Klappergrasmücke auf einem Gestein.
Klappergrasmücke© Foto: Mathias Schäf

Curruca curruca

Klappergrasmücke

Die Klappergrasmücke ist die kleinste unserer heimischen Grasmücken. Auch sie führt ein eher verstecktes Leben im Schutz von dichten Sträuchern und jungen Bäumen. Ausfindig machen kann man sie am besten durch ihren Gesang, dem sie auch ihren Namen verdankt. In Deutschland gibt es etwa 300.000 Brutpaare, die sich vor allem auf die norddeutsche Tiefebene konzentrieren. Aber auch im Süden gibt es sie, jedoch in geringerer Dichte.

Vorkommen in Deutschland

Gefährdungs­grad

Der Gefährdungsgrad ist der Roten Liste der Brutvögel in Deutschland 2020 entnommen.

Nicht gefährdet

  • Nicht gefährdet
  • Extrem selten
  • Vorwarnliste
  • Gefährdet
  • Stark gefährdet
  • vom Aussterben bedroht
  • Ausgestorben

Bestands­zahl

200.000 - 330.000 Brutpaare

Bestands­trend

+ 1 % (stabil)

Steckbrief

Beobachten

von April bis Ende September

Größe

11,5-13,5 cm groß

Besonderheit

kleinste Grasmücke

Reise

Langstreckenzieher

Funfact

Ihr volkstümlicher Beiname „Müllerchen“ stammt von ihrem mühlenähnlich klappernden Gesang.

Vor allem im Spätsommer und Herbst fressen Klappergrasmücke gerne Beeren.© Foto: Mathias Schäf

Beschreibung

Aussehen

Klappergrasmücken wirken insgesamt gedrungen und kurzschwänzig. Beide Geschlechter sind gleich gefärbt. Sie haben einen dunkelgrauen Kopf, eine weiße Kehle und eine helle Unterseite. Die Oberseite ist anders als bei der Dorngrasmücke einfarbig graubraun, neben der Stimme ist es das beste Unterscheidungsmerkmal der beiden sonst ähnlichen Arten.

Die Klappergrasmücke ist die kleinste unserer heimischen Grasmücken.© Foto: Mathias Schäf

Verhalten

Bei den Klappergrasmücken läuft sowohl die Brut als auch die Pflege der Jungvögel in Teamarbeit, beide Elternteile kümmern sich gleichermaßen um den Nachwuchs. Das Nest ist ein lockerer, oft niedrig gelegener Napf aus Halmen und dünnen Zweigen.

Lebensraum

Sie bevorzugen Flächen mit einzelnen Gebüschen und kleinen Bäumen. In großen Gärten, Parks, jungen Nadelwäldern und an heckenreichen Feldrändern sind sie zu Hause.

Gefährdung

Klappergrasmücken sind nicht gefährdet.

Nahrung

Die Grasmücken vertilgen diverse Insekten und Spinnen. Im Spätsommer und Herbst fressen die Vögel auch gerne Beeren.

Stimme/Laute

Der Ruf ist ein schnalzendes „täck“, was jedoch kaum von dem Ruf der Mönchsgrasmücke zu unterscheiden ist. Der Gesang ist allerdings eindeutig: Ein leises Schwätzen leitet das namensgebende laute und rhythmisch schlagende Klappern ein.

Zugverhalten

Am Mittelmeer vorbei über die Sahara bis ins Überwinterungsgebiet in Ostafrika sind selbst für die süddeutschen Vögel 5000 Kilometer oder mehr. Klappergrasmücken gehören damit genauso wie Gartengrasmücken und Dorngrasmücken zu den Langstreckenziehern.

Beobachtungstipps

Da dieser Singvogel recht versteckt lebt und auch durch sein Gefieder nicht besonders aus der Reihe tanzt, müssen Sie auf seine Stimme achten. Das namensgebende Klappern ist zum Glück ziemlich auffällig und verrät die kleine Grasmücke. Um den Gesang zu hören, sollten Sie im Mai oder Juni unterwegs sein.

Aktiv werden

Was kann ich tun?

Im eigenen Garten siedelt sich die Klappergrasmücke nur selten an. Aber mit einem bewussten Einkauf von heimischen, ökologischen Lebensmitteln fördern Sie eine insektenfreundliche und strukturreiche Landschaft. Verzichten Sie auch im eigenen Garten auf Insektizide, damit die Klappergrasmücke genug zu fressen findet.