Weißwangengänse am Ufer.
Weißwangengänse am Ufer© Foto: Mathias Schäf

Branta leucopsis

Weißwangengans

Die Weißwangengans, auch Nonnengans genannt, ist ein regelmäßig gesehener Wintergast an unseren Küsten. Sie ist so laut wie kaum eine andere und zudem in großen Gruppen unterwegs. Ihre Ankunft zum Winter kann man also kaum überhören. Mit ihrer prägnanten Zeichnung ist sie hübsch anzuschauen. Sie hält sich am liebsten in Meeresnähe auf. Die Zahl in Norddeutschland brütender Weißwangengänse nimmt seit einiger Zeit zu.

Vorkommen in Deutschland

Gefährdungs­grad

Der Gefährdungsgrad ist der Roten Liste der Brutvögel in Deutschland 2020 entnommen.

Nicht gefährdet

  • Nicht gefährdet
  • Extrem selten
  • Vorwarnliste
  • Gefährdet
  • Stark gefährdet
  • vom Aussterben bedroht
  • Ausgestorben

Bestands­zahl

Die Bestandszahl stammt aus "Gerlach et. Al (2025): Vögel in Deutschland - Bestandssituation 2025. DDA, BfN, LAG VSW, Münster."

1.900 - 2.000 Brutpaare

Bestands­trend

Der Bestandstrend stammt aus "Gerlach et. Al (2025): Vögel in Deutschland - Bestandssituation 2025. DDA, BfN, LAG VSW, Münster."

+ 1949 % (zunehmend)

Steckbrief

Beobachten

von Oktober bis Mai zu beobachten

Größe

58-70 cm groß, Flügelspannweite 120-142 cm

Besonderheit

in großen lauten Schwärmen unterwegs

Reise

Mittel- bis Langstreckenzieher, überwintert an den Küsten Nordwesteuropas

Funfact

Die Hinterlassenschaften brütender Weißwangengänse liegen ringförmig um ihr Nest.

Beschreibung

Aussehen

Die Weißwangengans ist etwa mittelgroß, mit kurzem Hals und kleinem an der Spitze gebogenen Schnabel. Hals und Kopf sind schwarz, das Gesicht großflächig weiß. Vom schwarzen Hals setzt sich die silbrigweiße Brust scharf ab. Der Rücken ist dunkelgrau und hellgrau quer gebändert. Im Flug scheinen die Flügeloberseiten blaugrau.

Nicht zu verwechseln mit:

Kanadagans auf dem Wasser.

Branta canadensis

Kanadagans

Die Kanadagans ist eine der wenigen Neozoen, die sich bei uns sehr erfolgreich eingebürgert haben. Mittlerweile ist sie die zweithäufigste Gans.

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Verhalten

Weißwangengänse sind während der Brutzeit paarweise unterwegs, brüten aber auch dann in kleinen Kolonien, gern in der Nähe von Greifvogelhorsten. Das Nest bauen sie gern an Klippen und Felswänden und können es meist nur fliegend erreichen. Für den Vogelzug und im Winterquartier schließen die Gänse sich zu großen Schwärmen zusammen.

Lebensraum

Sie ziehen das Leben am Meer vor und brüten in der felsigen Küstentundra, auf Felseninseln und in Feuchtgebieten, aber auch in Städten. Zur Rast und im Winter lassen sie sich in Küstennähe auf Grünland, Äckern und Salzmarschen nieder.

Gefährdung

Die Weißwangengans ist nicht gefährdet.

Nahrung

Die Nahrung besteht aus Pflanzen wie Flechten, Moosen, Gräsern, jungen Trieben, Wurzeln, Salzwiesengräsern und Knospen.

Stimme/Laute

Das bellende, sich schnell wiederholende „gnak“ oder „gnach“ klingt fast wie ein kleiner Hund.

Zugverhalten

Zum Überwintern fliegen sie im Herbst an die Küsten des nördlichen Mitteleuropas. Bei uns sieht man sie überwiegend an der Nordseeküste. Im Frühling brechen sie wieder auf in ihr Brutrevier im nördlichen Ostseeraum und in Russland.

Beobachtungstipps

In Schleswig-Holstein gibt es mittlerweile einige wenige Brutpaare, zum Beispiel an der Plöner Seenplatte und auf den Inseln der Westküste. Zudem bleiben die Zugvögel von Jahr zu Jahr länger im Winter bei uns.

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Vogelporträt: Weißwangengans - NABU