Fliegende Rohrweihe.
© Foto: Olaf Titko

Circus aeruginosus

Rohrweihe

Die Rohrweihe ist in Deutschland relativ häufig und gehört zu den mittelgroßen Greifvogelarten. Ihr Flugbild ist sehr typisch: Sie segelt flach und schaukelnd über den Boden und hat dabei eine v-förmige Gestalt. So hält sie Ausschau nach Kleinsäugern und Insekten. Sie wählt Brutplätze, die in unmittelbarer Nähe zu Gewässern liegen. Zum Überwintern zieht sie mehrheitlich nach Afrika.

Vorkommen in Deutschland

Gefährdungs­grad

Der Gefährdungsgrad ist der Roten Liste der Brutvögel in Deutschland 2020 entnommen.

Nicht gefährdet

  • Nicht gefährdet
  • Extrem selten
  • Vorwarnliste
  • Gefährdet
  • Stark gefährdet
  • vom Aussterben bedroht
  • Ausgestorben

Bestands­zahl

Die Bestandszahl stammt aus "Gerlach et. Al (2025): Vögel in Deutschland - Bestandssituation 2025. DDA, BfN, LAG VSW, Münster."

6.500 - 9.000 Brutpaare

Bestands­trend

Der Bestandstrend stammt aus "Gerlach et. Al (2025): Vögel in Deutschland - Bestandssituation 2025. DDA, BfN, LAG VSW, Münster."

- 28 % (stabil)

Steckbrief

Beobachten

nur im Winter nicht zu beobachten

Größe

43-55 cm groß

Besonderheit

charakteristisches Flugbild

Reise

Kurz- bis Langstreckenzieher

Funfact

Ihr Name deutet darauf hin, dass sie häufig in Röhrichten brütet.

Rohrweihen bauen große Nester aus Zweigen und Halmen, meist im Schilf© Foto: Foto: Mathias Schäf

Beschreibung

Aussehen

Adulte Männchen und Weibchen unterscheiden sich äußerlich relativ stark. Die Grundfarbe der Männchen ist ein mittlerer Braunton. Die Flügelspitzen sind schwarz, und der Schwanz ist blaugrau. Der Kopf und die Brust sind gelb-weiß. Die Weibchen hingegen sind eher stärker einfarbig dunkel. Am Kopf, Nacken und an der Kehle sind sie cremeweiß.

Ein Rohrweihenmännchen (oben) und ein Rohrweihenweibchen (unten)© Foto: Mathias Schäf

Verhalten

Rohrweihen erspähen ihre Beute oft aus dem Flug und nutzen dafür sowohl ihr Seh- als auch ihr Hörvermögen. Sie sind wenig territorial und können bei guter Nahrungsverfügbarkeit auch dicht neben anderen Paaren brüten. Zum Bau der Nester nutzen sie oft Schilf.

Lebensraum

Rohrweihen sind in weiten Teilen Mitteleuropas beheimatet. Sie brüten in unmittelbarer Gewässernähe im Schilf am Boden oder zunehmend auch in Agrarflächen. Zum Jagen benötigen sie offene Landschaften.

Gefährdung

Die Rohrweihe gilt in Deutschland aktuell als nicht gefährdet.

Nahrung

Als Nahrungsgrundlage dienen Kleinsäuger, Vögel und Insekten. Je nach Habitat variiert dies aber stark. Sie fressen zum Beispiel Wühlmäuse, Feldmäuse, Blässhühner oder Maulwürfe.

Stimme/Laute

Das Weibchen gibt ein dünnes Pfeifen von sich, das mehrmals wiederholt wird, wenn das Männchen Futter bringt. Der Balzruf des Männchens ist ein „kuäh“.

Zugverhalten

Die Rohrweihe zieht bereits ab Ende Juli bis in den Oktober hinein in ihre Überwinterungsgebiete in Afrika südlich der Sahara. Im Frühjahr kehrt sie relativ früh im März bis April zurück.

Beobachtungstipps

Vor allem in offenen Landschaften kann man die Rohrweihe beobachten, wenn sie niedrig über dem Boden durch die Luft gleitet und nach Beute Ausschau hält. Eine Exkursion zu einem NABU-Schutzgebiet mit großem Schilfbestand bietet sich an.

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Landwirtschaft und Naturschutz

Der NABU Emsland Süd koordiniert seit über 20 Jahren die Suche nach Wiesenweihennestern und den Schutz. Davon profitiert auch die häufigere Rohrweihe.

Schutz für Weihen

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