
Anthus spinoletta
Bergpieper
Wer nahe der Alpen lebt, hat ihn bestimmt schon zu Gesicht bekommen. Der etwas größere Bergpieper hat sich die Gebirge als Lebensraum ausgesucht. Mit dem Strandpieper ist er nah verwandt und könnte mit ihm verwechselt werden. Früher wurden sie mit dem Pazifikpieper als Wasserpieper zusammengefasst. Allerdings unterscheiden sie sich stark in der Wahl ihres Lebensraumes.
Vorkommen in Deutschland
Gefährdungsgrad
Nicht gefährdet
- Nicht gefährdet
- Extrem selten
- Vorwarnliste
- Gefährdet
- Stark gefährdet
- vom Aussterben bedroht
- Ausgestorben
Bestandszahl
1.600 – 1.800 Brutpaare
Bestandstrend
- 1 % (stabil)
Steckbrief
Beobachten
ganzjährig zu beobachten
Größe
16-17 cm groß
Besonderheit
Dunkelgraue Beine – anders als bei hellbeinigen Piepern
Reise
Kurzstreckenzieher, überwintert in Ebenen West- und Mitteleuropas
Funfact
Pünktlich zur Brutzeit im Frühling färbt sich die sonst schlichte, gestreifte Brust der Männchen in ein zartes Rosa.
Beschreibung
Aussehen
Der Rücken des Bergpiepers ist hell graubraun gefärbt. Die Unterseite ist hell und gestrichelt im Schlichtkleid, rosa gefärbt und weniger gestrichelt im Prachtkleid. Deutliches Merkmal sind die dunklen Beine. Überaugenstreif und Flügelbinde sind gut zu erkennen. Er ist in Körperbau und Haltung einer Bachstelze ähnlich.

Verhalten
Ihre Nester bauen sie am Boden auf Bergwiesen oder an steilen Hängen. Sie brüten von Mai bis August bis zu zweimal. Werden Bergpieper gestört, fliegen sie hektisch auf, steigen relativ hoch und landen weiter entfernt wieder.
Lebensraum
Der Bergpieper bevorzugt kahle Hänge und Plateaus der Gebirge als Lebensraum. Man trifft ihn bis in Höhen von 3000 Metern an. Im Winter ist er in der Ebene in der Nähe von Flüssen und Seeufern unterwegs.
Gefährdung
Bergpieper sind nicht gefährdet.
Nahrung
Zur Nahrung gehören Insekten, Spinnen, Würmer und kleine Schnecken.
Stimme/Laute
Er singt überwiegend fliegend ein ein- bis zweisilbiges „zip“ oder „tsi tsi“. Einzelne Rufe sind ein ansteigendes „füist“ oder „djihp“. Auch rhythmische Strophen kommen vor, etwa „zrü zrü zrü-zrü-zrü-zrü-zrü-zrü-züzüzüzüzüzü swiriiiIRR-swirirIRR-SUUü SUUü psieh psieh“, variieren jedoch geografisch stark.
Zugverhalten
Im Süden Mitteleuropas sind sie Standvögel. Kurzstreckenzieher ziehen in die Ebenen innerhalb Europas. Nordöstliche Vögel überwintern regelmäßig im Norden.
Beobachtungstipps
Die dunklen Beine unterscheiden den Berg- vom Strandpieper. Zudem ist er im Sommer im Gebirge und im Winter überwiegend an Süßwassern unterwegs, der Strandpieper am Meer.
Aktiv werden
Was kann ich tun?
Der NABU ist seit über 100 Jahren im praktischen Naturschutz vor Ort aktiv, um die Vielfalt unserer heimischen Vogelwelt zu erhalten. Heute betreut der NABU mehr als 5.000 Schutzgebiete in Deutschland. Damit wir auch in Zukunft die Vielfalt und Schönheit der Natur für die Vogelwelt erhalten können, braucht sie Ihren Schutz. Unterstützen Sie uns und werden Sie NABU-Mitglied!



