
Milvus milvus
Rotmilan
Der Rotmilan ist ein sehr häufig in Deutschland vorkommender Greifvogel. Mehr als die Hälfte der gesamten Weltpopulation brütet sogar bei uns. Strukturreiche, landwirtschaftlich genutzte Kulturlandschaften sind sein bevorzugtes Habitat, und davon gibt es hier reichlich. Er ist ein akrobatischer Flieger. Man kann über seine spektakulären Verfolgungsjagden und eleganten Balzflüge oft nur staunen. Markant ist auch sein tief gegabelter Schwanz.
Ruf eines Rotmilans
Aufgenommen von Xeno Canto/Beatrix Saadi-Varchmin
Test Gesang xyz
Aufgenommen von Lars Lachmann
Vorkommen in Deutschland
Gefährdungsgrad
Vorwarnliste
- Nicht gefährdet
- Extrem selten
- Vorwarnliste
- Gefährdet
- Stark gefährdet
- vom Aussterben bedroht
- Ausgestorben
Bestandszahl
14.500 - 22.000 Brutpaare
Bestandstrend
+ 1% (stabil)
Steckbrief
Beobachten
ganzjährig zu beobachten
Größe
61-72 cm groß
Besonderheit
akrobatischer Flugspezialist
Reise
Standvogel und Kurzstreckenzieher
Funfact
Es gibt keine andere Vogelart, von der ein so großer Anteil des Weltbestandes in Deutschland brütet.
Beschreibung
Aussehen
Markante Merkmale des Rotmilans sind sein tief gegabelter Schwanz und seine rostfarbene Grundfarbe. Auf der Unterseite sind im Flug weiße Fenster am Flügel erkennbar. Das Gefieder am Kopf hat eine graue Färbung. Im Flug wirkt seine Körperhaltung leicht buckelig.
Verhalten
Spektakuläre Verfolgungsjagden im Flug oder das gezielte Aufgreifen von Kleinnagern im Vorbeifliegen sind nichts Besonderes für den Rotmilan. Auch zur Reviermarkierung unternehmen die Partner atemberaubende Flugmanöver. Zum Schlafen in Bäumen tut er sich mit anderen Rotmilanen zusammen, was eher ungewöhnlich für Greifvögel ist.
Lebensraum
Felder, Wiesen und Felgehölze prägen das bevorzugte Habitat des Rotmilans. Er ist vor allem in landwirtschaftlich genutzten Kulturlandschaften weit verbreitet.
Gefährdung
Der Rotmilan steht auf der Vorwarnliste.
Nahrung
Als Hauptnahrungsquelle dienen kleine Säugetiere wie Wühlmäuse, andere Vögel oder Aas. Auf frisch bearbeiteten Feldern sucht er häufig nach Nahrung. Er ernährt sich aber auch von Abfällen des Menschen.
Stimme/Laute
Er ist eher still. Gelegentlich gibt er ein dünnes Pfeifen und dem Bussard ähnelndes Miauen von sich, worauf ein langes „wii-uuh, ii uu ii uu“ folgt.
Zugverhalten
Der Rotmilan bleibt, je nach Nahrungsangebot, häufig den Winter über in Deutschland. Ein Teil zieht nach Südfrankreich, um dort zu überwintern.
Beobachtungstipps
Da Rotmilane sehr häufig in strukturreichen Kulturlandschaften vorkommen, sind sie dort am besten zu beobachten. Im Flug fallen der tief gegabelte Schwanz, der zum Steuern geneigt werden kann, und die leicht gebuckelte Körperhaltung auf. Aufgrund ihrer schmalen, recht langen Flügel wirken sie etwas größer als Bussarde. Ab Spätsommer kann abends häufig beobachtet werden, wie sich teilweise bis zu hundert Tiere im selben Baum zum Schlafen einfinden.
Aktiv werden
Was kann ich tun?
Der NABU ist seit über 100 Jahren im praktischen Naturschutz vor Ort aktiv, um die Vielfalt unserer heimischen Vogelwelt zu erhalten. Heute betreut der NABU mehr als 5.000 Schutzgebiete in Deutschland. Damit wir auch in Zukunft die Vielfalt und Schönheit der Natur für die Vogelwelt erhalten können, braucht sie Schutz.











