
Emberiza cia
Zippammer
Das „zipp“ der Zippammer ist bei uns nur gelegentlich im Südwesten Deutschlands zu hören. Sie hat es gerne warm und sonnig und bevorzugt Berge oder felsiges Gelände. Mit dem Ortolan kann man sie auf den ersten Blick verwechseln, sie ist aber an der Kopfzeichnung eindeutig zu erkennen. Die rundliche Ammer lebt zurückgezogen und wird schnell übersehen.
Vorkommen in Deutschland
Gefährdungsgrad
vom Aussterben bedroht
- Nicht gefährdet
- Extrem selten
- Vorwarnliste
- Gefährdet
- Stark gefährdet
- vom Aussterben bedroht
- Ausgestorben
Bestandszahl
480 - 500 Brutpaare
Bestandstrend
- 26 % (stabil)
Steckbrief
Beobachten
überwiegend von März bis Oktober bei uns zu beobachten
Größe
15-16 cm groß
Besonderheit
markantes Kopfmuster bei beiden Geschlechtern
Reise
Jahresvogel oder Kurzstreckenzieher, überwintert in tieferen Lagen weiter südlich
Funfact
Die Zippammer sieht aus, als würde sie ein Zorro-Kostüm tragen.
Beschreibung
Aussehen
Die Zippammer hat ein zimtbraun-schwarz gestricheltes Rückengefieder. Der Bauch ist ungemustert rotbraun. Kopf und Kehle sind aschgrau. Um das Auge zeichnen sich deutliche schwarze Streifen ab. Über dem Auge ist ein weißer Überaugenstreif. Der Schnabel ist grau, der Unterschnabel silbrig glänzend. Ähnlichkeit hat sie am ehesten mit Ortolan und Zaunammer.
Verhalten
Ihre Nahrung sucht die Zippammer überwiegend am Boden. Zur Brutzeit lebt sie monogam und verteidigt ihr Brutrevier. Das Nest baut das Weibchen an Berghängen und Steinbrüchen meist in Spalten und Mauerritzen. Nach der Brutzeit schließt sie sich zu kleinen Gruppen zusammen.
Lebensraum
Sonnige und offene Berghänge, bei uns vor allem Weinberge, bevorzugen Zippammern als Lebensraum. Weiterhin mögen sie steile, steinige und felsige Gebiete, im Süden trifft man sie auch an Küsten an.
Gefährdung
Zippammern sind bei uns wegen folgender Ursachen vom Aussterben bedroht: Aufgabe der extensiven Bewirtschaftung von Grenzertragsböden, Ausräumung der Landwirtschaft, Flurbereinigung und Einsatz von Pestiziden.
Nahrung
Samen und Insekten sind Nahrung der Zippammer. Jungtiere werden ausschließlich mit Insekten gefüttert.
Stimme/Laute
Sie lässt oft und scharf ihr „zipp“ hören. Der Gesang ist hoch, klar und sehr abwechslungsreich.
Zugverhalten
Die im Südwesten der Republik brütenden Vögel verlassen im Winter ihr Revier und ziehen in tiefere Lagen. Im Frühling kehren sie zurück.
Beobachtungstipps
Zippammern sind nicht unbedingt scheu, leben aber sehr zurückgezogen und meist in unzugänglicheren Gebieten. In Rheinhessen trifft man sie in EU-Vogelschutzgebieten als seltenen Brutvogel an.
Aktiv werden
Was kann ich tun?
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