
Melanitta fusca
Samtente
Die Samtente ist ein häufiger Wintergast an der Ostsee und überwintert dort in großen Trupps meist in küstennahen Seichtwasserzonen. Obwohl sie mit ihrem weißen Flügelstreif, dem weißen Halbring unter dem Auge und dem bunten Schnabel durchaus auffällig ist, kann man sie nur schwer entdecken. Meist kann man sie dabei beobachten, wie sie selbst dem größten Wellengang trotzend nach Nahrung taucht.
Vorkommen in Deutschland
Gefährdungsgrad
vom Aussterben bedroht
- Nicht gefährdet
- Extrem selten
- Vorwarnliste
- Gefährdet
- Stark gefährdet
- vom Aussterben bedroht
- Ausgestorben
Bestandszahl
110.000 Wintergäste
Bestandstrend
+ 244 % (zunehmend)
Steckbrief
Beobachten
von Oktober bis April zu beobachten
Größe
51-58 cm groß, Flügelspannweite 79-97 cm
Besonderheit
schwarze Ente mit weißem Flügelstreif
Reise
Kurzstreckenzieher, Durchzügler und Wintergast
Funfact
Die Weibchen tun sich sogar artenübergreifend, zum Beispiel mit Seeschwalben, zusammen, um ihre Jungen gegen Möwen zu verteidigen.
Beschreibung
Aussehen
Die Samtente ist eine dunkle Meeresente mit auffällig dickem Hals und kräftigem keilförmigem Schnabel. Das Männchen ist im Prachtkleid tiefschwarz und hat einen weißen Halbring unter dem Auge, eine weiße Flügelbinde und auffällig gelbe Schnabelpartien. Das Weibchen ist eher bräunlich gefärbt, hat aber ebenso eine weiße Flügelbinde sowie einen hellen Wangenfleck.
Verhalten
Sie erbeuten ihre Nahrung tauchend, im Gegensatz zur Trauerente ohne vorangehenden Sprung. Ihre Flügel sind dabei leicht geöffnet. Auch beim Flügelschlagen verhält sie sich anders als die Trauerente, denn sie hält ihren Kopf dabei aufrecht.
Lebensraum
Samtenten brüten auf Tundren- und Bergseen, an Küsteninseln im Norden Eurasiens bis nach Zentralsibirien sowie an den skandinavischen Küsten. Außerhalb der Brutzeit sind sie hingegen in küstennahen Seichtwasserzonen oder auf der offenen See anzutreffen.
Gefährdung
Als typische Meeresente ist die Samtente vor allem durch die Verschmutzung der Meere, zu großen Teilen durch Öl, und die zunehmende Fischerei bedroht. Dies ist vor allem aufgrund des Fischereiabfalls in den Meeren und der Übernutzung der natürlichen Muschelbestände problematisch.
Nahrung
Im Brutgebiet ernährt sich die Samtente vor allem von wasserlebenden Insekten und deren Larven, kleineren Fischen und Wasserpflanzen. Außerhalb des Brutgebiets frisst sie aber auch Muscheln, Schnecken und Krebstiere.
Stimme/Laute
Die Samtente ist außerhalb der Balzzeit eher schweigsam. Das Männchen lässt ein gepfiffenes „huörör“ ertönen, wohingegen das Weibchen eher „braa“ knurrt.
Zugverhalten
Die Wintergebiete der Samtente liegen an der Ostsee und der Atlantikküste von Nord- und Nordwesteuropa. Daher ist die Samtente ein häufiger Durchzügler und Wintergast an der Nord- und Ostsee. Ab und zu trifft man sie auch im Binnenland an, sogar häufiger als die Trauerente.
Beobachtungstipps
Man kann sie vor allem im Herbst und Winter an der Nord- und Ostsee beobachten. Eines der größten Überwinterungsgebiete ist dabei die Pommersche Bucht einschließlich des Greifswalder Boddens. Dort rastet die Samtente in größeren Trupps, die jedoch nicht so dicht sind wie bei der Trauerente. Auch wenn sie meist nur aus großer Entfernung zu beobachten ist, kann man sie anhand des Verhaltens und des weißen Flügelspiegels gut von Trauerenten unterscheiden.
Aktiv werden
Was kann ich tun?
Beim Fischkauf kannst du darauf achten, wie der Fisch gefangen wurde. Dabei solltest du Fisch aus Stellnetzfischerei meiden, da sich die Enten darin verheddern und dann qualvoll sterben.


