
Bombycilla garrulus
Seidenschwanz
Seidenschwänze sind kompakte Vögel mit einem dicken Hals und einem überwiegend graubraunen Gefieder. Am auffälligsten sind die Federhaube und die gelben Merkmale an den Flügeln und am Schwanz. Sie brüten in der Taiga im Norden Skandinaviens und Russlands und sind bei uns nur Wintergäste, hauptsächlich im Norden und Osten. Dank ihrer großen Leber können sie auch angegorene Beeren essen, ohne Schaden davonzutragen.
Ruf
Aufgenommen von Bodo Sonnenburg/XC541873
Gesang
Aufgenommen von Joe Klaiber/XC197640
Vorkommen in Deutschland
Gefährdungsgrad
Nicht gefährdet
- Nicht gefährdet
- Extrem selten
- Vorwarnliste
- Gefährdet
- Stark gefährdet
- vom Aussterben bedroht
- Ausgestorben
Bestandszahl
nicht bekannt
Bestandstrend
stabil
Steckbrief
Beobachten
in den Wintermonaten zu beobachten
Größe
18-21 cm groß
Besonderheit
auffällige Federhaube
Reise
Standvogel und Kurzstreckenzieher
Funfact
Der Seidenschwanz kann am Tag das Doppelte seines Körpergewichts vertilgen.
Beschreibung
Aussehen
Das Gefieder des starengroßen Seidenschwanzes ist überwiegend grau bis braun. Die markante Federhaube und der Kopf sind teilweise zimtbraun, der Rücken ist blaugrau. Die schmale Augenmaske verleiht ihm einen strengen Blick. Die Kehle ist schwarz. Charakteristisch sind die gelbe Endbinde am Schwanz und die weiß-gelb-rote Zeichunng auf den schwarzen Flügeln.
Verhalten
Je nachdem, wie die Situation im Brutgebiet ist, kann der Seidenschwanz invasionsartig bei uns im Winter auftauchen. Er besiedelt beerenreiche Orte und frisst sehr gerne die Beeren von Wacholdern, Ebereschen oder die des Gemeinen Schneeballs, sogar wenn diese bereits leicht angegoren sind.
Lebensraum
Der Seidenschwanz brütet in der nördlichen Taiga. Dort lebt er in flechtenreichen und einsamen alten Wäldern. Bei uns kann man ihn im Winter an verschiedenen beerenreichen Standorten beobachten.
Gefährdung
Da der Seidenschwanz nicht in Deutschland brütet, taucht er bei uns nicht auf der Roten Liste der Brutvögel auf. Global gilt er als nicht gefährdet.
Nahrung
Während der Brutzeit frisst der Seidenschwanz häufig Insekten. Ansonsten ernährt er sich fast ausschließlich von Beeren und Früchten.
Stimme/Laute
Der häufigste Ruf, den man von Durchzüglern oder Wintergästen vernehmen kann, ist ein glockenartiges, frostiges Trillern, das wie „sirrr“ klingt.
Zugverhalten
Das Zugverhalten unterliegt starken Schwankungen. In manchen Jahren taucht der Seidenschwanz in großer Zahl invasionsartig im Winter in Mitteleuropa auf, in anderen Jahren bekommt man ihn hier kaum zu Gesicht.
Beobachtungstipps
Seidenschwänze kann man vor allem in Norddeutschland und nur im Winter beobachten. Jedoch schwankt die Anzahl der Wintergäste stark. Die unverwechselbaren Vögel halten sich gerne in der Nähe von Beerensträuchern auf.
Aktiv werden
Was kann ich tun?
Pflanze beerentragende Gehölze und lass die schrumpeligen Früchte den Winter über hängen.








