend

unbekannt

Steckbrief

Beobachten

ganzjährig zu beobachten

Größe

15-17 cm groß

Besonderheit

überkreuzte Schnabelspitzen

Reise

Standvogel und Kurzstreckenzieher

Funfact

Sie brüten in jeder Jahreszeit, also auch mitten im Winter, und orientieren sich dabei am Nahrungsangebot.

Fichtenkreuzschnabelweibchen© Foto: Christoph Moning

Beschreibung

Aussehen

Das Gefieder des Männchens ist überwiegend ziegelrot gefärbt. Die Zügel, die Schwanzfedern und die Flügeloberseite sind teilweise bräunlich gefärbt. Das Weibchen besitzt ein eher gelbgrünes Gefieder, aber eine ähnliche Musterung. Beide Geschlechter haben eine weißliche Unterschwanzdecke mit braunen Flecken und den an der Spitze überkreuzten Schnabel.

Fichtenkreuzschnabelmännchen© Foto: Christoph Moning

Verhalten

Sie können das ganze Jahr über brüten und wählen den Zeitpunkt der Brut je nach Nahrungsangebot. Mit ihren an der Spitze überkreuzten Schnäbeln haben sie das perfekte Werkzeug, um Fichten- und andere Nadelbaumsamen zu öffnen.

Lebensraum

Sie leben fast ausschließlich in Nadelwäldern höherer Lagen. Dort brüten sie am liebsten in den Baumspitzen von Nadelbäumen. Im Flachland kommen sie nur spärlich vor.

Gefährdung

Der Fichtenkreuzschnabel ist nicht gefährdet.

Nahrung

Der Fichtenkreuzschnabel frisst vor allem Samen von Nadelbäumen, mehrheitlich Fichten und Lärchen. Auch Knospen oder tierische Nahrung stehen auf dem Speiseplan.

Stimme/Laute

Der Ruf ist ein metallisches „glip-glip“. Der Gesang besteht aus verschiedenen zwitschernden und trillernden Elementen mit eingeflochtenen Rufen.

Zugverhalten

Der Fichtenkreuzschnabel zählt zu den Standvögeln und Kurzstreckenziehern. Je nach Nahrungsangebot kann er das ganze Jahr invasionsartig abwandern.

Beobachtungstipps

Fichtenkreuzschnäbel kann man vor allem in Nadelwäldern höherer Lagen beobachten. Ihr überkreuzter Schnabel und die markante Gefiederfärbung machen ihn eigentlich unverwechselbar.

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Vogelporträt: Fichtenkreuzschnabel - NABU