Nilgans steht auf einer Blumenwiese.
Nilgans© Foto: Mathias Schäf

Alopochen aegyptiacus

Nilgans

Die ägyptische Nilgans ist mittlerweile auch bei uns ein häufig gesehener Wasservogel. Ob auf Wiesen, in Parks oder auf Seen, zwischen den allseits bekannten Graugänsen entdeckt man die Halbgans immer häufiger. Mit ihrem exotischen Aussehen ist sie ein Hingucker in jedem Stadtpark.

Vorkommen in Deutschland

Gefährdungs­grad

Der Gefährdungsgrad ist der Roten Liste der Brutvögel in Deutschland 2020 entnommen.

Nicht gefährdet

  • Nicht gefährdet
  • Extrem selten
  • Vorwarnliste
  • Gefährdet
  • Stark gefährdet
  • vom Aussterben bedroht
  • Ausgestorben

Bestands­zahl

11.000 - 15.500 Brutpaare

Bestands­trend

zunehmend

Steckbrief

Beobachten

ganzjährig zu beobachten

Größe

63-73 cm groß

Besonderheit

auffällig gezeichnete, kräftige Gans

Funfact

Beim Brutplatz ist die Nilgans nicht wählerisch. Man findet ihre Nester in Storchenhorsten oder auf Brückenpfeilern.

Gut zu entdecken sind Nilgänse an Seen im Park oder ruhigen Gewässern.© Foto: Mathias Schäf

Beschreibung

Aussehen

Sie hat auffällig lange rote Beine und einen rotbraunen Ring um die Augen. Der Kopf der Nilgans ist weißgrau mit variablem rostroten Nackenfleck oder Halsring. Der Rücken ist dunkelbraun, zum Bürzel hin beige oder rotbraun. Am Bauch variiert die Farbe zwischen hellem beige und grau. Am Flügel kann seitlich die weiße Zeichnung zu sehen sein.

Der rotbraune Ring um die Augen ist ein auffälliges Merkmal der Nilgans.© Foto: Frank Derer

Verhalten

Sie verhalten sich meist desinteressiert oder neutral. Nur bei großem Gedrängel auf dem See und vor allem während der Brutzeit können sie territorial werden. Ihre Nester bauen sie sehr flexibel im Röhricht, Felsgestein oder auch in Baumhöhlen. Beide Elternteile beteiligen sich an der Aufzucht der Jungtiere.

Lebensraum

Nilgänse kommen ursprünglich aus Afrika. Entflohene Exemplare aus Haltungen gelangten über die Niederlande schließlich auch nach Deutschland. Man sieht sie hier hauptsächlich in Parks und an Gewässern aller Art. Auch auf Feldern trifft man sie bisweilen bei der Rast und der Nahrungssuche an.

Gefährdung

Die Nilgans ist nicht gefährdet, die Population nimmt bei uns stetig zu. Sie steht auf der EU-Liste der invasiven Arten.

Nahrung

Nilgänse fressen überwiegend Gräser, Blätter und Samen, suchen aber auch Getreidefelder gerne auf. Vereinzelt dürfen es auch mal Würmer oder Heuschrecken sein.

Stimme/Laute

Die männlichen Nilgänse zischen heiser, die Weibchen schnattern laut und trompetend in etwa „honk-hää-hää“. Sind sie aufgeregt, ertönt eine Reihe von „honk honk honk“.

Zugverhalten

Die Nilgans ist das ganze Jahr über bei uns zu sehen.

Beobachtungstipps

Da Nilgänse bei uns keine Seltenheit mehr sind, kann man sie oftmals gut an Seen im Park oder ruhigen Gewässern beobachten.

Aktiv werden

Was kann ich tun?

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