
Branta leucopsis
Weißwangengans
Die Weißwangengans, auch Nonnengans genannt, ist ein regelmäßig gesehener Wintergast an unseren Küsten. Sie ist so laut wie kaum eine andere und zudem in großen Gruppen unterwegs. Ihre Ankunft zum Winter kann man also kaum überhören. Mit ihrer prägnanten Zeichnung ist sie hübsch anzuschauen. Sie hält sich am liebsten in Meeresnähe auf. Die Zahl in Norddeutschland brütender Weißwangengänse nimmt seit einiger Zeit zu.
Vorkommen in Deutschland
Gefährdungsgrad
Nicht gefährdet
- Nicht gefährdet
- Extrem selten
- Vorwarnliste
- Gefährdet
- Stark gefährdet
- vom Aussterben bedroht
- Ausgestorben
Bestandszahl
1.900 - 2.000 Brutpaare
Bestandstrend
+ 1949 % (zunehmend)
Steckbrief
Beobachten
von Oktober bis Mai zu beobachten
Größe
58-70 cm groß, Flügelspannweite 120-142 cm
Besonderheit
in großen lauten Schwärmen unterwegs
Reise
Mittel- bis Langstreckenzieher, überwintert an den Küsten Nordwesteuropas
Funfact
Die Hinterlassenschaften brütender Weißwangengänse liegen ringförmig um ihr Nest.
Beschreibung
Aussehen
Die Weißwangengans ist etwa mittelgroß, mit kurzem Hals und kleinem an der Spitze gebogenen Schnabel. Hals und Kopf sind schwarz, das Gesicht großflächig weiß. Vom schwarzen Hals setzt sich die silbrigweiße Brust scharf ab. Der Rücken ist dunkelgrau und hellgrau quer gebändert. Im Flug scheinen die Flügeloberseiten blaugrau.
Verhalten
Weißwangengänse sind während der Brutzeit paarweise unterwegs, brüten aber auch dann in kleinen Kolonien, gern in der Nähe von Greifvogelhorsten. Das Nest bauen sie gern an Klippen und Felswänden und können es meist nur fliegend erreichen. Für den Vogelzug und im Winterquartier schließen die Gänse sich zu großen Schwärmen zusammen.
Lebensraum
Sie ziehen das Leben am Meer vor und brüten in der felsigen Küstentundra, auf Felseninseln und in Feuchtgebieten, aber auch in Städten. Zur Rast und im Winter lassen sie sich in Küstennähe auf Grünland, Äckern und Salzmarschen nieder.
Gefährdung
Die Weißwangengans ist nicht gefährdet.
Nahrung
Die Nahrung besteht aus Pflanzen wie Flechten, Moosen, Gräsern, jungen Trieben, Wurzeln, Salzwiesengräsern und Knospen.
Stimme/Laute
Das bellende, sich schnell wiederholende „gnak“ oder „gnach“ klingt fast wie ein kleiner Hund.
Zugverhalten
Zum Überwintern fliegen sie im Herbst an die Küsten des nördlichen Mitteleuropas. Bei uns sieht man sie überwiegend an der Nordseeküste. Im Frühling brechen sie wieder auf in ihr Brutrevier im nördlichen Ostseeraum und in Russland.
Beobachtungstipps
In Schleswig-Holstein gibt es mittlerweile einige wenige Brutpaare, zum Beispiel an der Plöner Seenplatte und auf den Inseln der Westküste. Zudem bleiben die Zugvögel von Jahr zu Jahr länger im Winter bei uns.
Aktiv werden
Was kann ich tun?
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