Steinkauz am Brutplatz.
Vogel des Jahres 1972
Steinkauz am Brutplatz© Foto: Mathias Schäf

Athene noctua

Steinkauz

Den Steinkauz findet man vor allem in westlichen Teilen Deutschlands in offenen Landschaften. Er brütet oftmals in unmittelbarer Nähe zum Menschen in Gebäudenischen, Ställen und Baumhöhlen. Den kleinen Kauz kann man relativ oft auch tagsüber beobachten, da er gerne auf offenen Sitzwarten verweilt. Seine weißen Augenbrauen verleihen ihm einen strengen Blick. Schon in der griechischen Mythologie spielte er eine Rolle und war eine Art Bote der Göttin Athene.

Vorkommen in Deutschland

Gefährdungs­grad

Der Gefährdungsgrad ist der Roten Liste der Brutvögel in Deutschland 2020 entnommen.

Vorwarnliste

  • Nicht gefährdet
  • Extrem selten
  • Vorwarnliste
  • Gefährdet
  • Stark gefährdet
  • vom Aussterben bedroht
  • Ausgestorben

Bestands­zahl

Die Bestandszahl stammt aus "Gerlach et. Al (2025): Vögel in Deutschland - Bestandssituation 2025. DDA, BfN, LAG VSW, Münster."

7.500 - 8.000 Brutpaare

Bestands­trend

Der Bestandstrend stammt aus "Gerlach et. Al (2025): Vögel in Deutschland - Bestandssituation 2025. DDA, BfN, LAG VSW, Münster."

- 7 %

Steckbrief

Beobachten

ganzjährig zu beobachten

Größe

21-23 cm groß

Besonderheit

strenger Blick

Funfact

Sein wissenschaftlicher Name bedeutet so viel wie „Athene bei Nacht“.

Beschreibung

Aussehen

Das Gefieder an der Oberseite hat einen braunen Grundton, der stark mit weißen Tupfern übersäht ist, die am Scheitel eher fein und an der Rückseite kräftig sind. Die Unterseite ist weiß mit braunen Längsstreifen. Markant sind zwei weiße „Augenbrauen“, die ihm einen strengen Blick verleihen.

Nicht zu verwechseln mit:

Raufußkauz auf einem Ast.

Aegolius funereus

Raufußkauz

Mit seinem großen Kopf und den großen Augen sieht der Raufußkauz immer etwas ulkig aus. Der Nachtjäger lebt verborgen in bergigen Mischwäldern.

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Verhalten

Tagsüber verweilt er gerne auf exponierten Aussichtswarten. Seine Revierkenntnisse ermöglichen ihm in Gefahrsituationen, blitzschnell in geeignete Verstecke zu verschwinden. Er beginnt ab Mitte April mit der Brut.

Lebensraum

Vor allem im Westen Deutschlands vertreten, besiedelt der Steinkauz gerne offene Landschaften wie Felder, Wiesen und Gärten mit Gehölzen. Er brütet in Gebäudenischen, Steinmauern, Baumhöhlen oder Felswänden.

Gefährdung

Der Steinkauz steht in Deutschland auf der Vorwarnliste. Erfolge von Schutzmaßnahmen lassen jedoch Hoffnung für den Steinkauz aufkommen.

Nahrung

Auf dem Speiseplan des Steinkauzes stehen Insekten, kleinere Vögel, Amphibien und Schlangen.

Stimme/Laute

Sein Ruf klingt wie ein scharfes und vorwurfsvolles „kwiew“. Der Gesang hingegen ist ein weiches und lang gedehntes „guuuuuuhk“.

Zugverhalten

Als Standvogel bleibt der Steinkauz das ganze Jahr über in seinem Revier.

Beobachtungstipps

Da er sich gerne in Siedlungsnähe befindet, kann man ihn recht häufig auf exponierten Sitzwarten wie Telefonmasten oder auf Steinmauern entdecken.

Tipps zum Fernglaskauf

Aktiv werden

Was kann ich tun?

Die Pflege und der Erhalt artenreicher, naturnaher Streuobstwiesen mit altem Baumbestand helfen dem Steinkauz. Er nimmt auch gern spezielle Nistkästen an.

Das macht der NABU

NABU Nordrhein-Westfalen

Schutz für den Steinkauz

Nordrhein-Westfalen beherbergt die deutschlandweit größte Population des bedrohten Steinkauzes, weshalb der NABU NRW besondere Verantwortung trägt.

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