Zaunammer im Prachtkleid.
Zaunammer im Prachtkleid© Foto: Mathias Schäf

Emberiza cirlus

Zaunammer

Die Zaunammer ist ein kleiner, wärmeliebender Singvogel aus der Familie der Ammern. Sie erreicht eine Körperlänge von etwa 15 bis 16 Zentimetern und ähnelt optisch der bekannteren Goldammer. In Deutschland gehört die Zaunammer zu den selteneren Vogelarten und kommt hauptsächlich in den klimatisch begünstigten Regionen im Südwesten vor.

Vorkommen in Deutschland

Gefährdungs­grad

Der Gefährdungsgrad ist der Roten Liste der Brutvögel in Deutschland 2020 entnommen.

Gefährdet

  • Nicht gefährdet
  • Extrem selten
  • Vorwarnliste
  • Gefährdet
  • Stark gefährdet
  • vom Aussterben bedroht
  • Ausgestorben

Bestands­zahl

Die Bestandszahl stammt aus "Gerlach et. Al (2025): Vögel in Deutschland - Bestandssituation 2025. DDA, BfN, LAG VSW, Münster."

1.000 - 1.400 Brutpaare

Bestands­trend

Der Bestandstrend stammt aus "Gerlach et. Al (2025): Vögel in Deutschland - Bestandssituation 2025. DDA, BfN, LAG VSW, Münster."

+ 758 % (zunehmend)

Steckbrief

Beobachten

ganzjährig zu beobachten

Größe

15-16 cm groß

Besonderheit

der Goldammer ähnlich, aber mit markanter Kopfzeichnung

Funfact

Sie wurde im 19. Jahrhundert in Neuseeland eingeführt. Dort hat sie sich erfolgreich vermehrt, während sie in vielen Teilen Mitteleuropas stark gefährdet ist.

Zaunammer im Schlichtkleid© Foto: Mathias Schäf

Beschreibung

Aussehen

Die Zaunammer ist an Rücken und Flügeln braungrau gezeichnet. Der Kopf ist schwarz-gelb gestreift, die Kehle schwarz, der Bürzel olivgrün. Auch der Bauch, an dem ein olivgraues Brustband zu sehen ist, ist gelb getönt.

Nicht zu verwechseln mit:

Goldammer
Vogel des Jahres 1999

Emberiza citrinella

Goldammer

Im Prachtkleid haben männliche Goldammern leuchtend gelben Köpfe und Unterseiten. Mit Gesang und Farbe versuchen sie die Weibchen zu beeindrucken.

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Verhalten

Die Futtersuche findet überwiegend am Boden statt. Außerhalb der Paarungszeit sind Zaunammern gerne in Gruppen unterwegs. Manche Paare bleiben jedoch auch in ihrem Revier. Die Nester bauen die Weibchen in Sträuchern und dichten Büschen, gerne unzugänglich, zum Beispiel in Brombeeren.

Zaunammern sind in winterlicher Umgebung bestens sichtbar© Foto: Mathias Schäf

Lebensraum

In hügeligem Gelände mit vereinzelten Büschen, Bäumen und vielen sonnigen warmen Flecken fühlt sie sich wohl. Sie mag offene Landschaften, Waldränder und größere Parks. Bei uns trifft man sie nur im Südwesten, bevorzugt in den Weinbergen an.

Gefährdung

Zaunammern sind durch die Aufgabe der extensiven Bewirtschaftung (Schafhaltung, Weinbau) warmer, trockener Hänge, durch intensive Landwirtschaft, Flurbereinigung und den Einsatz von Pestiziden stark gefährdet.

Nahrung

Zaunammern ernähren sich von Samen, Insekten und Spinnen. Die Nestlinge bekommen ausschließlich tierische Kost.

Stimme/Laute

Der Ruf der Zaunammer ist ein feines, spitzes „zip“. Rohrammerähnlich lässt sie auch ein abfallendes „siiü“ von sich hören. Ihr Gesang gleicht dem der Goldammer, ist jedoch schneller, in einer tieferen Tonlage und ohne den letzten langgezogenen Schlusston.

Zugverhalten

Die im Südwesten bei uns brütenden Vögel sind das ganze Jahr über zu sehen.

Beobachtungstipps

Im Winter trifft man die Zaunammer oft zusammen mit Goldammern an.

Aktiv werden

Was kann ich tun?

Die Zaunammer gibt bei Störungen manchmal ihr Gelege auf. Hat man die Vermutung, dass ein Pärchen in der Nähe brütet, oder sogar ein Nest entdeckt, hält man am besten ausreichend Abstand ein, um den kleinen Vogel nicht zu stören.

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