
Circus aeruginosus
Rohrweihe
Die Rohrweihe ist in Deutschland relativ häufig und gehört zu den mittelgroßen Greifvogelarten. Ihr Flugbild ist sehr typisch: Sie segelt flach und schaukelnd über den Boden und hat dabei eine v-förmige Gestalt. So hält sie Ausschau nach Kleinsäugern und Insekten. Sie wählt Brutplätze, die in unmittelbarer Nähe zu Gewässern liegen. Zum Überwintern zieht sie mehrheitlich nach Afrika.
Vorkommen in Deutschland
Gefährdungsgrad
Nicht gefährdet
- Nicht gefährdet
- Extrem selten
- Vorwarnliste
- Gefährdet
- Stark gefährdet
- vom Aussterben bedroht
- Ausgestorben
Bestandszahl
6.500 - 9.000 Brutpaare
Bestandstrend
- 28 % (stabil)
Steckbrief
Beobachten
nur im Winter nicht zu beobachten
Größe
43-55 cm groß
Besonderheit
charakteristisches Flugbild
Reise
Kurz- bis Langstreckenzieher
Funfact
Ihr Name deutet darauf hin, dass sie häufig in Röhrichten brütet.
Beschreibung
Aussehen
Adulte Männchen und Weibchen unterscheiden sich äußerlich relativ stark. Die Grundfarbe der Männchen ist ein mittlerer Braunton. Die Flügelspitzen sind schwarz, und der Schwanz ist blaugrau. Der Kopf und die Brust sind gelb-weiß. Die Weibchen hingegen sind eher stärker einfarbig dunkel. Am Kopf, Nacken und an der Kehle sind sie cremeweiß.

Verhalten
Rohrweihen erspähen ihre Beute oft aus dem Flug und nutzen dafür sowohl ihr Seh- als auch ihr Hörvermögen. Sie sind wenig territorial und können bei guter Nahrungsverfügbarkeit auch dicht neben anderen Paaren brüten. Zum Bau der Nester nutzen sie oft Schilf.
Lebensraum
Rohrweihen sind in weiten Teilen Mitteleuropas beheimatet. Sie brüten in unmittelbarer Gewässernähe im Schilf am Boden oder zunehmend auch in Agrarflächen. Zum Jagen benötigen sie offene Landschaften.
Gefährdung
Die Rohrweihe gilt in Deutschland aktuell als nicht gefährdet.
Nahrung
Als Nahrungsgrundlage dienen Kleinsäuger, Vögel und Insekten. Je nach Habitat variiert dies aber stark. Sie fressen zum Beispiel Wühlmäuse, Feldmäuse, Blässhühner oder Maulwürfe.
Stimme/Laute
Das Weibchen gibt ein dünnes Pfeifen von sich, das mehrmals wiederholt wird, wenn das Männchen Futter bringt. Der Balzruf des Männchens ist ein „kuäh“.
Zugverhalten
Die Rohrweihe zieht bereits ab Ende Juli bis in den Oktober hinein in ihre Überwinterungsgebiete in Afrika südlich der Sahara. Im Frühjahr kehrt sie relativ früh im März bis April zurück.
Beobachtungstipps
Vor allem in offenen Landschaften kann man die Rohrweihe beobachten, wenn sie niedrig über dem Boden durch die Luft gleitet und nach Beute Ausschau hält. Eine Exkursion zu einem NABU-Schutzgebiet mit großem Schilfbestand bietet sich an.
Aktiv werden
Was kann ich tun?
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