Strandpieper
Strandpieper sind die Pieper mit dem dunkelsten Kleid und leicht olivfarbener Oebrseite© Foto: Christoph Moning

Anthus petrosus

Strandpieper

Der Strandpieper kommt im Winter zu uns und ist dann an den deutschen Küsten anzutreffen. Er ist ein richtiges Küstenkind: Sowohl zum Brüten als auch zum Überwintern bevorzugt er das Leben am Meer. Wie bei allen Piepern gilt es auf die Feinheiten zu achten, um den Strandpieper als solchen auszumachen. In seinem Fall hilft ein Blick auf die Beine.

Vorkommen in Deutschland

Gefährdungs­grad

Der Gefährdungsgrad ist der roten Liste der wandernden Vogelarten in Deutschland 2012 entnommen.

Vorwarnliste

  • Nicht gefährdet
  • Extrem selten
  • Vorwarnliste
  • Gefährdet
  • Stark gefährdet
  • vom Aussterben bedroht
  • Ausgestorben

Bestands­zahl

nicht bekannt

Bestands­trend

Der Bestandstrend (1980 – 2005) stammt aus der Roten Liste wandernder Vogelarten Deutschlands 2013.

zunehmend

Steckbrief

Beobachten

von September bis März zu beobachten

Größe

15,5-17 cm groß

Besonderheit

vor allem an Küsten unterwegs

Reise

Standvogel, Kurz- und Langstreckenzieher, überwintert an Küsten Westeuropas oder Nordküste Afrikas

Funfact

Obwohl er ein Singvogel ist, pickt er wie ein Watvogel im Meerwasser nach mariner Nahrung.

© Foto: Foto: Mathias Schäf

Beschreibung

Aussehen

Der Strandpieper ist vor allem im Schlichtkleid dem Wiesen- und dem Bergpieper sehr ähnlich. Er ist insgesamt dunkler und verwaschener gezeichnet. Die Unterseite ist schmutzig weiß. Die Oberseite kann olivgrün oder rosa überhaucht sein, der Rücken ist jedoch immer grauer. Die dunklen Beine und der dunkle längere Schnabel sind gute Erkennungsmerkmale.

Verhalten

Der überzeugte Einzelgänger schließt sich nur im Winter mit Artgenossen zu lockeren Gruppen zusammen. Seinem Revier bleibt er sehr treu. Er fängt seine Beute sowohl im Flug als auch am Boden. Der Strandpieper brütet bis zu zwei- oder sogar dreimal im Jahr. Er badet auch gern mal in Wassermulden im Watt.

Lebensraum

Strandpieper leben ausschließlich küstennah. Sie brüten an Steilküsten und Klippen. Zum Rasten und Überwintern bevorzugen sie Salzmarschen und Sand- und Muschelstrände.

Gefährdung

Strandpieper sind nicht gefährdet.

Nahrung

Die Nahrung besteht aus Fliegen, Larven, kleinen Muscheln und Schnecken, hin und wieder auch Sämereien.

Stimme/Laute

Sein Ruf ist dem des Berg- und des Wiesenpiepers ähnlich. Charakteristisch ist ein schrilles, deutliches „fit“ oder „wiiit“. Im Singflug hört man etwa „zrü-zrü-zrü-zrü-zrü-zre-zre-zre-zre-zre-sui-ssui-sui-zri-ri-zri“.

Zugverhalten

In Irland, Großbritannien und Frankreich gehören sie zu den Standvögeln. Nördlichere Vögel ziehen von September bis Dezember an die Küsten Mittel- und Westeuropas oder Nordafrikas. Zurück in die Brutgebiete geht es ab März.

Beobachtungstipps

Wer im Winter an der Küste spazieren geht und einen kleinen dunklen sperlingsgroßen Vogel im Watt oder Seetang herumhüpfen sieht, sollte zum Fernglas greifen. Es könnte sich um den Strandpieper handeln.

Tipps zum Fernglaskauf

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