Rotkehlpieper
© Foto: Mathias Schäf

Anthus cervinus

Rotkehlpieper

Bei uns ist er nur auf der Durchreise zu beobachten. Auf seinem langen Weg vom nördlichsten Europa bis in sein Winterquartier in Afrika macht er bei uns Rast. Der kleine Singvogel mit der rostbraunen Kehle ist auf dem Zug in größeren Schwärmen mit anderen Vögeln unterwegs.

Vorkommen in Deutschland

Gefährdungs­grad

Nicht gefährdet

  • Nicht gefährdet
  • Extrem selten
  • Vorwarnliste
  • Gefährdet
  • Stark gefährdet
  • vom Aussterben bedroht
  • Ausgestorben

Bestands­zahl

nicht bekannt

Bestands­trend

stabil

Steckbrief

Beobachten

im Mai und September/Oktober zu beobachten

Größe

14-15 cm groß

Besonderheit

wippt bei Erregung mit dem Schwanz

Reise

Langstreckenzieher, Durchzügler, überwintert in Afrika

Funfact

Rotkehlpieper können durch asymmetrisches Bewegen ihres Stimmkopfs zweistimmig singen.

Der Rotkehlpieper zeigt vor allem außerhalb der Brutsaison ein ausgeprägt geselliges Verhalten© Foto: Mathias Schäf

Beschreibung

Aussehen

Rotkehlpieper lassen sich durch die rostbraune Färbung an Kehle, Stirn und Überaugenstreif gut von anderen Piepern unterscheiden. Der Rücken ist kräftig schwarz gestrichelt, mit zwei weißen Mantelstreifen. Die Grundfärbung ist braun mit rötlich und weißlichen Federsäumen. Der Bauch ist weiß mit schwarzer Strichelung. Die Schnabelbasis ist hellgelb.

Verhalten

Meist sind sie am Boden auf Nahrungssuche unterwegs. Wenn sie aufgeregt sind, wippen sie mit dem Schwanz. Nester bauen die Rotkehlpieper am Boden. Ende Mai bis Anfang Juni legen die Weibchen ihre Eier. Die Männchen füttern die Weibchen während der Brutphase. Auf dem Durchzug schließen sie sich anderen Vogelschwärmen an.

Lebensraum

Lebensraum sind das offene Gelände und die Sümpfe der Tundra und Taiga im nördlichsten Europa. Er brütet gern an kahlen Hängen. Beim Durchzug rastet er auf feuchten, sumpfigen Wiesen mit Strauchvegetation, auf Stoppelfeldern und Salzmarschen.

Rotkehlpieper sind zierliche Vögel die sich gut tarnen können© Foto: Mathias Schäf

Gefährdung

Rotkehlpieper sind nicht gefährdet.

Nahrung

Der Rotkehlpieper frisst gerne Insekten, Würmer und Sämereien

Stimme/Laute

Der Gesang ist höher und rauer als beim Wiesenpieper und sauberer und länger als beim Baumpieper. Er ruft ein heiseres gedehntes „psiiih“ oder „szieh“ und ein weiches „djie-e“. Er warnt mit „tschüpp“. Im kurzen Singflug hört man auch rhythmische Lautfolgen wie „swü-swü-swü SWÜ-psiü psiüüü psiiiiüh sürrrrrrrrr wi-wi-wi-wi tswü-tswü-tswü“.

Zugverhalten

Im August und September fliegen sie nach Afrika, östlicher angesiedelte Vögel nach Südostasien. Im April und Mai kehren sie zurück in die Brutgebiete.

Beobachtungstipps

Auf der Durchreise im Frühling und im Herbst sieht man den Pieper mit der rostroten Färbung auf dem Durchzug oder am Boden auf Nahrungssuche. Es lohnt sich also, zu dieser Zeit die Augen offenzuhalten. Vielleicht entdecken Sie einen der wenigen Durchzügler in einem Schwarm Wiesenpieper, in dessen Lebensraum er gerne rastet.

Tipps zum Fernglaskauf

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