
Pernis apivorus
Wespenbussard
Der Wespenbussard ist ein mittelgroßer Greifvogel, dessen Gefiederfärbung stark variieren kann, was es schwierig macht, ihn sicher zu bestimmen. Den Winter verbringt er in tropischen Regionen Afrikas. Er taucht teilweise erst im Mai in den Brutgebieten wieder auf. Trotz seiner stattlichen Größe ernährt er sich in erster Linie von Wespen, deren Larven sowie anderen Insekten und Larven.
Vorkommen in Deutschland
Gefährdungsgrad
Vorwarnliste
- Nicht gefährdet
- Extrem selten
- Vorwarnliste
- Gefährdet
- Stark gefährdet
- vom Aussterben bedroht
- Ausgestorben
Bestandszahl
4.200 - 6.000 Brutpaare
Bestandstrend
- 15 % (stabil)
Steckbrief
Beobachten
in den Sommermonaten zu beobachten
Größe
52-60 cm groß
Besonderheit
schiefergrauer Kopf beim Männchen
Reise
Langstreckenzieher
Funfact
Seine vergleichsweise wenig stark gebogenen Krallen sind das perfekte Werkzeug, um nach Wespenlarven im Boden zu graben.
Beschreibung
Aussehen
Männchen und Weibchen unterscheiden sich, sobald sie ausgewachsen sind, relativ deutlich. Männchen haben häufig eine schiefergraue Kopffärbung. Die Oberseite ist meist dunkel graubraun, die Unterseite kann variieren, ist aber eher heller als die Oberseite. Die Flügel sind dunkel umrandet. Die Weibchen sind tendenziell stärker verwaschen gebändert als die Männchen.
Verhalten
Der Wespenbussard begibt sich oft zu Fuß auf die Jagd nach Insekten. Nach Wespenlarven jagt er, indem er die Larven und Puppen aus dem Boden ausgräbt. Sein dichtes Gefieder und Hornplättchen an den Füßen schützen ihn vor Wespenstichen. Zum Brüten baut er sein Nest gerne auf hohen Bäumen am Waldrand.
Lebensraum
Der Wespenbussard ist in vielen Teilen Europas verbreitet. Er brütet gerne in Wäldern und an Waldrändern. Dabei bevorzugt er offene, strukturreiche Wälder mit Lichtungen und Wiesen.
Gefährdung
Der kurzzeitige Bestandstrend hat sich beim Wespenbussard verbessert, weshalb er laut Rote Liste nicht mehr als gefährdet gilt und auf der Vorwarnliste steht.
Nahrung
Dieser stattliche Greifvogel ernährt sich erstaunlicherweise in erster Linie von Wespen und deren Larven. Auch andere Insekten stehen regelmäßig auf seinem Speiseplan. Seltener jagt er kleinere Vögel oder Reptilien und Amphibien.
Stimme/Laute
Wie der Mäusebussard gibt der Wespenbussard einen miaunenden Ruf von sich.
Zugverhalten
Zum Überwintern zieht er bis in die tropischen Regionen Afrikas. Dabei können gerade im Spätsommer größere Ansammlungen beobachtet werden. Er kehrt ab April in die Brutgebiete zurück.
Beobachtungstipps
Während des Zugs im Spätsommer gibt es gewisse Regionen in Europa, in denen größere Trupps in der Luft beobachtet werden können, beispielsweise auf der Ostseeinsel Fehmarn.
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