Bergpieper
Bergpieper© Foto: Foto: Mathias Schäf

Anthus spinoletta

Bergpieper

Wer nahe der Alpen lebt, hat ihn bestimmt schon zu Gesicht bekommen. Der etwas größere Bergpieper hat sich die Gebirge als Lebensraum ausgesucht. Mit dem Strandpieper ist er nah verwandt und könnte mit ihm verwechselt werden. Früher wurden sie mit dem Pazifikpieper als Wasserpieper zusammengefasst. Allerdings unterscheiden sie sich stark in der Wahl ihres Lebensraumes.

Vorkommen in Deutschland

Gefährdungs­grad

Der Gefährdungsgrad ist der Roten Liste der Brutvögel in Deutschland 2020 entnommen.

Nicht gefährdet

  • Nicht gefährdet
  • Extrem selten
  • Vorwarnliste
  • Gefährdet
  • Stark gefährdet
  • vom Aussterben bedroht
  • Ausgestorben

Bestands­zahl

Die Bestandszahl stammt aus "Gerlach et. Al (2025): Vögel in Deutschland - Bestandssituation 2025. DDA, BfN, LAG VSW, Münster."

1.600 – 1.800 Brutpaare

Bestands­trend

Der Bestandstrend stammt aus "Gerlach et. Al (2025): Vögel in Deutschland - Bestandssituation 2025. DDA, BfN, LAG VSW, Münster."

- 1 % (stabil)

Steckbrief

Beobachten

ganzjährig zu beobachten

Größe

16-17 cm groß

Besonderheit

Dunkelgraue Beine – anders als bei hellbeinigen Piepern

Reise

Kurzstreckenzieher, überwintert in Ebenen West- und Mitteleuropas

Funfact

Pünktlich zur Brutzeit im Frühling färbt sich die sonst schlichte, gestreifte Brust der Männchen in ein zartes Rosa.

Bergpieper im Prachtkleid© Foto: Christoph Moning

Beschreibung

Aussehen

Der Rücken des Bergpiepers ist hell graubraun gefärbt. Die Unterseite ist hell und gestrichelt im Schlichtkleid, rosa gefärbt und weniger gestrichelt im Prachtkleid. Deutliches Merkmal sind die dunklen Beine. Überaugenstreif und Flügelbinde sind gut zu erkennen. Er ist in Körperbau und Haltung einer Bachstelze ähnlich.

Bergpieper© Foto: Mathias Schäf

Verhalten

Ihre Nester bauen sie am Boden auf Bergwiesen oder an steilen Hängen. Sie brüten von Mai bis August bis zu zweimal. Werden Bergpieper gestört, fliegen sie hektisch auf, steigen relativ hoch und landen weiter entfernt wieder.

Lebensraum

Der Bergpieper bevorzugt kahle Hänge und Plateaus der Gebirge als Lebensraum. Man trifft ihn bis in Höhen von 3000 Metern an. Im Winter ist er in der Ebene in der Nähe von Flüssen und Seeufern unterwegs.

Gefährdung

Bergpieper sind nicht gefährdet.

Nahrung

Zur Nahrung gehören Insekten, Spinnen, Würmer und kleine Schnecken.

Stimme/Laute

Er singt überwiegend fliegend ein ein- bis zweisilbiges „zip“ oder „tsi tsi“. Einzelne Rufe sind ein ansteigendes „füist“ oder „djihp“. Auch rhythmische Strophen kommen vor, etwa „zrü zrü zrü-zrü-zrü-zrü-zrü-zrü-züzüzüzüzüzü swiriiiIRR-swirirIRR-SUUü SUUü psieh psieh“, variieren jedoch geografisch stark.

Zugverhalten

Im Süden Mitteleuropas sind sie Standvögel. Kurzstreckenzieher ziehen in die Ebenen innerhalb Europas. Nordöstliche Vögel überwintern regelmäßig im Norden.

Beobachtungstipps

Die dunklen Beine unterscheiden den Berg- vom Strandpieper. Zudem ist er im Sommer im Gebirge und im Winter überwiegend an Süßwassern unterwegs, der Strandpieper am Meer.

Tipps zum Fernglaskauf

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Was kann ich tun?

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