
Anthus petrosus
Strandpieper
Der Strandpieper kommt im Winter zu uns und ist dann an den deutschen Küsten anzutreffen. Er ist ein richtiges Küstenkind: Sowohl zum Brüten als auch zum Überwintern bevorzugt er das Leben am Meer. Wie bei allen Piepern gilt es auf die Feinheiten zu achten, um den Strandpieper als solchen auszumachen. In seinem Fall hilft ein Blick auf die Beine.
Vorkommen in Deutschland
Gefährdungsgrad
Vorwarnliste
- Nicht gefährdet
- Extrem selten
- Vorwarnliste
- Gefährdet
- Stark gefährdet
- vom Aussterben bedroht
- Ausgestorben
Bestandszahl
nicht bekannt
Bestandstrend
zunehmend
Steckbrief
Beobachten
von September bis März zu beobachten
Größe
15,5-17 cm groß
Besonderheit
vor allem an Küsten unterwegs
Reise
Standvogel, Kurz- und Langstreckenzieher, überwintert an Küsten Westeuropas oder Nordküste Afrikas
Funfact
Obwohl er ein Singvogel ist, pickt er wie ein Watvogel im Meerwasser nach mariner Nahrung.
Beschreibung
Aussehen
Der Strandpieper ist vor allem im Schlichtkleid dem Wiesen- und dem Bergpieper sehr ähnlich. Er ist insgesamt dunkler und verwaschener gezeichnet. Die Unterseite ist schmutzig weiß. Die Oberseite kann olivgrün oder rosa überhaucht sein, der Rücken ist jedoch immer grauer. Die dunklen Beine und der dunkle längere Schnabel sind gute Erkennungsmerkmale.
Verhalten
Der überzeugte Einzelgänger schließt sich nur im Winter mit Artgenossen zu lockeren Gruppen zusammen. Seinem Revier bleibt er sehr treu. Er fängt seine Beute sowohl im Flug als auch am Boden. Der Strandpieper brütet bis zu zwei- oder sogar dreimal im Jahr. Er badet auch gern mal in Wassermulden im Watt.
Lebensraum
Strandpieper leben ausschließlich küstennah. Sie brüten an Steilküsten und Klippen. Zum Rasten und Überwintern bevorzugen sie Salzmarschen und Sand- und Muschelstrände.
Gefährdung
Strandpieper sind nicht gefährdet.
Nahrung
Die Nahrung besteht aus Fliegen, Larven, kleinen Muscheln und Schnecken, hin und wieder auch Sämereien.
Stimme/Laute
Sein Ruf ist dem des Berg- und des Wiesenpiepers ähnlich. Charakteristisch ist ein schrilles, deutliches „fit“ oder „wiiit“. Im Singflug hört man etwa „zrü-zrü-zrü-zrü-zrü-zre-zre-zre-zre-zre-sui-ssui-sui-zri-ri-zri“.
Zugverhalten
In Irland, Großbritannien und Frankreich gehören sie zu den Standvögeln. Nördlichere Vögel ziehen von September bis Dezember an die Küsten Mittel- und Westeuropas oder Nordafrikas. Zurück in die Brutgebiete geht es ab März.
Beobachtungstipps
Wer im Winter an der Küste spazieren geht und einen kleinen dunklen sperlingsgroßen Vogel im Watt oder Seetang herumhüpfen sieht, sollte zum Fernglas greifen. Es könnte sich um den Strandpieper handeln.
Aktiv werden
Was kann ich tun?
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