
Anthus cervinus
Rotkehlpieper
Bei uns ist er nur auf der Durchreise zu beobachten. Auf seinem langen Weg vom nördlichsten Europa bis in sein Winterquartier in Afrika macht er bei uns Rast. Der kleine Singvogel mit der rostbraunen Kehle ist auf dem Zug in größeren Schwärmen mit anderen Vögeln unterwegs.
Vorkommen in Deutschland
Gefährdungsgrad
Nicht gefährdet
- Nicht gefährdet
- Extrem selten
- Vorwarnliste
- Gefährdet
- Stark gefährdet
- vom Aussterben bedroht
- Ausgestorben
Bestandszahl
nicht bekannt
Bestandstrend
stabil
Steckbrief
Beobachten
im Mai und September/Oktober zu beobachten
Größe
14-15 cm groß
Besonderheit
wippt bei Erregung mit dem Schwanz
Reise
Langstreckenzieher, Durchzügler, überwintert in Afrika
Funfact
Rotkehlpieper können durch asymmetrisches Bewegen ihres Stimmkopfs zweistimmig singen.
Beschreibung
Aussehen
Rotkehlpieper lassen sich durch die rostbraune Färbung an Kehle, Stirn und Überaugenstreif gut von anderen Piepern unterscheiden. Der Rücken ist kräftig schwarz gestrichelt, mit zwei weißen Mantelstreifen. Die Grundfärbung ist braun mit rötlich und weißlichen Federsäumen. Der Bauch ist weiß mit schwarzer Strichelung. Die Schnabelbasis ist hellgelb.
Verhalten
Meist sind sie am Boden auf Nahrungssuche unterwegs. Wenn sie aufgeregt sind, wippen sie mit dem Schwanz. Nester bauen die Rotkehlpieper am Boden. Ende Mai bis Anfang Juni legen die Weibchen ihre Eier. Die Männchen füttern die Weibchen während der Brutphase. Auf dem Durchzug schließen sie sich anderen Vogelschwärmen an.
Lebensraum
Lebensraum sind das offene Gelände und die Sümpfe der Tundra und Taiga im nördlichsten Europa. Er brütet gern an kahlen Hängen. Beim Durchzug rastet er auf feuchten, sumpfigen Wiesen mit Strauchvegetation, auf Stoppelfeldern und Salzmarschen.

Gefährdung
Rotkehlpieper sind nicht gefährdet.
Nahrung
Der Rotkehlpieper frisst gerne Insekten, Würmer und Sämereien
Stimme/Laute
Der Gesang ist höher und rauer als beim Wiesenpieper und sauberer und länger als beim Baumpieper. Er ruft ein heiseres gedehntes „psiiih“ oder „szieh“ und ein weiches „djie-e“. Er warnt mit „tschüpp“. Im kurzen Singflug hört man auch rhythmische Lautfolgen wie „swü-swü-swü SWÜ-psiü psiüüü psiiiiüh sürrrrrrrrr wi-wi-wi-wi tswü-tswü-tswü“.
Zugverhalten
Im August und September fliegen sie nach Afrika, östlicher angesiedelte Vögel nach Südostasien. Im April und Mai kehren sie zurück in die Brutgebiete.
Beobachtungstipps
Auf der Durchreise im Frühling und im Herbst sieht man den Pieper mit der rostroten Färbung auf dem Durchzug oder am Boden auf Nahrungssuche. Es lohnt sich also, zu dieser Zeit die Augen offenzuhalten. Vielleicht entdecken Sie einen der wenigen Durchzügler in einem Schwarm Wiesenpieper, in dessen Lebensraum er gerne rastet.
Aktiv werden
Was kann ich tun?
Der NABU ist seit über 100 Jahren im praktischen Naturschutz vor Ort aktiv, um die Vielfalt unserer heimischen Vogelwelt zu erhalten. Heute betreut der NABU mehr als 5.000 Schutzgebiete in Deutschland. Damit wir auch in Zukunft die Vielfalt und Schönheit der Natur für die Vogelwelt erhalten können, braucht sie Ihren Schutz. Unterstützen Sie uns und werden Sie NABU-Mitglied!






